So viele Arten vorzulesen…

So viele Arten vorzulesen…

Es waren Herbstferien und wir haben ein bisschen Pause gemacht, na ja, so halb zumindest. So ganz lässt uns das Verlagsleben nie los und es gibt immer etwas zu tun. Ich habe dem Brandenburger Herbst den Rücken gekehrt und Familienurlaub am Meer gemacht. Neben den Spaziergängen am Wasser war vor allem eine neue Entwicklung mit dem großen Kind besonders beeindruckend für mich. Zwar haben Bücher schon immer einen großen Platz in unserem Alltag und wir schauen sie intensiv an und sprechen über alles, was es auf den kleinen und großen Seiten zu entdecken gibt. Da das Kind Sachbücher und Wimmelbücher liebt, ist das immer so einiges. In diesem Urlaub aber haben wir zum ersten Mal so richtig vorgelesen. Eine Geschichte und noch eine. Das Kind hat gebannt den Worten gelauscht und auf die dazugehörigen Bilder geschaut. Kaum etwas nachgefragt, sondern war nochmal ganz anders vertieft, als ich das sonst kenne. Und obwohl ich das Fragen und Nachdenken und Entdecken von Dingen, die mir selbst gar nicht aufgefallen wären, liebe, war auch das irgendwie total schön und eine ganz neue Dimension im Umgang mit Büchern, der mich ein bisschen ergriffen gemacht hat, weil das Kind noch so klein und doch schon so groß ist.

Unser Lieblingsbuch zum Anschauen und Vorlesen aus dem Eichhörnchenverlag sind übrigens die LANDTIERE. Und auch auf das Öffnen der Türchen unserer Adventskalender freuen wir uns schon sehr.

Beitragautorin: Katharina Schulze

Der Name Jella Lepman ist heute gar nicht so vielen Menschen bekannt, obwohl die deutsche Journalistin und Autorin einen sehr großen Einfluss auf die deutsche Kinderliteratur der Nachkriegszeit hatte. Zeit ihres Lebens setzte sie sich dafür ein, durch Lesen das Leben von Kindern zu verbessern und ihnen den Zugang zu Büchern zu ermöglichen. Gerade für die Kinder der Nachkriegszeit hatte dies eine enorme Bedeutung, denn ihr Leben war vor allem durch Hass und Entbehrung gekennzeichnet. Ihr 1964 veröffentlichtes Buch Die Kinderbuchbrücke ist auch Teil der Bibliothek des Eichhörnchenverlags. Wir können euch seine Lektüre sehr empfehlen.

Geboren wurde Jella Lepman 1891 als älteste Tochter eines jüdischen Textilfabrikanten und seiner Frau in Stuttgart. Hier gründete sie bereits mit 17 Jahren eine internationale Lesestube für die Arbeiter der berühmten Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, deren Muttersprache oft nicht deutsch war. 1913 heiratet sie den Deutsch-Amerikaner Gustave Horace Lepman. Er verstarb schon neun Jahre später und Lepman war mit den zwei gemeinsamen Kindern auf sich allein gestellt. (1)

Sie arbeitete in den folgenden Jahren als journalistische Mitarbeiterin beim Stuttgarter Neuen Tageblatt und gründete das Beiblatt Die Frau in Haus, Beruf und Gesellschaft. Hier versammelte sie Beiträge, die sich für eine liberale gesellschaftliche Entwicklung, internationale Verständigung und Gleichberechtigung der Frau einsetzten. Sie veröffentlichte in dieser Zeit Der verschlafene Sonntag und das Kindertheaterstück Der singende Pfennig und kandidierte 1929 zusammen mit Theodor Heuss für den Bundestag. (2)

1936 musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft emigrieren und zog mit ihren beiden Kindern nach London. Dort angekommen war das Leben nicht leicht und Lepman nahm verschiedene Jobs an, um sich und ihre Kinder zu versorgen. Nach zwei Jahren im Ausland wurde sie mit der Durchsicht des geretteten Nachlasses von Arthur Schnitzler durch die Universität Cambridge betraut. Sie arbeitete später auch bei der BBC und wurde schließlich zur Botschaft der Vereinigten Staaten in London versetzt, um eine europäische Nachkriegsillustrierte zu gründen. (1)

1946 kam Jella Lepman dann aber nach zehn Jahren im Exil im Rahmen des Reeducation Program zurück nach Deutschland, um dort als Beraterin für die kulturellen und erzieherischen Belange der Frauen und Kinder mitzuarbeiten und die Entnazifizierung der deutschen Gesellschaft voranzutreiben. Dabei wog für sie die geistige Verarmung der Kinder noch stärker als die körperliche und Lepman kam zu der Erkenntnis, dass Nahrung und Kleidung nicht ausreichend waren und man den Menschen, vor allem den Kindern, auch geistige Nahrung geben musste. Dies sollte über Kinderbücher geschehen, für die allerdings kein Etat vorgesehen war. (1)

