Blick in die Pressemappe IV

Blick in die Pressemappe IV

Im Eichhörnchenverlag arbeiten wir derzeit an der Erstellung einer digitalen Pressemappe. Katharina Schulze hat dafür ein paar Fragen an die Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt formuliert. Einige davon stellen wir euch nach und nach hier auf dem Blog vor:

Katharina Schulze: Was sind die besonderen Herausforderungen dabei, auf dem Land ein Unternehmen zu führen?

Nina A. Schuchardt: Zunächst einmal: Ich lebe und arbeite gern auf dem Land. Ich mag die Stille und die Einsamkeit hier. Ich schätze die Möglichkeit rausgehen und dabei trotzdem ganz allein sein zu können und ich liebe es, der Natur in all ihren Facetten und ihrem täglichen Wandel zuschauen zu können. Daraus schöpfe ich innere Ruhe und Zufriedenheit, während ich mich bei allen Freuden und Vorteilen des Stadtlebens zu meiner Zeit in Berlin oft wie in einem Stapel Schuhkartons eingesperrt fühlte und unfrei bei dem Gedanken, mit jedem Schritt vor die Tür immer im öffentlichen Raum zu stehen.

Die Herausforderung des Landlebens bezogen auf die Verlagsarbeit und Unternehmensführung besteht eindeutig in der Schwierigkeit mit Kolleg*innen, Partner*innen und Kund*innen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Der regelmäßige persönliche Austausch fehlt ganz klar und das nicht nur in der Pandemie, wenn auch gerade ganz besonders und ist auch nicht per Mail und Telefon zu ersetzen.

In diesem Sinne geht an dieser Stelle ein herzlicher Gruß an alle, die noch auf eine Antwortmail von mir warten. Ihr seid nicht vergessen!

Ich bin dankbar dafür, dass wir zumindest eine Internetverbindung haben, die meistens zuverlässig ist (auch wenn wir in unserer Zeit hier auch schon den ein oder anderen Tag ohne Strom angesammelt haben) und inzwischen auch fast alle mit den Möglichkeiten der Videokonferenz vertraut sind. Das hilft. Trotzdem freue ich mich natürlich, wie so viele andere auch, auf den Moment, wenn echte persönliche Begegnungen wieder möglich sind und werde dem Aspekt der persönlichen Vernetzung als Teil der Verlagsarbeit in Zukunft sicher noch mehr Aufmerksamkeit schenken.

Beitragsbild: Antje Rother und Nina A. Schuchardt bei der Arbeit an dem Bilderbuch LANDTIERE von Gerd Knappe und Susanne Haun auf dem Hof des Eichhörnchenverlags. (c) privat.

Im Eichhörnchenverlag arbeiten wir derzeit an der Erstellung einer digitalen Pressemappe. Katharina Schulze hat dafür ein paar Fragen an die Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt formuliert. Einige davon stellen wir euch nach und nach hier auf dem Blog vor:

Katharina Schulze: Wie bist du auf die Idee gekommen, einen eigenen Verlag zu gründen?

Nina A. Schuchardt: Ich bin in einem kunst- und kulturaffinen Umfeld aufgewachsen, das mich früh in die Welt der bildenden Künste, der Musik, des Theaters und der Literatur eingeführt hat. Als ich mich nach dem Abitur entschloss, Kunstgeschichte zu studieren, habe ich trotzdem – eher nicht von meiner Familie, aber doch von Freund*innen und Bekannten – oft die Frage gehört, was ich damit denn später mal anfangen wolle? Mit den Kultur- und Geisteswissenschaften sei schließlich kein Geld zu verdienen. Oft verbunden mit dem Hinweis, ich solle doch besser „etwas vernünftiges“ studieren.

