Die Sache mit dem Filmen

Die Sache mit dem Filmen

Für die Kampagne #starkfürsbuch haben wir an den vergangenen drei Montagen je ein Video veröffentlicht, in welchem ich (Nina. A. Schuchardt) ein Kunstwerk aus meinem Privatbesitz vorstelle, das mich persönlich besonders beschäftigt und auch mit dem Eichhörnchenverlag in besonderer Verbindung steht.

Es war eine spannende Erfahrung diese Videos aufzunehmen, manchmal auch frustrierend, zum Beispiel weil das extra für dieses Projekt (vor 4 Wochen) bestellte Mikrofon bis zuletzt nicht ankam. Auch war es eine ganz neue Herausforderung, einem vollkommen unbekannten Publikum etwas vermitteln zu wollen, dessen Vorwissen und Interesse absolut nicht einschätzbar ist. Bei einer Rede, zum Beispiel anlässlich einer Ausstellungseröffnung, ist es möglich, mit dem Publikum in Kontakt zu treten und auf Reaktionen einzugehen. Das kann manchmal aus dem Konzept bringen, aber es ist auch auf eine Weise lohnend und motivierend, die ich bei der Aufnahme der Videos vermisst habe.

Nichtsdestotrotz bin ich unter den gegebenen Umständen zufrieden mit meinen allerersten drei Videos und kann mir vorstellen, dass es in Zukunft auch neues Futter für den gerade eingerichteten YouTube-Kanal des Eichhörnchenverlags geben kann.

Bis dahin freue ich mich über Anregungen, Fragen, Kommentare!

Übrigens: Die Kampagne #starkfürsbuch läuft noch bis zum 8. Mai 2020 mit zahlreichen kreativen Aktionen vieler wunderbarer Akteure und zu gewinnen gibt es auch etwas. Schaut doch mal vorbei!

Unsere drei Videos gibt es hier:

Und ihr habt es doch gemerkt!

Es war still auf unserem Blog in den vergangenen Wochen, ja Monaten. Zuerst hatten wir mit den Vorbereitungen der Leipziger Buchmesse zu tun, dann wurde die Messe abgesagt und es folgte ein großes Loch voller Fragezeichen. Mit der Einführung der Kontaktsperre und der Aussetzung fast des gesamten öffentlichen Lebens wurde dann für uns alle viel Alltag plötzlich gestrichen und auf den Kopf gestellt. Inzwischen geht es wieder einigermaßen hier im Eichhörnchenverlag. Wir haben uns neue Alltagsstrukturen aufgebaut, haben viel Post verschickt und bekommen und sind jetzt Profis in Fragen des Long-Distance-Kontakts. Es ist deutlich weniger möglich als zuvor, auch mit Blick auf das Arbeitspensum, aber einiges geht eben doch und darum soll es dann nun auch mit dem Blog weiter gehen. An Themen schließlich mangelt es nicht!

Es blüht – auch in der Krise – viel Schönes gerade im Buchbereich und im Netz! Wir möchten euch heute darum dringend ans Herz legen, den Blog unserer Autorin und Illustratorin Fulya Gezer kennenzulernen! Unter www.fulyaswork.wordpress.com stellt sie auf Deutsch und Türkisch ihre verschiedenen Projekte aus dem Bereich der Kunst und Kunstpädagogik vor.

Ihr jüngster Post handelt von ihrem, dieses Frühjahr im Eichhörnchenverlag erschienenen Bilderbuchdebüt, dem Mitmachbilderbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG .

Von wunderschönen Fotos des Buches begleitet schreibt sie dort:

Wie können wir der Kreativität in uns vertrauen? Wie erreichen wir die Anfänge der Wege unserer Vorstellungskraft, die wir zwar in uns spüren können, von denen wir aber noch nicht wissen, wie sie verlaufen und wohin genau wir auf diesen Wegen gehen können?

İDA’NIN YOLU / IDAS WEG ist ein Bilderbuch, dass ich illustriert und geschrieben habe. Es entstand in der Zeit von März bis Juli 2018 als meine Bachelor-Arbeit im Studiengang Kunstpädagogik. Idas Weg ist ein künstlerisches Mitmachbilderbuch für Kinder. Es darf auf den Seiten dieses Buches frei geklebt, gezeichnet, geschrieben und gemalt werden, was und wie ihr wollt!