Bei all dem dachte Lepman immer international. Ihre Idee war es, die internationale Verständigung durch Kinderbücher und den Austausch von Kinderzeichnungen zu fördern und sie begann, eine Ausstellung zu planen. (2) Finanzielle Mittel dafür zu bekommen, war allerdings nicht leicht. Lepman schrieb 20 Länder an und bat um Unterstützung für das Projekt. Schließlich war es eine Begegnung mit Eleanor Roosevelt im Frühling 1946, die die amerikanische Besatzungszone besuchte, die Jella Lepman die entscheidende Unterstützung einbrachte. So wurde schließlich am 3. Juli 1946 die Internationale Jugendbuchausstellung im noch halb zerstörten Haus der Kunst in München eröffnet. Noch im selben Jahr wurde die Ausstellung in Stuttgart, Frankfurt, Hannover und Berlin gezeigt. (2) Sie stellte die erste internationale, kulturelle Veranstaltung im Nachkriegsdeutschland dar und erlaubte den vielen Besuchern aller Altersstufen und Bevölkerungsschichten durch Kinderbücher die Welt zu erkunden. (1)

Schließlich ging aus der Ausstellung die Internationale Jugendbibliothek (IJB) hervor, die 1949 ihre Pforten öffnete. Dort wurden vielfach neue Wege eingeschlagen, denn obwohl Jella Lepman keine ausgebildete Bibliothekarin war, oder vielleicht auch gerade deswegen, hatte sie viele Visionen für die neu entstandene Büchersammlung. Sie ließ ein Jugendkomitee gründen, in dem die jungen Benutzer mitbestimmen konnten, sie waren Mitgestalter bei Diskussionsrunden und in Theatergruppen. Jedes Kind sollte individuell behandelt werden. Der enge Zusammenhang zwischen Bild und Buch war für Lepman immer sehr wichtig, da so alle Kinder angesprochen werden konnten, egal welche ihre Muttersprache war und da sie darüber auch immer mehr zusammenwachsen können. In den USA war diese Vorstellung schon weiter verbreitet, in Deutschland stieß sie wiederholt auf Verstimmung. Sinnbildlich dafür ist der Kampf um das in der Bibliothek beheimatete Malstudio. Vielen anderen Bibliothekaren und den Verwaltungsbeamten war nicht klar, was dieses in einer Bibliothek zu suchen hatte. (1)

Lepman verwirklichte ihre Visionen aber weiter und gründete 1953 das International Board on Books for Young People (IBBY), eine Weltorganisation, die inzwischen Sektionen in vierundsiebzig Ländern hat. Die Ziele von IBBY sind die Förderung der internationalen Verständigung, Zugang und Verbreitung von guter Kinderliteratur weltweit und die Weiterbildung für alle an Kinder- und Jugendliteratur interessierten Menschen. Der Hans-Christian-Andersen-Preis, der alle zwei Jahren an jeweils eine/n Kinderbuchautor*in und eine/n Illustrator*in vergeben wird und der Deutsche Jugendliteraturpreis für die besten Kinder- und Jugendbücher gehen sind auf IBBY zurück. (3)

Mit über 60 verließ Lepman Deutschland wieder und ging nach Zürich. Hierzulande ist ihre Person dann auch weitestgehend vergessen und wird den großen Leistungen, die sie für die Kinderliteratur und Verständigung und Frieden zwischen den Ländern der Welt erbracht hat, kaum gerecht.

Wer noch mehr über die von Jella Lepman gegründete Organisation IBBY erfahren möchte, kann in unseren Blogbeitrag „The Music of Words“ – Heute ist Internationaler Kinderbuchtag“ 2021 reinlesen. Das diesjährige Motto lautet „Geschichten sind wie Flügel, mit denen Ihr täglich abheben könnt“. (4)

Das Zitat aus der Überschrift ist übrigens der Ausruf eines Kindes, das Lepman bei der Ausstellungseröffnung tief berührte. (3)

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1 Anna Becchi, „Jella Lepman: Die Gründerin der Internationalen Jugendbibliothek. „. LIBREAS. Library Ideas, 25, 2014, unter: https://libreas.eu/ausgabe25/05becchi/ (letzter Aufruf 15.10.2022).

2 Scherf, Walter: Lepman, Jella, In: Neue Deutsche Biographie 14, 1985, S. 304-305, unter: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119008874.html (letzter Aufruf 15.10.2022).

3 Stuttgarter Zeitung: Vor 50 Jahren starb Jella Lepman: Frieden schaffen mit Kinderbüchern, 01.10.2020, unter: https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.vor-50-jahren-starb-jella-lepman-frieden-schaffen-mit-kinderbuechern.66ad3641-2f2a-48a5-bb2e-4fe298d91f9c.html (letzter Aufruf 15.10.2022).

(4) https://www.jugendliteratur.org/ibby-germany/c-100 (letzter Aufruf 15.10.2022).

Wie sind du und der Eichhörnchenverlag zusammengekommen?