Das ist eine Frage, die ich damals meistens als übergriffig empfunden habe, denn sie implizierte für mich die eigene Neigung und Leidenschaft sei es nicht wert, in größerem Umfang verfolgt zu werden, wenn sie nicht auch sicher monetär ausbeutbar wäre, ja verdiene nicht einmal die eine Chance, die in einem Versuch liegt. An schlechten Tagen habe ich auf diese Frage darum geantwortet, ich würde eigentlich auf Imbissbudenverkäuferin oder Taxifahrerin studieren. An guten Tagen habe sagte ich, dass ich mir zum Beispiel vorstellen könnte, in einem Kunstbuchverlag zu arbeiten, auch wenn ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte, wie die Arbeit in einem Verlag eigentlich genau aussieht. Ich denke, dass in dieser Antwort auf eine unbequeme Frage das Samenkorn meiner späteren Verlagsgründung lag.

Die Idee zu einem eigenen Bilderbuchverlag reifte dann ab Anfang 2015. Da war mein Kind gerade ein Dreivierteljahr alt und schon ein echter Bücherwurm. Ich fand die Zeit, die wir gemeinsam mit dem Betrachten und Vorlesen von Bilderbüchern verbrachten richtig schön und unheimlich wertvoll und war gleichzeitig zunehmend frustriert davon, weil es so wenige Pappebücher gab, die uns beide gleichermaßen Freude gemacht hätten. Die bildnerisch spannendsten Pappebilderbücher in unserem Regal waren bis auf wenige Ausnahmen schon seit Generationen in der Familie. Das fand ich als betrachtungsgeschulte Person unbefriedigend und ich merkte, dass mir das auch die Lust an der gemeinsamen Bilderbuchbetrachtung mit meinem Kind schmälerte.

Der tatsächliche Gründungsimpuls entstand aber in einer Ausstellung der Künstlerin Susanne Haun, die ich 2015 kuratiert und auch gemeinsam mit meinem, dann schon ein Jahr alten Kind besucht hatte. In dieser Ausstellung konnte ich erleben, dass mein Kind und ich von den gleichen Bildern, aber auf ganz unterschiedlichen Ebenen angesprochen und fasziniert wurden und ich erkannte, dass genau das der Moment war, den ich in Pappebüchern oft vermisste und entsprechend selbst umsetzen wollte.

Zum Glück hat Susanne Haun dann auch gleich zugesagt, mit mir an einem ersten Bilderbuch zu arbeiten. Daraus wurde dann das Bilderbuch LANDTIERE von Gerd Knappe, Susanne Haun und Thomas Lemnitzer.

Beitragsbild: Die ersten fünf Bücher des Eichhörnchenverlags. (c) Eichhörnchenverlag.

Im Eichhörnchenverlag arbeiten wir derzeit an der Erstellung einer digitalen Pressemappe. Katharina Schulze hat dafür ein paar Fragen an die Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt formuliert. Einige davon stellen wir euch nach und nach hier auf dem Blog vor und weil gestern Tag des Eichhörnchens war, macht die Frage nach dem Verlagsnamen den Anfang:

Katharina Schulze: Wie bist du auf den Namen Eichhörnchenverlag gekommen?

Nina A. Schuchardt: Ich habe einmal ein Eichhörnchenkind gefunden und aufgepäppelt, das offenbar aus dem Kobel gefallen und von seiner Familie verlassen worden war. Aus dem Familienkreis kam kurz vor der Verlagsgründung dann der Vorschlag, auf diese Geschichte Bezug zu nehmen.

Es hat sich übrigens herausgestellt, dass das Eichhörnchen blind war, weshalb auch das Verlagshörnchen im Logo eine Augenbinde trägt. Ich denke, dass das gerade für einen Bilderbuchverlag eine interessante Einladung zur Beschäftigung mit dem Sehen als Fähigkeit und Prozess ist. Der Begriff des Sehens führt für mich dabei weit über das rein visuelle Sehen hinaus und bedeutet mir vielmehr Entdecken, Erforschen und Begreifen im weiteren Sinne.