Die Hauptfigur der Geschichte ist das Rehkitz Ida. Ida ist gelangweilt von der ewigen Routine aller Tage, bis an einem solchen Tag eine Walnuss am Rand des Weges ihre Aufmerksamkeit auf sich zieht. Die Linien auf der Walnussschale bringen Ida auf die Idee, sich selbst auf den Weg zu machen…

Die weitere Entdeckung der Geschichte überlasse ich euch Leser*innen und wünsche euch freudvolles Lesen, Zeichnen, Schreiben :).

(c) Fulya Gezer.

Außerdem beteiligt sich der Eichhörnchenverlag an der Kampagne #starkfürsbuch auf Facebook und Instagram initiiert vom Kindermann Verlag und mit vielen weiteren tollen Teilnehmer*innen.

Unser Beitrag zu dieser schönen Kampagne besteht aus drei Videos mit dem Thema: „Kunst, die glücklich macht, zum Wochenstart – Einblicke in die private Bildersammlung der Verlegerin Nina A. Schuchardt für kleine und große Menschen.“

Video Nr. 2 und 3 könnt ihr am Montag, den 27. April und 4. Mai, jeweils um 13:00 Uhr erwarten. Bis dahin dann hoffentlich auch mit vernünftigem Mikro… 😉

Video Nr. 1 findet ihr derweil bereits im Netz zum Beispiel auf unserem nigelnagelneuem YouTube-Kanal! 🙂

Liebe Freund*innen des Eichhörnchenverlags, haltet die Ohren steif und seid gut zu euch und euren Lieben. Eure Nina

Headerbild: Eichhörnchen. Zeichnung von (c) Susanne Haun.

Drei Jahre nach der Gründung des Eichhörnchenverlags ist es an der Zeit, euch endlich einmal die Person vorzustellen, die bei uns dafür verantwortlich ist, dass aus guten Bilderbuchinhalten auch wirklich gute Bücher werden.

Haben Autor*innen und Künstler*innen ihre Arbeit getan, sind Texte und Bilder fertig, steckt das Buch selbst trotzdem noch lange in seinen Kinderschuhen.

Antje Rother

Das zum Inhalt passende Material will gefunden, ein stimmiges Format entschieden werden. Manche Bilder haben reproduktionsbedingte Fehler, die ausgeglichen werden müssen, Schriften müssen gefunden, Satz und Layout konzipiert und umgesetzt werden. All dies tut im Eichhörnchenverlag federführend Antje Rother.

Wir sind es gewohnt, unter den Urheber*innen eines Buches nach deren Autor*innen, Künstler*innen und Illustrator*innen zu fragen, dabei ist der Anteil der Grafiker*innen am Buchobjekt ebenso maßgeblich für dessen Anmutung und Erfolg. Ihr Können rückt alles andere erst in das richtige Licht, ihr Können entscheidet, ob wir im Buchladen Lust bekommen, ein bestimmtes Buch in die Hand zu nehmen, ihr Können gibt unabhängig von der Qualität des Inhalts eines Buches den Ausschlag darüber, ob ein Buch selbst gut ist, oder nicht.

Mit Antje Rother hat der Eichhörnchenverlag von Anfang an eine herausragende Grafikerin im Team. Fünf Bilderbücher, zwei Bilderadventskalender, diverse Postkarten und nicht zuletzt unser Verlagslogo, welches ebenfalls ihre Kreation ist und von welchem hier und hier schon einmal berichtet wurde, zeugen davon. Dass sie nicht nur meisterlich versteht, den Arbeiten anderer einen passenden Rahmen zu geben, sondern auch selbst ein vorzügliche und im besten Sinne eigensinnige Künstlerin ist, wissen all jene, die sie ein klein wenig persönlich kennen und können alle erahnen, die schon einmal das Buch KLEINE VOGEL-WUNDERKAMMER – BEGLEITBUCH MIT NAMEN in der Hand hatten, dessen Grafiken sämtlich von ihr stammen.

Wir erwarten in den nächsten drei Jahren noch viel Spannendes und Schönes von Antje Rother zu sehen und wir freuen uns schon darauf!