Irgendwo stieß ich auf eine Ausstellung des Eichhörnchenverlags in Berlin und habe mir daraufhin die Verlags-Seite angesehen. Mir war das Konzept total sympathisch – Kunst im Bilderbuch – und ich war gerade auf der Suche nach einem Zuhause für meinen Potoschnik*. Daraufhin schrieb ich Nina an und bekam eine so wunderschöne Antwort und Reaktion auf meine Arbeit 🙂 Potoschnik war dann nicht unser Projekt – da dieser zu textlastig ist.
Bei einem wunderschönen und sehr sympathischen Atelier-Treffen und Kennenlernen haben Nina und ich dann Ideen gesammelt – und ich bekam völlig freie Hand für mein erstes Buch im Eichhörnchenverlag, was ein toller Vertrauensvorschuss und natürlich perfekte Voraussetzung für ein kreatives Arbeiten war.

Wie startest du mit einem (Buch-)Projekt?

Das ist sehr unterschiedlich – Ideen sind ja sehr eigenwillige Geister, die man nicht rufen und nur wahrnehmen kann. So kam z. B. die Idee zu UNTERWEGS irgendwie zu mir, als ich letztes Jahr auf der Rückfahrt von der Buchmesse nachts in Frankfurt strandete, da mein Nachtbus nach Berlin nicht kam. Back in Berlin musste ich dann erstmal ausschlafen und habe dann sofort ein Storyboard erstellt – dies ist aber wirklich nur eine Strukturierung der Abfolge und Seitenzahl etc. und lässt mir dann beim eigentlichen Zeichnen noch alle Freiheit. Manchmal brauche ich noch einige Zeit, um mir über das Format, die zeichnerischen Mittel u. ä. klar zu werden.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus? Wie hat Corona deine Arbeit verändert?

Corona hat mich verändert. 🙂 Meine Arbeit betreffend könnte ich das nicht genau definieren – vielleicht hat sich mein Blick mehr nach Innen gerichtet, um die Welt etwas auszublenden.
Einen normalen Arbeitsalltag gibt es nicht so ganz – ich arbeite noch 22 Stunden in einer Grundschule und versuche mir Zeiten einzuräumen, in denen ich wirklich Ruhe und Zeit finde für meine Zeichnungen. Das ist nicht immer ganz einfach und manchmal verbunden mit kleinen inneren Kämpfen… wenn ich gerade schwer vertieft bin, muss ich gleich los… und manchmal switched der Schalter im Kopf nicht so einfach um.

Wie bist du auf die Idee zum STADTSPAZIERGANG gekommen?

Die Idee einen Spaziergang durch eine Stadt zu illustrieren war schon lange bei mir – durch mein tägliches Erleben in Berlin, Erinnerungen an bereiste Städte… war meine eigentliche Idee, ein Leporello daraus zu machen. Da kam mir die oben erwähnte Freiheit für mein Bilderbuch sehr entgegen.
Eigentlich habe ich mich auch immer als Stadt-Mensch – was gerade kippt – wahrgenommen und bin fasziniert von den vielen Entdeckungen, die man spazierend so machen kann und dachte, bei all den Büchern über das Leben auf dem Bauernhof müsste ich die Landkinder in das Großstadtleben einführen.

Wie hast du die Figuren ausgesucht, beziehungsweise welche Einflüsse sind in die Figuren eingeflossen (Wohnumfeld, Reisen,…)?

Diese Frage habe ich wohl gerade oben mit- beantwortet. 🙂

Hast du eine Lieblingsfigur im Buch und wenn ja, warum?

Eigentlich nein.

Wie sieht deine künstlerische Technik aus? Kannst du sie etwas beschreiben?

Es macht mir sehr viel Spaß, Materialien zu mischen. Früher habe ich als Zeichnung immer mit Monotypien gearbeitet – seit einigen Jahren zeichne ich auch sehr gerne klassisch mit Bleistift. Mit Farbstiften, Aquarellfarben, Papierschnipseln oder Collage-Motiven bette ich meine Zeichnung dann in ihre Welt ein. Es hängt auch vom Thema der Geschichte ab, welche Technik mir passend erscheint. Der oben erwähnte Potoschnik ist nur mit Fineliner und Tusche in s/w gezeichnet.

Was ist das Besondere an diesem Buchprojekt? Gab es Unterschiede zur Entstehung des Bilderbuchs KLEINER LÖWE WILLIAM?

Den kleinen Löwen William habe ich vor Jahren für meinen Sohn Johann William – Sternzeichnen Löwe – gezeichnet. Da war die Idee, einen Tag mit all seinen kleinen Beschäftigungen und Rhythmen zu gestalten.
Der Stadtspaziergang war in der Anlage schon monumentaler (nicht nur das Format); hier musste ich erst mal den Straßenzug perspektivisch anlegen und habe dann wild erzählt. Die Seiten – wie erwähnt, sollte es ursprünglich ein Leporello werden – gehen auch ineinander über, was zu beachten war. Der kleine Löwe William spielt ja in einem ganz privaten Rahmen und beim Stadtspaziergang finden wir uns mitten im Leben auf den Straßen einer großen Stadt. Auch durch die Spielfiguren im Stadtspaziergang bekommt das Buch noch eine Dimension mehr – und wird eine kleine Bühne für die Geschichten der Kinder.