Das Eichhörnchen selbst erhielt von uns damals den Namen Mad Eye Artemis Moody nach der Romangestalt mit dem magischen Auge aus den Harry Potter-Büchern und der griechischen Göttin des Waldes.


Mehr über das blinde Eichhörnchen in unserem Logo könnt ihr unter Das Logo und das Eichhörnchen und unter Das Logo und das Eichhörnchen – Teil II. Von blinden und sehenden Eichhörnchen… nachlesen.

(c) Beitragsbild: Eichhörnchen. Collage von Susanne Haun.

Im Eichhörnchenverlag gibt es in dieser Woche richtig was zu feiern!

Unser Team bestehend aus Nina A. Schuchardt (Gründerin, Inhaberin, Geschäftsleitung), Antje Rother (Grafik), David Wischner (technischer Support) und all den fantastischen Künstler*innen und Autor*innen, deren Werke wir für euch verlegen dürfen, heißt ein neues Mitglied willkommen.

Katharina Schulze, die schon einmal eine Zeit als Praktikantin bei uns war, ist ab sofort die rechte Hand des Eichhörnchenverlags und als solche unter k.schulze@eichhoernchenverlag.de für euch erreichbar. Sie ist Kulturhistorikerin und verfügt außerdem über ein beeindruckend großes und buntes popkulturelles Wissen, das ich staunend bewundere und natürlich lässt sie sich von richtig gut gemachten Büchern begeistern!

Bereits seit 2017 könnt ihr von Katharina Schulze auf unserem Blog übrigens die Artikel Muttertag – ein kritischer Rückblick in das Jahr 1923, Textile Kunst und Impressionen von der Textile Art Berlin und Monster in Kinderbüchern lesen.

Liebe Katharina, ich freue mich riesig, dass du nun (wieder) da bist und hoffe, du wirst dich bei uns wohlfühlen! Was sollten wir sonst noch über dich wissen?

Nina A. Schuchardt

Ich freue mich sehr wieder Teil des Eichhörnchenverlags zu sein und erneut völlig einzutauchen in die wunderbare bunte Welt der Bilderbücher.

Geboren und aufgewachsen bin ich in der beschaulichen Uckermark, schon bald nach dem Abitur zog es mich aber in die weite Welt der deutschen Universitätsstädte und so lebte ich die nächsten Jahre in Leipzig, Chemnitz und Frankfurt/Oder. Dort studierte ich Kulturwissenschaften und europäische Kulturgeschichte. Seit einigen Jahren bin ich in Berlin angekommen und habe mich um eine zweite Hälfte und ein Mini-Me vergrößert.

Ich liebe Bücher und kann mir auch nur schwer welche ausleihen, weil ich dann nicht bei jeder Gelegenheit wieder in sie hineinblättern kann, wenn ich an eine bestimmte Zeile oder Formulierung aus einem Werk denke. Und ich vermisse sie, wenn ich sie nicht in meinem Bücherregal weiß. Neben dem geschriebenen Wort ist auch das Musizieren eine meiner Leidenschaften, der ich fröne, wenn es die turbulenten Tage erlauben. Einen meiner Lieblingsorte ist das Meer, es gibt kaum ein vergleichbares Gefühl als das Rauschen der Wellen und den Wind auf der Haut. Deshalb freue ich mich schon ganz besonders auf das WINDKIND.

Nachdem ich bereits 2017 als Praktikantin im Eichhörnchenverlag war, heißt es jetzt: auf zu neuen Taten!

Katharina Schulze

Für die Kampagne #starkfürsbuch haben wir an den vergangenen drei Montagen je ein Video veröffentlicht, in welchem ich (Nina. A. Schuchardt) ein Kunstwerk aus meinem Privatbesitz vorstelle, das mich persönlich besonders beschäftigt und auch mit dem Eichhörnchenverlag in besonderer Verbindung steht.