Heute beginnt die zweite Etappe der großen Insektenzählung des NABU in diesem Jahr. Bei dieser Aktion, kann jede*r mitmachen, der Lust hat, sich eine Stunde Zeit zu nehmen, alle möglichen Sechsbeiner zu beobachten und dabei einen kleinen aber wertvollen Beitrag zur Insektenforschung in Deutschland zu leisten.

Ein guter Anlass für uns, einmal in unseren Büchern zu schauen, was dort so kreucht und fleucht. In unserem Bilderbuch Landtiere finden sich immerhin acht Insekten, vier verschiedener Arten und auch unter unseren Monsterkindern finden sich zwei Sechsbeiner, nämlich das lesende kleine Monster und das Ball spielende kleine Monster… ob die wohl zählen? In Die Geschichte von Tui-Tiu sind keine Insekten zu entdecken, das wird aber wohl an der Bildfokussierung auf den Makrokosmos liegen. Bei einer solch schönen Küstenlandschaft, die mit Buschwerk, Bäumen und steinigen Abschnitten einen derart abwechslungsreichen Lebensraum bietet, scheint es kaum vorstellbar, dass sie nicht von unterschiedlichstem Leben wimmelt! 😉 Den ganz großen Sprung in Sachen Biodiversität werden wir aber erwartbar erst mit unseren Vögeln von Jesko Donst machen, von welchen letzte Woche berichtet wurde.

Spaß beiseite. Nachdem wir im letzten Jahr alle die Nachrichten von dem schlimmen in Krefeld eindrucksvoll nachgewiesenen Rückgang der Insektenzahl gehört haben, ist es Zeit auch mit Blick auf dieses ökologische Desaster innezuhalten und darüber nachzudenken, was wir tun können. Manche größere Maßnahme in dieser Sache muss politisch entschieden und durchgesetzt werden, es gibt aber auch viele kleine Dinge, die jede*r von uns tun kann, um es den Insekten in unserer Umgebung ein wenig leichter zu machen.

Wir können zum Beispiel darauf achten, unsere Lebensmittel möglichst von Herstellern zu beziehen, die auf Breitbandherbizide (Unkrautvernichtungsmittel, die in der Regel Glyphosat enthalten) zu verzichten (und in unseren eigenen Gärten auf Gifte verzichten!) oder wir können bei der Einrichtung und Pflege unserer Balkone, Gärten und öffentlichen Grünanlagen darauf achten, neben der angestrebten Ästhetik auch die verschiedenen Lebensräume und ihre Bewohner mitzubedenken und gegebenenfalls zu schützen. Beim Rasenmähen lässt sich da beispielsweise ein leichter Anfang machen und der Umweltschutz auch mit ästhetischer und kunstgeschichtlicher Theorie verbinden!

Wenn beim Eichhörnchenverlag der Rasen gemäht wird, melden sich darum neben einem persönlichen Bedürfnis (Ich möchte meinen Rasen kurz haben, weil ich das an manchen Stellen ganz schön und auch für meine Nutzung der Rasenfläche als angenehm empfinde.) einige Fragen: Wie kurz möchte ich das Gras tatsächlich haben? (Die Biomasse in einer Rasenfläche kann erheblich zunehmen, wenn die Halme nur einige Zentimeter länger gelassen werden. Wer seinen Rasenmäher verstellen kann, sollte diese Funktion also ruhig nutzen, weil es einen großen Unterschied machen kann, ob die Halme nun 3, 5 oder 7 cm lang sind.) und: Welche Flächen möchte ich tatsächlich gemäht haben? Wo kann ich vielleicht wilde Inseln stehen lassen? Reicht es in manchem Teil meines Gartens, nur einen Weg in die Wiese zu mähen, um zeckenfrei von A nach B zu kommen?

Auf diesem Wege konnten wir in unserem Garten schon einiges an spannendem wilden Leben beobachten und ich habe für mich herausgefunden, dass meinen kleinen wilden Wieseninseln für mich eine ähnliche Funktion erfüllen, wie die Staffagebauten im Englischen Landschaftsgarten. Sie akzentuieren meine Gartenlandschaft, geben den Augen nicht zuletzt durch ihre Bewohner etwas zu verweilen und dem Kopf Freiraum zu sinnieren und sie bewahren einen Anschein von Natur anstelle von durchchoreografierter Pflanzkultur. Klingt ganz schön oder? Ist es auch. 🙂

Wir wünschen euch allen ein flatterhaftes und krabbelig schönes Wochenende!