Die Fragen stellte Katharina Schulze.

Vielen Dank, liebe Karoline, dass du dir die Zeit für ihre Beantwortung genommen hast!

*Karolines Bilderbuch POTOSCHNIK ist später im Goldblatt Verlag erschienen.

Denken wir an die Bücher unserer Kindheit zurück und überlegen, welche Charaktere es in ihnen gab, fällt auf, dass sich zahllose Tiere darunter befinden. Tatsächlich kommen nur etwa zehn Prozent aller Bilderbücher ohne tierische Figuren aus. Je älter dann die Zielpersonen eines Buches sind, desto weniger Tiere kommen vor. Bei Pippi Langstrumpf sind die Tiere zwar nicht die Hauptfigur, aber wichtige Begleiter mit spezifischen Eigenschaften. Bücher für Lesende in der Pubertät drehen sich dann stärker um die menschliche Identität und Identitätssuche. (1)

Dabei können die tierischen Buchhelden ganz verschiedene Funktionen übernehmen. Gerade in Märchen und Fabeln dienen sie als Symbole oder lehrreiche Beispiele. Als Hauptfiguren werden sie häufig anthropomorph, das heißt mit menschlichen Verhaltensweisen, dargestellt. (2) Auch können die Tiere Speziengrenzen überschreiten, zum Beispiel eine Beziehung zu Menschen eingehen oder ihre Gestalt wandeln, etwa wenn die Söhne des Königs in „Die sechs Schwäne“ zum eigenen Schutz Tiergestalt annehmen müssen oder im Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ ein verzauberter Prinz in Fischgestalt die immer weitreichenderen Wünsche einer Fischersfrau erfüllen muss.(3)

Generell lässt sich mit Tieren eine Geschichte leichter verständlich erzählen, die Kinder können sich mit den Tieren zugewiesenen Rollen leicht identifizieren. Die Distanzierung durch ein Tier regt zudem ihre Fantasie an. Dabei müssen die Autor*innen eine gewisse Verflachung und Klischierung durch die Konzentration auf eine bestimmte Eigenschaft in Kauf nehmen. Dies hilft Kindern aber, zum Beispiel mit Ängsten umzugehen und sich diesen zu stellen. Psychologen nehmen aus diesem Grund gerne Tiere als Beispiele, wenn sie mit Kindern arbeiten. (1)

Zudem fällt die Identifikation mit tierischen Helden leichter, weil man ihnen auf den ersten Blick bestimmte Eigenschaften zuordnen kann. Die Maus zum Beispiel ist klein, harmlos und niedlich und eignet sich daher hervorragend als Identifikationsfigur für kleine Kinder. Ob man hingegen einen Menschen mag, hängt von vielen komplexen Faktoren ab. (2)

In den 1970-er Jahren war diese Art der Darstellung umstritten, Rufe nach einer neuen, literarischeren, wenn man so will auch politischeren, aufgeklärteren Kinderliteratur wurden laut. Tierbücher galten damals als zu harmlos, um das zu vermitteln, was man damals Kindern vermitteln wollte. Gefragt war vor allem eine realistische Darstellung und Tiere sprechen in der „richtigen Welt“ nun mal nicht. (4) Diese Ansicht konnte sich nach einem Blick in neuere Kinder- und Bilderbücher aber nicht halten.

Auch im Programm des Eichhörnchenverlags finden sich viele Bilderbücher, in denen Tiere die Hauptakteure sind. Im Alltag vom KLEINEN LÖWEN WILLIAM erkennen Kinder ihren eigenen Alltag, in der GESCHICHTE VON TUI-TIU stellt sich die Frage nach der eigenen Herkunft und Familie und bei İDA’NIN YOLU / IDAS WEG ist das Reh Ida stellvertretend auf der Suche nach seinem eigenen Weg ist, den jedes Kind geht. Auch unser gerade erschienenes Bilderbuch MONSTER UND MAUS kommt nicht ohne ein kleines Nagetier aus.

Die ersten Bücher mit tierischen Helden, die wir liebten, waren übrigens bei mir ganz klassisch Die kleine Raupe Nimmersatt und später Bernhard und Bianca – Die Mäusepolizei (hier zeigte sich schon früh mein Faible für Krimis). Bei Nina waren es Piepmatz wie heißt du und Peter Hase. Mehr dazu könnt ihr auch hier lesen.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

(1) Hürlimann, Christa: Tiere in Kinderbüchern. Von mutigen Mäusen und ängstlichen Wölfen, 21. März 2019, unter: https://www.schweizer-illustrierte.ch/family/alltag/von-mutigen-mausen-und-angstlichen-wolfen (letzter Aufruf: 08.08.2022)

(2) Britta von Leseliebe: Warum Kinder Tiere (im Kinderbuch) lieben., unter: https://www.leseliebe.de/artikel/warum-kinder-tiere-im-kinderbuch-lieben (letzter Aufruf: 08.08.2022).

