Ein Windkind an der Nordsee

Ein Windkind an der Nordsee

Manchmal muss man einfach raus, etwas Neues sehen und die eigenen vier Wände hinter sich lassen. Mich hat es zuletzt in unser Nachbarland Dänemark gezogen.

Dabei hat mich während der Reise nicht nur die große Familienschar samt zwei kleiner Wirbelwinde ordentlich auf Trab gehalten, auch das zauberhafte Meer hat mich wieder einmal komplett in seinen Bann gezogen.

Immer wenn ich an die See fahre, renne ich als erstes einmal die Dünen herunter an den Strand und schaue hinauf auf die große Weite, lausche dem Rauschen der Wellen und lasse mir den Wind um die Nasenspitze wehen. Dann fühle ich mich:

„Schwerelos aufgehoben | Einem Adler Engel gleich“.

Diese schönen Worte hat Gerd Knappe gefunden und zusammen mit Elisa Brückner unser neues Bilderbuch WINDKIND gemacht.

Seid ihr auch so begeistert vom Meer? Schreibt uns gern!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Buchmesse online. Geht das?

Wir versuchen es jedenfalls. Seit dem 4. November schon und noch bis zum 8. November läuft gerade die Onlinebuchmesse 2020. Die Onlinebuchmesse wurde bereits vor ein paar Jahren als reine Netzveranstaltung konzipiert. Navigiert wird auf dieser Messe mittels Hashtags, insbesondere auf den gängigen Social Media Plattformen. Uns findet man etwa über die Hashtags #OBM2020 und OBM2020Halle2. Jeder Tag steht unter einer anderen thematischen Überschrift. Gestern zum Beispiel haben wir uns für euch über unsere Backlist und Neuerscheinungen die Finger wund getippt.

Die Onlinebuchmesse war für uns auch ein Anlass noch einmal ein kleines WINDKIND Video für euch aufzunehmen. Habt ihr es schon gesehen?

Mich würde interessieren, wie ist das bei euch, die ihr hier diesen Blog lest? Welche sozialen Medien benutzt ihr und macht es euch Spaß an Veranstaltungen im digitalen Raum teilzunehmen? Wie müssen solche Veranstaltungen beschaffen sein, damit sie euch interessieren?

Schreibt uns doch mal! 🙂

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Im Herbst 2020 erwarten euch zwei Neuerscheinungen aus im Eichhörnchenverlag! Beide könnt ihr ab sofort vorbestellen! 🙂 Eine davon wird KLEINER LÖWE WILLIAM von Karoline E. Löffler sein. Dieses fein humorig, nonverbale Bilderbuch stelle ich euch in der kommenden Woche vor. Heute lassen wir es uns mit dem WINDKIND um die Nase wehen. WINDKIND wird unser erstes Bilderbuch mit Elisa Brückner und unser zweites Bilderbuch mit Gerd Knappe. Eine Reise mit der schönsten Naturgewalt in Collagen und Lyrik.

Wind im Haar. Das ist auch der Wind, der unter die Flügel der Gedanken schlüpft. Wind der trägt. Wind, der Unbekanntes verheißt und altes frisch aufwallen lässt. Wind.

Wind umspielt uns mit Herbstblättertänzen und begleitet uns, wenn wir durch das gefallene Laub rascheln. Wind lässt unseren Drachen so hoch steigen, dass er fast schon ganz fern ist. Ein Wunder, dass die dünne Schnur ihn hält. Wind lässt uns die Nasen frieren und die Augen tränen, aber er macht uns auch schnell und so stark wie nie zuvor, wenn er nur etwas von hinten schiebt.

Kennt ihr das?

Vom Wind können wir alle erzählen. Von seinen Tücken und auch von seiner beflügelnden Kraft. Aber manche von uns haben eine ganz besonders inspirierte Beziehung zu dieser Naturkraft, die wir Wind nennen. Einen besonderen Blick für dieses Unsichtbare, eine fantastische liebevolle Verbindung zu seinem Spiel. Zu diesen Menschen gehört Elisa Brückner.