Mehr kunsttheoretisch beschwingte Ausflüge in die Brandenburgische Gartengeschichte gibt es hier. Außerdem sei an dieser Stelle auf die etwas älteren Blogbeiträge zur Fliege in der Kunst und unseren Postkartengrashüpfer verwiesen.

Die anstehende Lieferung unseres Neulings Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou hat für Aufregung gesorgt in der letzten Woche, wenn auch auf ganz andere Weise als noch im letzten Blogeintrag gedacht!

Fast schon in letzter Minute musste uns die Druckerei SachsenDruck in Plauen die termingerechte Lieferung des Buches absagen. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle und Reparaturarbeiten kommt es dort offenbar zu Verzögerungen an der Kaschierstrecke. Soetwas kann schon einmal passieren und wir wünschen den Mitarbeiter*innen von SachsenDruck von Herzen alles Gute für eine schnelle Genesung und dass bald wieder alles läuft, wie am Schnürchen!

Der neue Liefertermin ist nun morgen am 24. April und damit dann alles ein Wenig schneller geht, werden jetzt schon einmal die Umschläge für den Weiterversand adressiert. So können die Bücher morgen ohne weitere Verzögerung in eure Hände flattern!

 

Verlosung Die Geschichte von Tui-Tiu

Heute ist übrigens der UNESCO-Welttag des Buches. Wir nehmen das zum Anlass, den ganzen Tag zu schmökern und vorzulesen, was das Zeug hält und auch zwei Exemplare von Die Geschichte von Tui-Tiu unter euch zu verlosen!

An der Verlosung teilnehmen könnt ihr, indem ihr einfach auf Facebook oder Twitter geht und dort unseren Beitrag zur Verlosung teilt, bzw. retweeted oder ihr hinterlasst hier unter diesem Blogbeitrag einen kurzen Kommentar.

Viel Glück!

 

Teilnahmebedingungen:

Die Verlosung von zwei Mal einem Exemplar von „Die Geschichte von Tui-Tiu“ von Gerda Kazakou endet am Sonntag, den 29.04.2018 um 23.59 Uhr. Jede*r, die/der unter dem Blogbeitrag vom 23.03.2018 auf www.eichhoernchenverlag.de/blog/ einen Kommentar hinterlässt, den Facebookpost zur Verlosung teilt oder auf Twitter den Tweet zur Verlosung retweeted, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen. Es entscheidet das Los. Die Gewinner werden von Nina A. Schuchardt benachrichtigt. Im Falle eines Gewinns wird Nina A. Schuchardt per Mail oder per Direktnachricht eine Lieferanschrift erfragen, an welche das Buch versandt werden kann. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des Eichhörnchenverlags und deren Familienangehörige sind von der Verlosung ausgeschlossen. Viel Glück!

Ich bin aufgeregt.