Es war eine spannende Erfahrung diese Videos aufzunehmen, manchmal auch frustrierend, zum Beispiel weil das extra für dieses Projekt (vor 4 Wochen) bestellte Mikrofon bis zuletzt nicht ankam. Auch war es eine ganz neue Herausforderung, einem vollkommen unbekannten Publikum etwas vermitteln zu wollen, dessen Vorwissen und Interesse absolut nicht einschätzbar ist. Bei einer Rede, zum Beispiel anlässlich einer Ausstellungseröffnung, ist es möglich, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und auf Reaktionen einzugehen. Das kann manchmal aus dem Konzept bringen, aber es ist auch auf eine Weise lohnend und motivierend, die ich bei der Aufnahme der Videos vermisst habe.

Nichtsdestotrotz bin ich unter den gegebenen Umständen zufrieden mit meinen allerersten drei Videos und kann mir vorstellen, dass es in Zukunft auch neues Futter für den gerade eingerichteten YouTube-Kanal des Eichhörnchenverlags geben kann.

Bis dahin freue ich mich über Anregungen, Fragen, Kommentare!

Übrigens: Die Kampagne #starkfürsbuch läuft noch bis zum 8. Mai 2020 mit zahlreichen kreativen Aktionen vieler wunderbarer Akteure und zu gewinnen gibt es auch etwas. Schaut doch mal vorbei!

Unsere drei Videos gibt es hier:

Und ihr habt es doch gemerkt!

Es war still auf unserem Blog in den vergangenen Wochen, ja Monaten. Zuerst hatten wir mit den Vorbereitungen der Leipziger Buchmesse zu tun, dann wurde die Messe abgesagt und es folgte ein großes Loch voller Fragezeichen. Mit der Einführung der Kontaktsperre und der Aussetzung fast des gesamten öffentlichen Lebens wurde dann für uns alle viel Alltag plötzlich gestrichen und auf den Kopf gestellt. Inzwischen geht es wieder einigermaßen hier im Eichhörnchenverlag. Wir haben uns neue Alltagsstrukturen aufgebaut, haben viel Post verschickt und bekommen und sind jetzt Profis in Fragen des Long-Distance-Kontakts. Es ist deutlich weniger möglich als zuvor, auch mit Blick auf das Arbeitspensum, aber einiges geht eben doch und darum soll es dann nun auch mit dem Blog weiter gehen. An Themen schließlich mangelt es nicht!

Es blüht – auch in der Krise – viel Schönes gerade im Buchbereich und im Netz! Wir möchten euch heute darum dringend ans Herz legen, den Blog unserer Autorin und Illustratorin Fulya Gezer kennenzulernen! Unter www.fulyaswork.wordpress.com stellt sie auf Deutsch und Türkisch ihre verschiedenen Projekte aus dem Bereich der Kunst und Kunstpädagogik vor.

Ihr jüngster Post handelt von ihrem, dieses Frühjahr im Eichhörnchenverlag erschienenen Bilderbuchdebüt, dem Mitmachbilderbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG .

Von wunderschönen Fotos des Buches begleitet schreibt sie dort:

Wie können wir der Kreativität in uns vertrauen? Wie erreichen wir die Anfänge der Wege unserer Vorstellungskraft, die wir zwar in uns spüren können, von denen wir aber noch nicht wissen, wie sie verlaufen und wohin genau wir auf diesen Wegen gehen können?

İDA’NIN YOLU / IDAS WEG ist ein Bilderbuch, dass ich illustriert und geschrieben habe. Es entstand in der Zeit von März bis Juli 2018 als meine Bachelor-Arbeit im Studiengang Kunstpädagogik. Idas Weg ist ein künstlerisches Mitmachbilderbuch für Kinder. Es darf auf den Seiten dieses Buches frei geklebt, gezeichnet, geschrieben und gemalt werden, was und wie ihr wollt!