(3) Bartosch, Roman: Mensch und Tier in Kunst und Literatur., 1.12.2020, unter: https://www.bpb.de/themen/umwelt/bioethik/321737/mensch-tier-in-kunst-und-literatur/ (letzter Aufruf: 08.08.2022).

(4) Hahn, Karin: Ehrliche Freunde, kluge Ratgeber, listige Feinde., 25.10.2014, unter: https://www.deutschlandfunk.de/tiere-in-kinderbuechern-ehrliche-freunde-kluge-ratgeber.1202.de.html?dram:article_id=301386 (letzter Aufruf: 08.08.2022).

Wir freuen uns riesig, denn ich bin aus der Elternzeit zurück und wir sind wieder zu zweit im Verlag. Gefeiert haben wir das mit einem kleinen Fotoshooting in der wunderschönen Sommersonne. Auf Instagram könnt ihr noch mehr Bilder bewundern.

Viel ist passiert in den fast 1, 5 Jahren, in denen ich weg war. Mein großes Kind ist noch viel tiefer in die Welt der Bilderbücher eingetaucht. Das liebste Buch aus dem Eichhörnchenverlag ist unser Spiel-Bilderbuch STADTSPAZIERGANG, weil es in diesem einfach so viel zu entdecken gibt. Und weil auch Autos darin zu sehen sind und das Kind dafür, ganz im Gegensatz zur Mama, ein großes Interesse entwickelt hat. Das Kleine liebt besonders den Klassiker LANDTIERE und erkennt darin sogar den Hund von Oma und Opa wieder.

Im Verlag ist neben dem Stadtspaziergang noch das Bilderbuch UNTERWEGS von Karoline E. Löffler erschienen und es schwirren noch ganz viele Ideen in den Köpfen herum, die langsam Gestalt annehmen. Es wird in diesem Jahr also noch einige Neuerscheinungen geben, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Ich bin jedenfalls schon mächtig gespannt auf all die kommenden Projekte, Gespräche und Veranstaltungen und freue mich wahnsinnig, wieder dabei zu sein.

PS: Besucht uns doch live und in Farbe auf der BuchBerlin und bei Schöne Bücher Potsdam. Wir sind dabei.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Die besten Bilderbücher sind oft jene, die aus einer spontanen Eingebung der Künstler*innen und Autor*innen entstehen.

Das war bei KLEINER LÖWE WILLIAM von Karoline E. Löffler, welches es sogar auf die Longlist der Schönsten Deutschen Bücher 2021 der Stiftung Buchkunst schaffte, schön zu beobachten.

Mitten aus dem Leben gegriffen erscheint nun ein weiteres Silent Book der Künstlerin im Eichhörnchenverlag: UNTERWEGS.

Kennt ihr das, auf Reisen oder eben einfach von einem Ort zum anderen unterwegs zu sein und plötzlich würfelt das Leben eure geplanten Wege durcheinander? Busse und Bahnen fahren nicht dort, wo sie fahren sollten oder zu ganz anderen Zeiten, die sonst omnipräsenten Taxis scheinen auf einmal wie vom Erdboden verschluckt, das Fahrrad hat einen Platten und eure Navi-App versteht nicht, was ihr von ihr wollt? So ähnlich erging es Karoline E. Löffler, als sie sich nach ihrem Besuch an unserem Stand auf der Frankfurter Buchmesse 2021 auf den Weg nach Hause in Berlin machen wollte. Aus einer einfachen und gut geplanten Fahrt wurde eine lange und spannende Nacht mit anschließendem Spaziergang durch ein erwachendes Berlin.

Wenn Reisepläne sich unerwartet wandeln kann das ziemlich stressig sein oder auch eine aufregende Gelegenheit, das Spontane zu erkunden. Für Karoline E. Löffler war es Inspiration, das besondere Gefühl des Unterwegsseins zu erkunden, die schöne Schwebe des Transits zu kosten.

Denn: Wir sind es fast jeden Tag, mal länger, mal kürzer, mal gern und manchmal widerwillig, allein oder zusammen, mit oder ohne Ziel. Unterwegs.

Auf 10 Seiten werden wir in UNTERWEGS stille Begleiter fantastischer Wesen. Gehen mit ihnen von Buchstabe zu Buchstabe von einem Ort des Dazwischen zum nächsten.

Wohin sind sie, wohin bist du unterwegs?

Wir freuen uns sehr auf UNTERWEGS als einem Bilderbuch für kleine und große Menschen, die die kurzen und langen Wege im Leben lieben und als Reisebegleiter, mit dem wir unsere erlebten Abenteuer noch einmal nachfühlen und neue Pläne schmieden können!

UNTERWEGS von Karoline E. Löffler erscheint vorraussichtlich im Sommer 2022 und ist jetzt vorbestellbar.

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Jedes Jahr am 2. April ist Internationaler Kinderbuchtag und das schon seit über 50 Jahren. Das Datum wurde nach dem Geburtstag vom Kinderbuchautor Hans Christian Andersen ausgewählt, der am 2. April 1805 in Odense in Dänemark zur Welt kam und der Welt Werke wie „Die kleine Meerjungfrau“ geschenkt hat.