In der kommenden Woche erscheint Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou. Bevor wir sie in die Welt schicken, müssen die fertigen Bücher aber erst von der Druckerei SachsenDruck in Plauen geliefert werden. Auch das steht in der kommenden Woche an und das ist immer spannend! Natürlich haben wir mit der Druckerei einen Liefertermin vereinbart, aber trotzdem kommt es vor, dass der tatsächliche Lieferzeitpunkt davon abweicht. Bisher sind die Bücher eher ein oder zwei Tage früher gekommen. Ich war da nicht unglücklich drüber.
Eine – geografisch bedingte – Schwierigkeit ist die Anlieferung der Bücher selbst und ihr Transfer vom Lieferfahrzeug in unser Lager. Der Eichhörnchenverlag hat seinen Sitz im platten Brandenburger Land, fast schon am Waldrand. Unsere Straße ist so klein, dass es hier nicht einmal Straßenlaternen gibt, auch keinen Fußgängerweg, geschweige denn zwei Spuren… Die Straße ist eine Sackgasse und endet direkt am Wald mit nur bedingten Wendemöglichkeiten. Diese Situation stellt LKW-Fahrer regelmäßig vor Herausforderungen.
Die Müllabfuhr löst das Problem gelegentlich, indem sie rückwärts in unsere Straße fährt. Bis sie dann am letzten Hof angekommen ist, kann es schon einmal eine Weile dauern.
Bei der Lieferung der Monsterkinder versuchte der Fahrer die Variante „Wenden auf der Wiese“. Ein Modell, was wohl nur bei trockenem Wetter zu empfehlen ist.
Die Lieferung der Monsterkinder war früh dran. Ich hatte sie erst am nächsten Tag erwartet. Deshalb dachte ich zunächst auch nicht an die Bücher, als ein LKW auf der Wiese gegenüber wendete (der Fahrer hatte sich überlegt vor dem Abladen zu wenden…). Ihr müsst wissen, unsere direkten Nachbarn führen einen Demeterbetrieb mit einer Rinderzucht und natürlich müssen diese Tiere gelegentlich transportiert werden. Manche Tiertransporter sind auf den ersten Blick kaum von anderen LKW zu unterscheiden. Ich dachte also zunächst, es hätte vielleicht jemand ein paar Kühe gekauft, die nun abgeholt würden und sich während des Wendemanövers im Transporter bewegten. Der LKW schwanke tatsächlich beachtlich. Die Wiese ist uneben und es sah zunächst so aus, als hätte der LKW sich festgefahren. Ich ging also raus, um zu fragen, ob ich vielleicht doch noch einmal unseren Nachbarn samt Traktor dazu holen sollte. Das war dann aber doch nicht nötig und LKW samt Monsterkindern schafften es aus eigener Kraft von der Wiese.
Schritt eins geschafft! Schritt zwei bedeutet, die Bücher vom LKW ins Lager zu schaffen. Ihr könnt es euch denken. Mit einem LKW direkt vor unseren Lagereingang zu fahren ist utopisch! Also laden wir die Kartons am LKW direkt von der Palette ab und stapeln sie in einen PKW, der es bis vor die Tür schafft, weil er einfach kleiner ist. Wo das Gerät fehlt, sind Kreativität und Muskelkraft gefragt. 🙂 Bisher hatten wir dabei auch immer Glück mit dem Wetter, soll heißen: es hat nicht geregnet. Drückt uns die Daumen, dass es dabei bleibt! Außerdem hatten wir bisher auch immer sehr freundliche Unterstützung beim Umladen der Kartons vom Fahrer des LKW, sodass die Arbeit tatsächlich recht schnell gemacht ist.
Übrigens erlebt man die allermeisten LKW-Fahrer, die einem hier so begegnen als sehr entspannt und erstaunlich wenig genervt, von der schwierigen Situation. Einer meinte sogar, er führe viel lieber hierher, als nach Berlin zum Beispiel, weil es hier zwar eng und die Wege weit seien, dafür aber der Verkehr sehr entspannt und die Landschaft schön.
Nichtsdestotrotz: Ich gehe aufgeregt in die neue Woche! …aber auch voller freudiger Erwartung!

Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou kann in unserem Onlineshop vorbestellt werden.

Alle Bilder, die der Eichhörnchenverlag in seine Bücher bringt, entstehen als selbständige Kunstwerke. Sie entstehen entsprechend den Gewohnheiten der Künstler*innen mit den unterschiedlichsten Mitteln, Materialien und Formaten. Dies stellt uns mitunter vor eine Herausforderung, wenn es an die Digitalisierung der Kunstwerke geht.

Es geht darum, die Kunstwerke schonend zu behandeln und schadenfrei zu erhalten, dabei aber eine möglichst perfekte digitale Kopie zu erzeugen. Die Digitalisate müssen hochauflösend und in Formaten gespeichert sein, die für die grafische Weiterverarbeitung geeignet sind, weil wir wollen, dass euch kein Detail, kein Pinselstrich entgehen muss. Auch gilt es, Farbwerte verbindlich zu dokumentieren, weil jede Verschiebung der Grundtöne die ganze Stimmung eines Bildes verändern kann.

Wir haben besonders bei der Digitalisierung der Bilder zu unserem ersten Buch Landtiere einige Experimente und Recherchen angestellt, um dieses Problem zu lösen. Eine Möglichkeit wäre gewesen, eine*n professionellen Kunstfotograf*in zu engagieren. Damals wie heute fehlt dem Verlag jedoch das nötige Kapital diese zweifellos anspruchsvolle Arbeit zu bezahlen. Wir haben auch Versuche angestellt, die Bilder selbst zu fotografieren, konnten aber selbst mit dem hervorragenden Equipment Susanne Hauns kein letztendlich vollkommen zufriedenstellendes Ergebnis erzielen. Dann sind wir durch verschiedene Berliner Copyshops getingelt, aber jedes Gerät, jede neue Einstellung brachte ein neues Problem.