Die Hauptfigur der Geschichte ist das Rehkitz Ida. Ida ist gelangweilt von der ewigen Routine aller Tage, bis an einem solchen Tag eine Walnuss am Rand des Weges ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Linien auf der Walnussschale bringen Ida auf die Idee, sich selbst auf den Weg zu machen…

Die weitere Entdeckung der Geschichte überlasse ich euch Leser*innen und wünsche euch freudvolles Lesen, Zeichnen, Schreiben :).

(c) Fulya Gezer.

Außerdem beteiligt sich der Eichhörnchenverlag an der Kampagne #starkfürsbuch auf Facebook und Instagram initiiert vom Kindermann Verlag und mit vielen weiteren tollen Teilnehmer*innen.

Unser Beitrag zu dieser schönen Kampagne besteht aus drei Videos mit dem Thema: „Kunst, die glücklich macht, zum Wochenstart – Einblicke in die private Bildersammlung der Verlegerin Nina A. Schuchardt für kleine und große Menschen.“

Video Nr. 2 und 3 könnt ihr am Montag, den 27. April und 4. Mai, jeweils um 13:00 Uhr erwarten. Bis dahin dann hoffentlich auch mit vernünftigem Mikro… 😉

Video Nr. 1 findet ihr derweil bereits im Netz zum Beispiel auf unserem nigelnagelneuem YouTube-Kanal! 🙂

Liebe Freund*innen des Eichhörnchenverlags, haltet die Ohren steif und seid gut zu euch und euren Lieben. Eure Nina

Headerbild: Eichhörnchen. Zeichnung von (c) Susanne Haun.

Drei Jahre nach der Gründung des Eichhörnchenverlags ist es an der Zeit, euch endlich einmal die Person vorzustellen, die bei uns dafür verantwortlich ist, dass aus guten Bilderbuchinhalten auch wirklich gute Bücher werden.

Haben Autor*innen und Künstler*innen ihre Arbeit getan, sind Texte und Bilder fertig, steckt das Buch selbst trotzdem noch lange in seinen Kinderschuhen.

Antje Rother

Das zum Inhalt passende Material will gefunden, ein stimmiges Format entschieden werden. Manche Bilder haben reproduktionsbedingte Fehler, die ausgeglichen werden müssen, Schriften müssen gefunden, Satz und Layout konzipiert und umgesetzt werden. All dies tut im Eichhörnchenverlag federführend Antje Rother.

Wir sind es gewohnt, unter den Urheber*innen eines Buches nach deren Autor*innen, Künstler*innen und Illustrator*innen zu fragen, dabei ist der Anteil der Grafiker*innen am Buchobjekt ebenso maßgeblich für dessen Anmutung und Erfolg. Ihr Können rückt alles andere erst in das richtige Licht, ihr Können entscheidet, ob wir im Buchladen Lust bekommen, ein bestimmtes Buch in die Hand zu nehmen, ihr Können gibt unabhängig von der Qualität des Inhalts eines Buches den Ausschlag darüber, ob ein Buch selbst gut ist, oder nicht.

Mit Antje Rother hat der Eichhörnchenverlag von Anfang an eine herausragende Grafikerin im Team. Fünf Bilderbücher, zwei Bilderadventskalender, diverse Postkarten und nicht zuletzt unser Verlagslogo, welches ebenfalls ihre Kreation ist und von welchem hier und hier schon einmal berichtet wurde, zeugen davon. Dass sie nicht nur meisterlich versteht, den Arbeiten anderer einen passenden Rahmen zu geben, sondern auch selbst ein vorzügliche und im besten Sinne eigensinnige Künstlerin ist, wissen all jene, die sie ein klein wenig persönlich kennen und können alle erahnen, die schon einmal das Buch KLEINE VOGEL-WUNDERKAMMER – BEGLEITBUCH MIT NAMEN in der Hand hatten, dessen Grafiken sämtlich von ihr stammen.