Ins Leben gerufen wurde der Internationale Kinderbuchtag 1967 durch das International Board on Books for Young People (IBBY), einer gemeinnützigen Organisation, die Kindern und Jugendlichen weltweit Interesse an Literatur vermitteln möchte. Gegründet wurde es 1953 Zürich, Schweiz durch die deutsche Journalisten Jella Lepmann (1891–1970) und umfasst inzwischen mehr als 60 Sektionen in verschiedenen Ländern. Der heutige Sitz ist in Basel. IBBY verfügt über einen offiziellen Status sowohl bei der UNESCO als auch bei UNICEF und nimmt so Einfluss auf politische Entscheidungen im Kinder- und Jugendbuchbereich und agiert als Sprecher in diesem Sektor. (1)

Jedes Jahr steht der Internationale Kinderbuchtag unter einem anderen Motto, welches von der nationalen Sektionen des IBBY ausgewählt wird. Diese Sektion bestimmt einen einheimischen Kinderbuchautor, der eine Botschaft an die Kinder der Welt richtet und wählt ebenfalls einen Illustrator, der das jährliche Plakat gestaltet. In Deutschland wird diese vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. mit Sitz in München übernommen.

Blick in das Mitmachbilderbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer in der Bearbeitung von Karoline E. Löffler, (c) Fotografie: Eichhörnchenverlag.

Dieses Jahr heißt das Motto „The Music of Words“ – „Worte sind Trommelschläge und Flöten auf Papier“. Schirmherrschaft und inhaltliche Ausrichtung werden von der US-amerikanischen IBBY-Sektion übernommen. Das jedes Jahr eigens für den Tag gestaltete Plakat stammt vom brasilianischen Illustrator Roger Mello, die dazugehörige Botschaft an die Kinder der Welt von der kubanisch-amerikanischen Lyrikerin Margarita Engle. (2)

Der Tag soll die Freude am Lesen bei Kindern unterstützen und darauf aufmerksam machen, wie wichtig Lesen und der Zugang zu Büchern für Kinder sind. Denn leider ist weltweit ein freier Zugang zu Literatur nicht selbstverständlich. (3) Generell setzt sich deshalb IBBY für die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinder- und Jugendbüchern ein, was durch das Internationale Abkommen über die Rechte von Kindern 1990 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Dafür ist eine gute Infrastruktur nötig, also Verlage, Druckereien usw., weshalb auch die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinderbücher in den Mittelpunkt gestellt werden soll, ebenso wie die Förderung von Autor:innen und Künstler:innen. (1)

Übrigens: die drei meist verkauften Kinderbücher sind: „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkin, „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry und „Anne auf Green Gabels“ von Lucy Maud Montgomery. (3)

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1) Giese, Sven: Internationaler Kinderbuchtag – International Children’s Book Day 2021, 15. Januar 2021, unter: https://www.kuriose-feiertage.de/internationaler-kinderbuchtag/ (letzter Aufruf: 01.04.2021).

2) Internationaler Kinderbuchtag: Weltweites Fest für die Kinder- und Jugendliteratur 2021 unter Patenschaft von USBBY, 11.02.2021, unter: https://www.jugendliteratur.org/news/internationaler-kinderbuchtag-494/?page_id=1 (letzter Aufruf: 01.04.2021).

3) Internationaler Kinderbuchtag, 02.04.2020, unter: https://www.zdf.de/kinder/logo/internationaler-kinderbuchtag-100.html (letzter Aufruf: 01.04.2021).

Neben dem Glück, an der Entstehung Bücher des Eichhörnchenverlages beteiligt zu sein, habe ich auch einen kleinen Testleser zu Hause, der mit mir immer wieder unsere alten und neuen Lieblinge anschaut. Seit einiger Zeit nun erlebt mein Kind Bücher auch auf eine viel bewusstere Weise und genießt nicht nur die Farben und den Spaß beim Umblättern, sondern entdeckt auch ganz konkrete Tiere und Gegenstände darin.

Es bereitet mir große Freude, meinem Kind dabei zuzusehen, wie es sich mehr und mehr die Welt der Bücher erschließt und manchmal schon vertieft irgendwo in der Wohnung sitzt und konzentriert in einem Buch blättert. Die gelesenen Worte ergeben auf einmal Sinn und werden manchmal direkt in die Tat umgesetzt wie bei den MONSTERKINDERN: „Zwei kleine Monster kuscheln“. Und manchmal müssen wir nach dem Betrachten der LANDTIERE auch direkt die Oma anrufen, denn da gibt es tatsächlich einen Hund, der so ähnlich aussieht wie der von Oma.

Es ist auch immer wieder interessant, wenn wir ein neues Buch haben oder eines aus dem Bestand zum ersten Mal oder nach langer Zeit wieder anschauen zu beobachten, welche Dinge am faszinierendsten sind und am meisten begeistern. Für mich gänzlich unverständlich ist die frühe Liebe meines Kindes zu Autos. Gern sucht es diese in allen Büchern oder Zeitschriften und ist schon sehr enttäuscht, wenn in einem Buch keine zu sehen sind. Zum Glück fährt auch der KLEINE LÖWE WILLIAM an seinem aufregenden Tag ein kleines Rennen in seinem roten Flitzer. Vielleicht auch einmal ein Thema für ein Buch im Eichhörnchenverlag? Es bleibt spannend.