Eine Schwierigkeit ergab sich aus den Fotoelementen in den Collagen. Die glatte Oberfläche des Fotopapiers reflektierte das Licht des Scanners so stark, dass die Scans durch Überbelichtung punktuell unkenntlich würden. Auch hatten wir keine Möglichkeit die Farbwerte der Bilder verbindlich festzuhalten und bei manchen Geräten war nach dem ersten Scan bereits sichtbar, dass es dabei zu Verschiebungen kam. Manche der blasseren Farbflächen gingen auch gänzlich verloren, weil sie im Kontrast mit den viel kräftigeren und dunkleren Linien für die Geräte unsichtbar wurden. Kurzum der einfache Copyshop um die Ecke war nicht die richtige Lösung.

Fündig wurden wir zuletzt in der Staatsbibliothek zu Berlin. In beiden Häusern der Staatsbibliothek zu Berlin findet sich eine Niederlassung der BiblioCopy GmbH. Man ist dort naturgemäß insbesondere auf die Digitalisierung verschiedener Schriftdokumente und zum Teil empfindlicher und wertvoller Bücher spezialisiert, weshalb sich dort neben den klassischen Geräten, die man auch in jedem anderen Copyshop finden kann, auch hervorragende und für große Formate geeignete Overhead-Scanner finden. Mit diesen Geräten bekommen wir die detailgetreuen, hochauflösenden Bilder, die wir uns wünschen und das Scannen mit einem Farbkeil, um die genauen Farbwerte zu bestimmen ist auch kein Problem. Darum also bekommt ihr, wenn wieder einmal ein Projekt in die Digitalisierungsphase eintritt, gelegentlich Bilder aus der Stabi auf Instagram.

Ich bin heilfroh, dass ich die Stabi bereits ganz gut kannte, als der Eichhörnchenverlag gegründet wurde und darum schon wusste, dass sich dort neben vielem anderen auch der ein oder andere technische Schatz befindet und freue mich immer wieder, dass wir diese Möglichkeit gefunden haben.

Bisher haben wir auf diesem Wege die Landtierebilder, die Monsterkinderbilder und das erste Blatt für unseren dieses Jahr erscheinenden Adventskalender digitalisiert. Die Mitarbeiter bei BiblioCopy sind übrigens auch immer sehr nett und hilfsbereit. Dieses Mal wurde ich mit einem wunderbaren Kompliment über die Schönheit unseres Adventskalenderbildes und die tolle Technik entlassen. Da macht es dann auch gar nichts mehr, dass für die Fahrt nach Berlin ein halber Wochenendtag drauf gegangen ist und ich gehe mit Schwung an die weitere Arbeit am Projekt!

Adventskalender. Scan unbearbeitet mit Farbkarte. Collage (c) Maike Schuchardt.

Natürlich eignet sich diese Methode der Digitalisierung nicht für alle Kunstwerke, auch nicht für alle, mit welchen wir in unserer Verlagsarbeit zu tun haben. Gerda Kazakou hat ihre Bilder von Tui-Tiu zum Beispiel selbst digitalisiert. Das liegt zum einen daran, dass sie in Athen lebt und ich dort keine Mitarbeit anbieten konnte, zum anderen aber auch an ihrer Technik, die ohne Fixierung ihrer Legearbeiten auskommt und ihre Werke daher intransportabel macht, dafür aber immer deren direkte Dokumentation mit der Kamera oder dem Handy beinhaltet. Die Schwierigkeiten und Probleme, die diese Technik für uns mitbrachte, aber auch die Schönheit und Individualität, die darin liegen, sind Stoff für einen anderen Blogartikel.

Ein anderes Projekt, an welchem derzeit gearbeitet wird und dass wir im nächsten Jahr veröffentlichen wollen, beinhaltet Acryllasur-Malereien. Bei diesen Gemälden habe ich heute bereits Zweifel, dass sich der aufwendige Transport der Bilder in die Stabi oder an einen anderen ähnlich ausgestatteten Ort lohnen würde und auch daran, dass ein Scanner die glänzende Oberfläche der Bilder und auch deren aus der Lasurtechnik entstehende besondere Farbtiefe einzufangen imstande sein wird. Für diese Bilder werden wir uns wieder etwas Neues einfallen lassen müssen. Vielleicht versuchen wir es dann einmal mit professioneller Kunstfotografie. Wer weiß.