Wir erwarten in den nächsten drei Jahren noch viel Spannendes und Schönes von Antje Rother zu sehen und wir freuen uns schon darauf!

Heute beginnt die zweite Etappe der großen Insektenzählung des NABU in diesem Jahr. Bei dieser Aktion, kann jede*r mitmachen, der Lust hat, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, alle möglichen Sechsbeiner zu beobachten und dabei einen kleinen aber wertvollen Beitrag zur Insektenforschung in Deutschland zu leisten.

Ein guter Anlass für uns, einmal in unseren Büchern zu schauen, was dort so kreucht und fleucht. In unserem Bilderbuch Landtiere finden sich immerhin acht Insekten, vier verschiedener Arten und auch unter unseren Monsterkindern finden sich zwei Sechsbeiner, nämlich das lesende kleine Monster und das Ball spielende kleine Monster… ob die wohl zählen? In Die Geschichte von Tui-Tiu sind keine Insekten zu entdecken, das wird aber wohl an der Bildfokussierung auf den Makrokosmos liegen. Bei einer solch schönen Küstenlandschaft, die mit Buschwerk, Bäumen und steinigen Abschnitten einen derart abwechslungsreichen Lebensraum bietet, scheint es kaum vorstellbar, dass sie nicht von unterschiedlichstem Leben wimmelt! 😉 Den ganz großen Sprung in Sachen Biodiversität werden wir aber erwartbar erst mit unseren Vögeln von Jesko Donst machen, von welchen letzte Woche berichtet wurde.

Spaß beiseite. Nachdem wir im letzten Jahr alle die Nachrichten von dem schlimmen in Krefeld eindrucksvoll nachgewiesenen Rückgang der Insektenzahl gehört haben, ist es Zeit auch mit Blick auf dieses ökologische Desaster innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir tun können. Manche größere Maßnahme in dieser Sache muss politisch entschieden und durchgesetzt werden, es gibt aber auch viele kleine Dinge, die jede*r von uns tun kann, um es den Insekten in unserer Umgebung ein wenig leichter zu machen.

Wir können zum Beispiel darauf achten, unsere Lebensmittel möglichst von Herstellern zu beziehen, die auf Breitbandherbizide (Unkrautvernichtungsmittel, die in der Regel Glyphosat enthalten) zu verzichten (und in unseren eigenen Gärten auf Gifte verzichten!) oder wir können bei der Einrichtung und Pflege unserer Balkone, Gärten und öffentlichen Grünanlagen darauf achten, neben der angestrebten Ästhetik auch die verschiedenen Lebensräume und ihre Bewohner mitzubedenken und gegebenenfalls zu schützen. Beim Rasenmähen lässt sich da beispielsweise ein leichter Anfang machen und der Umweltschutz auch mit ästhetischer und kunstgeschichtlicher Theorie verbinden!

Wenn beim Eichhörnchenverlag der Rasen gemäht wird, melden sich darum neben einem persönlichen Bedürfnis (Ich möchte meinen Rasen kurz haben, weil ich das an manchen Stellen ganz schön und auch für meine Nutzung der Rasenfläche als angenehm empfinde.) einige Fragen: Wie kurz möchte ich das Gras tatsächlich haben? (Die Biomasse in einer Rasenfläche kann erheblich zunehmen, wenn die Halme nur einige Zentimeter länger gelassen werden. Wer seinen Rasenmäher verstellen kann, sollte diese Funktion also ruhig nutzen, weil es einen großen Unterschied machen kann, ob die Halme nun 3, 5 oder 7 cm lang sind.) und: Welche Flächen möchte ich tatsächlich gemäht haben? Wo kann ich vielleicht wilde Inseln stehen lassen? Reicht es in manchem Teil meines Gartens, nur einen Weg in die Wiese zu mähen, um zeckenfrei von A nach B zu kommen?