Wir wünschen euch ein wundervolles Wochenende, genießt das warme Wetter und ein schönes Buch!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Titelbild: Bücherregal, (c) Fotografie: Joseph Bergner.

Er ist oft nicht so aufregend und präsent wie das Titelblatt eines Buches oder die Rückseite, die uns mehr über den Inhalt des Buches verrät, aber das Erste, was wir von einem Buch im Bücherregal sehen und damit nicht minder wichtig: der Buchrücken.

Im heutigen Blogbeitrag widmen wir uns dieser schmalen Seite eines Buches, an der der Buchblock am Einband befestigt ist.

Journalistin Julia Rothhaas beschreibt den Buchrücken wie folgt: „Denn der Buchrücken ist der Agent zwischen Auge und Kopf, der uns ein Gefühl vermittelt – und nicht nur Titel und Autor nennt. Wir sehen kurz hin und haben auch nach längerer Zeit wieder ein Gespür dafür, wie die Lektüre war. Der Buchrücken ist wie das Loch, in das Alice im Wunderland fällt, die Eingangstür zu den bunten Welten dahinter und den Gefühlen, die wir beim Lesen hatten“.  (1)

Meistens enthält der Buchrücken den Autor, den Titel und den Verlag und ist auf gestalterischer Ebene eher zurückhaltend gestaltet, da an dieser Stelle die Fakten im Vordergrund stehen und das Auffinden des Buches erleichtert werden soll. Aufwändiger, vielleicht sogar mit einem Bild versehen, sind eher weniger Buchrücken, oft einfach wegen des fehlenden Platzes. Bei einer Dilogie, Trilogie oder anderen Mehrteilern, Schubern oder Sammelbandausgaben spielt das Design des Buchrückens eine größere Rolle. Sie sind oft zusammenhängend gestaltet oder sich in einigen Punkten ähnlich, sodass man sie als zusammengehörend ausmachen kann. (2)

Lange Zeit spielte der Buchrücken in der Geschichte des Buches keine Rolle. Im Mittelalter wurden die meist großen und schweren Bücher liegend aufbewahrt, der Rücken wurde sogar oft mit einer Vorrichtung versehen, die es erlaubte, das Buch anzuketten und vor Diebstahl zu schützen. (1) Da der Buchrücken verdeckt war, wurde der jeweilige Titel durch ein Stück Pergament oder Papier gekennzeichnet, welches an einem Band aus dem Buch heraushing. (3)

Mit der Erfindung des Buchdruckes kamen auch immer mehr Bücher in Umlauf und im 16. Jahrhundert reichte der Platz nicht mehr aus, um die Bücher wie bisher liegend aufzubewahren. Die Lektüre wurde aufgerichtet, allerdings erstmal mit dem Rücken nach hinten. „Die Bücher waren zum Schutz armiert, sie trugen Metallschließen“, sagt Andreas Wittenberg, Referatsleiter der Abteilung Historische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin. „Weil man sie daran auch gut aus dem Regal ziehen konnte, wurden sie mit dem Vorderschnitt, also den Seiten, in Richtung Betrachter aufgestellt.“ Die Privatbibliothek entwickelte sich mehr und mehr zum Statussymbol und die Bücher wurden je nach Einrichtung, Geschmack und Geldbeutel vom Buchbinder gebunden, denn man kaufte nur den gedruckten Teil, nicht den Einband dazu. (1)

Der heute verbreitete Schutzumschlag, der das Bücherregal bunt und schön macht, kam erst Ende des 19. Jahrhunderts in Umlauf. Dieser wurde von den Bibliotheken tatsächlich oftmals entsorgt – er diente zu dem Zeitpunkt eben nur zum Schutz beim Transport und noch nicht als Werbemittel. (1)

Langsam wurde es dann doch üblich, in Kloster-, Palast- und in Handbibliotheken die Bücher in den Regalen mit dem Rücken nach vorne aufzubewahren. Bis ins 20. Jahrhundert wurden Buchrücken mehrheitlich aufwendig gestaltet und verziert, zum Beispiel mit Goldprägungen, Silberprägungen, Farbprägungen und Farblosprägungen oder Blindprägungen, handverzierten Ornamenten oder kostbaren Rückenvignetten. (4)

Autor, Titel und Verlag sind die wichtigsten Informationen, die uns der Buchrücken liefert. Wie diese allerdings auf dem Buchrücken angeordnet sind, unterscheidet sich stark voneinander. Eine verbindliche Norm für die Laufrichtung auf einem Buchrücken existiert in Deutschland, Österreich und der Schweiz beispielsweise nicht. (3) Die meisten Bücher im deutschsprachigen Raum werden allerdings von unten nach oben beschriftet, weil die Verlage davon ausgehen, dass der Großteil der Leser Rechtshänder ist und somit ein Buch mit der rechten Hand aus dem Regal nimmt und während der Suche nach einem Buch den Kopf nach links neigt. So sind die Titel im Regal schnell lesbar und der gewünschte Titel schnell gefunden. (5)

Bei englischsprachigen Werken ist es genau andersherum. Im Gegensatz zum linksdrehenden Längstitel wird hier beim rechtsdrehenden Längstitel der Titel von oben nach unten abgebildet. Man muss also bei einem im Regal stehenden Buch den Kopf nach rechts neigen, um den Titel lesen zu können. (4) Sind die Bücher dick genug, kann ihr Titel auch horizontal aufgebracht sein.