Mit unseren Liebling DIY-Kreativköpfen von muckout.de und der Patent-Papierfabrik Hohenofen starten wir kurz vor Ostern in die Veranstaltungssaison. Es erwarten eure Kinder und euch unter Anderem allerlei bunte Bastelvorschläge von Ostereiern bis zu Osterhasenmasken und Platz genug für eigene Ideen, natürlich alles mit und aus unseren Lieblingswerkstoffen Papier und Pappe.

Wir freuen uns auf euch!

Fröhliches Osterbasteln in der Patent-Papierfabrik Hohenofen. Plakat.

Schon bemerkt, dass wir mit der Ankündigung unseres neuen Bilderbuches Die Geschichte von Tui-Tiu auch eine neue Preispolitik eingeführt haben?
Ab sofort gibt es bei den Preisen der Bücher des Eichhörnchenverlags keine 90-, 95-, oder 99-Cent-Beträge mehr. Stattdessen erwarten euch nur noch schöne runde Euro-Beträge und höchstens einmal 50-Cent Beträge, zum Beispiel wie gehabt beim Versand.
Einige große Verlage haben dieses Preiskonzept mit unterschiedlichen Begründungen bereits für sich entdeckt und umgesetzt. Bei Oetinger zum Beispiel: heißt es „Die runden Preise entsprechen der Wertigkeit unserer Produkte und wir sind davon überzeugt, dass sie von den Kunden als klares Signal begrüßt werden“ (Thilo Schmid, Verlagsgruppe Oetinger). Manche Verlage verabschieden sich zunächst auch nur von den 99-Cent-Beträgen, um damit auch dem Buchhandel entgegenzukommen. (Mehr dazu hier und hier und hier)
Die großen Verlage haben gute Gründe für ihre Entscheidungen, die auch dem Eichhörnchenverlag einleuchten. Ausschlaggebend waren dann aber doch zwei andere Argumente.
Zum einen verkaufen wir unsere Bücher auch gelegentlich direkt auf Märkten und ähnlichen Veranstaltungen und da ist es für uns schlicht einfacher, wenn wir nicht auf den 10-Cent-Vorrat achten müssen. Auch haben wir gemerkt, dass der ganz große Teil der Käufer*innen bei diesen Gelegenheiten gern die 10 Cent als Trinkgeld da lässt und offenbar auch der Meinung ist, dass unsere Bücher das wert sind. Danke dafür! 🙂
Zum anderen wissen wir, dass die Pfennigfuchserei in den höheren Cent-Beträgen genau dies ist: eine Fuchserei. Die sogenannten gebrochenen Preise oder Schwellenpreise sind ein psychologischer Trick, um dem Kunden die Kaufentscheidung vermeintlich leichter zu machen. In Zeiten des Internethandels mag auch ein Rankingargument bei nach Preisen sortierten Listen in Onlineshops hinzukommen.
Nun ist es ohnehin nicht so, dass unsere Bücher zum klassischen Spontankaufsortiment gehören, aber darüber hinaus ergibt sich hier für uns eine Frage zu unserer Unternehmensphilosophie.
Der Eichhörnchenverlag soll ein weitgehend transparentes, aber vor allem nach allen Seiten hin, fair agierendes Unternehmen sein, dass ohne Tricks und Hintergedanken auskommt. Darum verabschieden wir uns nun mit zwei lachenden Augen von einem klassischen Hinweis aus diversen Wirtschaftsratgebern und freuen uns auf schöne runde Zahlen, die es uns leichter machen werden und auch nach allen Seiten hin fairer und ehrlicher sind.
Wie beurteilt ihr diesen Schritt, nicht nur bei uns, sondern auch bei anderen Verlagen? Ich freue mich, wenn der/die ein oder andere Lust hat, in die Kommentare zu schreiben.