Auf diesem Wege konnten wir in unserem Garten schon einiges an spannendem wilden Leben beobachten und ich habe für mich herausgefunden, dass meinen kleinen wilden Wieseninseln für mich eine ähnliche Funktion erfüllen, wie die Staffagebauten im Englischen Landschaftsgarten. Sie akzentuieren meine Gartenlandschaft, geben den Augen nicht zuletzt durch ihre Bewohner etwas zu verweilen und dem Kopf Freiraum zu sinnieren und sie bewahren einen Anschein von Natur anstelle von durchchoreografierter Pflanzkultur. Klingt ganz schön oder? Ist es auch. 🙂

Wir wünschen euch allen ein flatterhaftes und krabbelig schönes Wochenende!

Mehr kunsttheoretisch beschwingte Ausflüge in die Brandenburgische Gartengeschichte gibt es hier. Außerdem sei an dieser Stelle auf die etwas älteren Blogbeiträge zur Fliege in der Kunst und unseren Postkartengrashüpfer verwiesen.

Die anstehende Lieferung unseres Neulings Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou hat für Aufregung gesorgt in der letzten Woche, wenn auch auf ganz andere Weise als noch im letzten Blogeintrag gedacht!

Fast schon in letzter Minute musste uns die Druckerei SachsenDruck in Plauen die termingerechte Lieferung des Buches absagen. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle und Reparaturarbeiten kommt es dort offenbar zu Verzögerungen an der Kaschierstrecke. Soetwas kann schon einmal passieren und wir wünschen den Mitarbeiter*innen von SachsenDruck von Herzen alles Gute für eine schnelle Genesung und dass bald wieder alles läuft, wie am Schnürchen!

Der neue Liefertermin ist nun morgen am 24. April und damit dann alles ein Wenig schneller geht, werden jetzt schon einmal die Umschläge für den Weiterversand adressiert. So können die Bücher morgen ohne weitere Verzögerung in eure Hände flattern!

 

Verlosung Die Geschichte von Tui-Tiu

Heute ist übrigens der UNESCO-Welttag des Buches. Wir nehmen das zum Anlass, den ganzen Tag zu schmökern und vorzulesen, was das Zeug hält und auch zwei Exemplare von Die Geschichte von Tui-Tiu unter euch zu verlosen!

An der Verlosung teilnehmen könnt ihr, indem ihr einfach auf Facebook oder Twitter geht und dort unseren Beitrag zur Verlosung teilt, bzw. retweeted oder ihr hinterlasst hier unter diesem Blogbeitrag einen kurzen Kommentar.

Viel Glück!

 

Teilnahmebedingungen:

Die Verlosung von zwei Mal einem Exemplar von „Die Geschichte von Tui-Tiu“ von Gerda Kazakou endet am Sonntag, den 29.04.2018 um 23.59 Uhr. Jede*r, die/der unter dem Blogbeitrag vom 23.03.2018 auf www.eichhoernchenverlag.de/blog/ einen Kommentar hinterlässt, den Facebookpost zur Verlosung teilt oder auf Twitter den Tweet zur Verlosung retweeted, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen. Es entscheidet das Los. Die Gewinner werden von Nina A. Schuchardt benachrichtigt. Im Falle eines Gewinns wird Nina A. Schuchardt per Mail oder per Direktnachricht eine Lieferanschrift erfragen, an welche das Buch versandt werden kann. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des Eichhörnchenverlags und deren Familienangehörige sind von der Verlosung ausgeschlossen. Viel Glück!

Ich bin aufgeregt.