Ein Vorteil der angelsächsischen Variante ist, dass der Titel auch lesbar ist, wenn das Buch mit der Vorderseite nach oben flach im Regal liegt. Das Cover und der Text auf dem Buchrücken können also gleichzeitig gelesen werden. (5) Außerdem kann diese Variante sinnvoll sein, wenn die Lesbarkeit des Rücktitels wichtig ist wie auch bei buchähnlichen Publikationen wie einem Geschäftsbericht oder Katalog. Auch großformatige Publikationen wie Fotobücher profitieren von dieser Variante. (4)

Wie haben wir das nun im Eichhörnchenverlag gemacht? Da wir (bisher) keine Reihe und nur zwei zusammenhängende Bücher herausgebracht haben, nämlich die KLEINE VOGEL-WUNDERKAMMER plus Begleitbuch, sind unsere Buchrücken unterschiedlich gestaltet und dem Design und dem Format der verschiedenen Bücher angepasst. Was sich allerdings fast immer findet ist unser Logo, dass durch seine Form ziemlich perfekt Platz auf einem Buchrücken findet. Und man weiß immer, wo die Bücher des Eichhörnchenverlags im Regal stehen. Bis auf eine Ausnahme ist immer der Titel des Buches zu lesen, oft auch der Name des/der Künstler*in.

Bei den LANDTIEREN findet sich gar keine Schrift auf dem Buchrücken, da Titel- und Rückseite aus einem weiteren zusammenhängenden Bild von Susanne Haun bestehen und ein Aufdruck dieses Bild eher gestört hätte. Die eindeutige Gestaltung des Buches gibt auch so Auskunft darüber, um welches Buch es sich handelt. Bei einer unserer Neuerscheinungen, dem WINDKIND, haben wir zum ersten Mal mit Goldfolienprägung gearbeitet, die sich auch auf dem Buchrücken wiederfindet und diesen zu etwas ganz Besonderem machen.

Schaut doch auch mal in euer Bücherregal und entdeckt die Feinheiten der Buchrücken. Es gibt erstaunlich viel zu entdecken.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1) Rothhaas, Julia: Umschlagplatz, 13. November 2015, unter: https://www.sueddeutsche.de/stil/buchruecken-umschlagplatz-1.2734411 (letzter Aufruf: 10.02.2021).

2) Merschmann, Yvonne: Ein schöner Rücken kann entzücken: Buchrücken, 26. August 2018, unter: https://seitenglueck.wordpress.com/2018/08/26/allgemein-ein-schoener-ruecken-kann-entzuecken-buchruecken/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

3) ZVAB – Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher: Rückblickend betrachtet – Von der Schönheit des Buchrückens unter: https://www.zvab.com/antiquarische-buecher/buchruecken.shtml (letzter Aufruf: 10.02.2021).

4) Beinert, Wolfgang: Buchrücken, 14. Mai 2020, unter: https://www.typolexikon.de/buchruecken/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

5) Michalski, Thomas: Haben Sie schon mal über die Ausrichtung von Buchrücken nachgedacht?, 19. März 2012, unter: https://thomas-michalski.de/2012/03/19/haben-sie-schon-mal-uber-die-ausrichtung-von-buchrucken-nachgedacht/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

Titelbild: Bücher des Eichhörnchenverlags. Fotografie: SH, (c) Eichhörnchenverlag.

Manchmal muss man einfach raus, etwas Neues sehen und die eigenen vier Wände hinter sich lassen. Mich hat es zuletzt in unser Nachbarland Dänemark gezogen.

Dabei hat mich während der Reise nicht nur die große Familienschar samt zwei kleiner Wirbelwinde ordentlich auf Trab gehalten, auch das zauberhafte Meer hat mich wieder einmal komplett in seinen Bann gezogen.

Immer wenn ich an die See fahre, renne ich als erstes einmal die Dünen herunter an den Strand und schaue hinauf auf die große Weite, lausche dem Rauschen der Wellen und lasse mir den Wind um die Nasenspitze wehen. Dann fühle ich mich:

„Schwerelos aufgehoben | Einem Adler Engel gleich“.

Diese schönen Worte hat Gerd Knappe gefunden und zusammen mit Elisa Brückner unser neues Bilderbuch WINDKIND gemacht.

Seid ihr auch so begeistert vom Meer? Schreibt uns gern!

Beitragsautorin: Katharina Schulze