Alle Bilder Elisa Brückners tragen etwas Wind in sich. In der Collagenserie zum Bilderbuch WINDKIND hat sie nun den Wind zum Hauptdarsteller gemacht. Stellvertretend für alle Kinderherzen nimmt er das Windkind mit auf seine Reise. Eine Bilderreise halb schon selbst gefühlt und erlebt, halb imaginiert. Kraftvoll, sanft, etwas verspielt und von Freiheit flüsternd ist der Wind, der aus diesen Bildern spricht, das Windkind ist bei ihm geborgen. Der imaginierte Teil dieser Bilder liegt in ihrem Erkunden der Räume zwischen Himmel und Erde, dem Anrühren der Begegnung von Himmel und Meer. Der Teil, den wir alle kennen und dessen Erleben wir mit unseren Kindern teilen, liegt in den dargestellten Spielen. Der Blick aus dem Fenster auf das bunte und manchmal nasse, manchmal auch gefährlich stürmische Treiben vor der Tür. Das Fliegen lassen des Drachen, das Rascheln mit den Füßen im Laub, das Haschen nach wirbelnden Blättern und das Sammeln der schönsten unter ihnen. Das Sich-fühlen im Wind. Jedes Kind breitet irgendwann einmal die Arme aus im Wind und tanzt seinen ganz eigenen Windtanz. Manchmal wild und manchmal ganz leise…

„[…] einem Adler Engel gleich […]“

Collage aus der Serie WINDKIND (c) von Elisa Brückner.

Unser Pappebuch WINDKIND ist ein Bilderbuch und gleichzeitig ein Lyrikbuch.

Gerd Knappe hat das Gedicht EIN DRACHE IM WIND EIN KIND geschrieben, das uns Hand in Hand mit Elisa Brückners Bildern durch den Wind führt. Die Zeilen beschreiben uns, die eigentümlichen Muster, in welchen der Wind und bewegt und um uns weht.

Der Wind in den Worten lässt uns „[…] Fallen im Wind | Oben bleiben […]“ und schenkt uns dieses schaurig-schöne Kribbeln in der Magengrube, dass es nur am höchsten Punkt einer Schaukel gibt und wenn das Flugzeug durch ein kleines „Luftloch“ fliegt oder eben, wenn das Boot vom Wellenkamm herabsaust. Der Wind in den Worten lässt uns „aufsteigen“ und „gleiten“, lässt uns „kreisen“, drehen“ und „Haken schlagen“ und wenn wir uns ausgetobt haben, die ganze Lust am Wilden ausprobiert haben, dann lässt er uns ausruhen und zu uns kommen und hält uns geborgen, wie in den Armen eines lieben Menschen.

„Schwerelos aufgehoben | Einem Adler Engel gleich“

Collage aus der Serie WINDKIND (c) von Elisa Brückner.

Der Wind, den Gerd Knappe in seinen Worten findet, ist wild und rastlos, aber auch sanftmütig, ein freundlicher Trickster und er ist facettenreich. Zu vielschichtig für nur ein Gedicht. Deshalb ist EIN DRACHE IM WIND EIN KIND nur eines von vier Gedichten, die der Autor unter dem Titel „WILDER WINDIG – 4 Arten vom Wind zu schreiben“ versammelt. Jeder dieser Texte beschreibt ein anderes Moment des Winderlebens. Jeder ist ein Teil eines größeren Bildes. Wir haben uns daher überlegt, diese Texte als den lyrischen Komplex, der sie sind, vereint zu lassen und als einen eigenständigen Lyrikband in den zweiten Teil des Bilderbuch WINDKIND einzubinden. Auf diese Weise entsteht eine wahrhaft fabelhafte Chimäre aus Kinder-Bilderbuch, Lyrik- und Kunstbuch und wir sind sehr gespannt darauf, wie es euch gefallen wird! Ich selbst bin begeistert und voll der Vorfreude auf dieses Buch, das abseits vorgedachter Bahnen und Konventionen neue Wege auf der Suche nach der idealen Verbindung von Form und Inhalt gehen wird und selbstverständlich aufzeigt, für wen wir im Eichhörnchenverlag eigentlich Bücher machen. Nicht nur für Kinder und schon gar nicht nur für Erwachsene, sondern für alle Menschen – die ganz jungen und die ganz alten und alle dazwischen!

An diesem schönen Sommertag heute freuen wir uns also auf den Herbst, denn wenn der Sommer geht, dann sind wir vorbereitet. Bei uns tragen wir den Wind, unseren einzig unverzichtbaren Freund an allen Herbsttagen!

Das Bilderbuch WINDKIND von Elisa Brückner und Gerd Knappe kann jetzt vorbestellt werden! Hier auf unserer Website und überall im Buchhandel.