In der kommenden Woche erscheint Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou. Bevor wir sie in die Welt schicken, müssen die fertigen Bücher aber erst von der Druckerei SachsenDruck in Plauen geliefert werden. Auch das steht in der kommenden Woche an und das ist immer spannend! Natürlich haben wir mit der Druckerei einen Liefertermin vereinbart, aber trotzdem kommt es vor, dass der tatsächliche Lieferzeitpunkt davon abweicht. Bisher sind die Bücher eher ein oder zwei Tage früher gekommen. Ich war da nicht unglücklich drüber.
Eine – geografisch bedingte – Schwierigkeit ist die Anlieferung der Bücher selbst und ihr Transfer vom Lieferfahrzeug in unser Lager. Der Eichhörnchenverlag hat seinen Sitz im platten Brandenburger Land, fast schon am Waldrand. Unsere Straße ist so klein, dass es hier nicht einmal Straßenlaternen gibt, auch keinen Fußgängerweg, geschweige denn zwei Spuren… Die Straße ist eine Sackgasse und endet direkt am Wald mit nur bedingten Wendemöglichkeiten. Diese Situation stellt LKW-Fahrer regelmäßig vor Herausforderungen.
Die Müllabfuhr löst das Problem gelegentlich, indem sie rückwärts in unsere Straße fährt. Bis sie dann am letzten Hof angekommen ist, kann es schon einmal eine Weile dauern.
Bei der Lieferung der Monsterkinder versuchte der Fahrer die Variante „Wenden auf der Wiese“. Ein Modell, was wohl nur bei trockenem Wetter zu empfehlen ist.
Die Lieferung der Monsterkinder war früh dran. Ich hatte sie erst am nächsten Tag erwartet. Deshalb dachte ich zunächst auch nicht an die Bücher, als ein LKW auf der Wiese gegenüber wendete (der Fahrer hatte sich überlegt vor dem Abladen zu wenden…). Ihr müsst wissen, unsere direkten Nachbarn führen einen Demeterbetrieb mit einer Rinderzucht und natürlich müssen diese Tiere gelegentlich transportiert werden. Manche Tiertransporter sind auf den ersten Blick kaum von anderen LKW zu unterscheiden. Ich dachte also zunächst, es hätte vielleicht jemand ein paar Kühe gekauft, die nun abgeholt würden und sich während des Wendemanövers im Transporter bewegten. Der LKW schwanke tatsächlich beachtlich. Die Wiese ist uneben und es sah zunächst so aus, als hätte der LKW sich festgefahren. Ich ging also raus, um zu fragen, ob ich vielleicht doch noch einmal unseren Nachbarn samt Traktor dazu holen sollte. Das war dann aber doch nicht nötig und LKW samt Monsterkindern schafften es aus eigener Kraft von der Wiese.
Schritt eins geschafft! Schritt zwei bedeutet, die Bücher vom LKW ins Lager zu schaffen. Ihr könnt es euch denken. Mit einem LKW direkt vor unseren Lagereingang zu fahren ist utopisch! Also laden wir die Kartons am LKW direkt von der Palette ab und stapeln sie in einen PKW, der es bis vor die Tür schafft, weil er einfach kleiner ist. Wo das Gerät fehlt, sind Kreativität und Muskelkraft gefragt. 🙂 Bisher hatten wir dabei auch immer Glück mit dem Wetter, soll heißen: es hat nicht geregnet. Drückt uns die Daumen, dass es dabei bleibt! Außerdem hatten wir bisher auch immer sehr freundliche Unterstützung beim Umladen der Kartons vom Fahrer des LKW, sodass die Arbeit tatsächlich recht schnell gemacht ist.
Übrigens erlebt man die allermeisten LKW-Fahrer, die einem hier so begegnen als sehr entspannt und erstaunlich wenig genervt, von der schwierigen Situation. Einer meinte sogar, er führe viel lieber hierher, als nach Berlin zum Beispiel, weil es hier zwar eng und die Wege weit seien, dafür aber der Verkehr sehr entspannt und die Landschaft schön.
Nichtsdestotrotz: Ich gehe aufgeregt in die neue Woche! …aber auch voller freudiger Erwartung!

Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou kann in unserem Onlineshop vorbestellt werden.