Bevor der Eichhörnchenverlag gegründet wurde, habe ich keine digitalen sozialen Netzwerke genutzt. Seit es den Verlag aber gibt, ist das anders geworden. Jetzt nutze ich mit dem Verlag Twitter, Instagram, Pinterest und Facebook sowieso. Manchmal ist das sehr anstrengend, manchmal auch sehr aufreibend. Der Spagat zwischen digitaler Repräsentation des Unternehmens Eichhörnchenverlag, persönlichen Interessen und dem Wissen, dass die Preisgabe von Menschlichem und Privatem die Reichweite erhöht, bei dem gleichzeitigem Wunsch die Privatsphäre aller Beteiligten und ihrer Familie zu wahren ist oft groß. Manchmal aber, manchmal ist der weite Blick, den die sozialen Netzwerke ermöglichen, auch ein echtes Geschenk.

So ergeht es mir gerade mit der Entdeckung eines Programms der BBC. Zu jeder Jahreszeit werden in diesem Programm in einem begrenzten Zeitraum Kameras in der (britischen) Natur installiert, um so das aktuelle Leben – besonders das tierische – zu dokumentieren und zu vermitteln und ein Lanze für den Naturschutz zu brechen. Momentan trägt es entsprechend den Titel Winterwatch. Ich liebe dieses Programm. Schon als Kind habe ich Tierfilme geliebt und dieses Programm triggert offenkundig eine tiefsitzende Leidenschaft und Faszination. Um so schöner ist es, wenn man also so eine Inspiration aus den sozialen Netzwerken mitnehmen kann, in das echte Leben trägt und dort sogar teilen darf… wir waren also endlich mal wieder im Naturkundemuseum in Berlin.

Mein Kind und ich und mein inneres Kind haben einen langen und wunderschönen Tag in diesem Museum verbracht – das jedem unbedingt zu empfehlen ist – und sind sehr aufgeregt, angefüllt mit neuen Eindrücken und glücklich nach Hause gekommen.

Als Mensch mit besonderem kulturhistorischen Interesse und Augenmerk konnte ich nicht umhin zu bestaunen, wie viele verschiedene Perioden und Konzepte musealer Präsentation – von den hölzernen Vitrinen aus dem 19. Jahrhundert der Mineraliensammlung bis zum gläsernen Schaudepot der Nass-Sammlung, um nur zwei Fixpunkte zu nennen – in diesem Haus nebeneinander zu bestaunen sind. Überhaupt ist es spürbar, dass das Naturkundemuseum sich derzeit viel bewegt und sich ein Stück weit neu erfinden will und ich bin sehr gespannt, wo diese Reise hingeht!

Als Verlegerin habe ich die Frage mitgenommen, ob ich mir ein Dinosaurierbilderbuch im Eichhörnchenverlag vorstellen kann. Eine schwierige Frage finde ich. Ideen und Vorschläge sind willkommen. 😉 Ein wenig ergab sich die Frage daraus, dass wir bei unserem abschließenden Streifzug durch den Museumsshop feststellten, dass es zwar einige sehr schöne Sachbücher und Sachbilderbücher über Dinosaurier gab, wir die Erzählungen und Geschichtenbücher aber eher nicht so überzeugend fanden. Immerhin ein Buch habe ich doch gefunden, dass sich ein bisschen zwischen den Welten von Sachbuch und Literatur für Kinder bewegt und nicht zurückgelassen werden konnte. Es heißt „Knochen aus der Kiste. Die Dinosaurier der Tandaguru-Expedition“ und erzählt die Geschichte einer tatsächlich historischen Expedition aus der Perspektive eines Jungen, der diese Expedition anhand von alten Dokumenten und Aufzeichnungen, Erzählungen und Objekten im Museum als Teil seiner Familiengeschichte entdeckt. Das Buch entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde und ich bin tatsächlich sehr gespannt darauf!

So. Dieses Wochenende nutzen wir dann wohl dazu, einen Steingarten für die Eidechsen auf unserem Hof vorzuplanen und ein paar Vögel zu beobachten. Manchmal machen die digitalen sozialen Netzwerke eben auch richtig viel Schwung für das Leben off line.

 

Falls ihr neugierig geworden seid:

Knochen aus der Kiste. Die Dinosaurier der Tendaguru-Expedition
Text: Nadine Swaantje Svoboda
Illustration: Valerio Nervi
Berlin, 2014
Vergangenheitsverlag