Manche Projekte brauchen einfach etwas länger. Darunter auch dieses eine Bilderbuch, dass quasi schon seit Verlagsgründung immer irgendwo im Hintergrund lag, reifte und nach seiner Geburtsform suchte. Eine Geschichte, Gedichte, Texte gab es nicht dazu, aber eine Idee von Wind und Wolken und das Wissen, dass es genau eine Künstlerin gibt, deren Handschrift diese Idee in Bilder gießen kann: Elisa Brückner!

So viele ihrer Bilder atmen den Wind förmlich ein und wieder aus, wehen durch das Haar und um die Nasenspitze! (Zumindest ist das ein inneres Bild, dass sich von ihrem Werk formen kann.) Immer wieder kehren Blautöne an weiten Himmeln und Meereslandschaften in ihre Bilder ein, lassen Weite und frische Brisen im Kopf entstehen.

Wir schätzen uns sehr glücklich, dass der äußere Eindruck der Windverbundenheit von der Künstlerin selbst geteilt wird und dass sie zugestimmt hat, ein Wind-Bilderbuch mit dem Eichhörnchenverlag zu veröffentlichen!

WINDKIND von Elisa Brückner und Gerd Knappe wird voraussichtlich im Herbst dieses Jahres erscheinen. In Kürze verraten wir euch mehr dazu!

Einen klitzekleinen Eindruck könnt ihr hier schon erhaschen:

Ohne Titel aus der Serie WINDKIND (Ausschnitt), Collage von (c) Elisa Brückner.

Liebe Elisa, herzlich willkommen in der Verlagsfamilie! Es ist uns eine große Freude, dass du uns an deinen Bildern teilhaben lässt!

Elisa Bückner

Malerei und Grafik studierte Elisa Brückner an der Hochschule für Bildende Künste Dresden, Kunstpädagogik und Französisch an der Universität Osnabrück. Heute lebt und arbeitet sie in Berlin und Brandenburg. Gemeinsam mit ihrer Schwester führt sie das Geschäft Mabellevie für antike Möbel in neuen Gewändern und Kunstgegenstände in der Togostr. 6, 13351 Berlin.

Elisa Brückner arbeitet bevorzugt auf Holz, worauf sie mit handgeschöpften Papieren collagiert und mit Kreidefarben, manchmal auch mit Aquarellfarben ihre malerische Bildwelt aufspannt. Die so entstehende Kunst ist sanft-mutig, strukturstark, zart und sehr fokussiert. Sie ist außerdem im besten Sinne persönlich. Deutlich spüren die Betrachter*innen die Verbundenheit der Künstlerin mit den Elementen Wasser und Wind, mit bestimmten Tieren und Pflanzen, deren persönliche Bedeutsamkeit aus ihrer stetigen Wiederholung spricht. Ihnen und besonders auch den menschlichen Figuren Elisa Brückners ist deutlich anzusehen, dass die Künstlerin ihre ganze Bildsprache und deren Kraft, Schönheit und leise Selbstgenügsamkeit aus der Introspektive, aus dem tiefen Schöpfen in der eigenen Seele gewinnt.

Ihre Motivation künstlerisch zu gestalten beschreibt Elisa Brückner selbst wie folgt:

„Auf die Frage, warum ich als Künstlerin mein Leben beschreiten will, kann ich nichts anderes antworten, als: Ich kann nicht anders. Ich weiß, dass ich ein feinfühliges Herz besitze, dass ich diese Welt als einen Ort begreife, sehe und wahrnehme, der mein gesamtes Dasein erfüllt. Ich suche und habe immer gesucht… nach einem Weg, das zu sagen. Nach einem Weg, alles aufzunehmen, festzuhalten, es ein bisschen zu feiern, ehe es dem Moment entschwindet. […] Ich will zurückgeben, mich zu einem fühlenden und lebendigen Teil dieses Ganzen machen. Dafür brauche ich die Kunst. Für die tiefsten Tiefen des Lebens, für die luftigen Höhen des Schönen, für die Preisung. Für das Erkennen. Für das Spiegeln, für das Ruhig-Werden. Ich träume von einer Kunst, die sinnlich ist, ästhetisch, sanftmütig und traurig. Eine Kunst, die so ist, wie wir Menschen. Ein bisschen verschleiert und geheimnisvoll. Mit vielen Schichten. Eine Kunst, die diese Schichten durchdringt und das leise hervorholt, was in uns allen schlummert. Die Sehnsucht.“