Farewell Monsterparty – Ausstellungseröffnung

Farewell Monsterparty – Ausstellungseröffnung

Wir lieben ihre Monster, ihre Ornamente, ihre Farben… Die Künstlerin Niki Amann begleitet den Eichhörnchenverlag schon seit seiner Gründung. Erst als Freundin, dann auch als Urheberin unseres zweiten Bilderbuchs MONSTERKINDER.
Nun zieht es sie aus unserer Nachbarschaft im schönen Brandenburg in die ebenfalls schöne Schweiz. Grund genug für uns, gemeinsam mit dem Arbeitskreis Arbeitskreis Offene Kirche Roddahn e. V. eine kleine Retrospektive über ihr bisheriges Schaffen zu wagen und mit einer bunten Ausstellung einen schönen Abschied zu feiern!

Am 8. Juni 2019 um 14:00 Uhr werden wir die FAREWELL MONSTERPARTY feierlich eröffnen. Kommt vorbei* und nutzt die Gelegenheit in den quirlig-spritzigen, manchmal auch grausam-melancholischen, immer lebensfeiernden Bilderkosmos der Niki Amann einzutauchen!

FAREWELL MONSTERPARTY
Malerei und Zeichnung von Niki Amann
08.06. – 29.06.2019

Vernissage: 08.06.2019, 14:00 Uhr
Laudatio: Nina Alice Schuchardt (Kunsthistorikerin und Verlegerin)

Finissage: 29.06.2019, 14:00 Uhr
Weitere Öffnungszeiten nach Absprache (kontakt@eichhoernchenverlag.de)
Kuratorin: Nina A. Schuchardt

* Für Berliner*innen, die gern mit dem Zug zur Ausstellung kommen würden, richte ich gern einen Shuttle vom Bahnhof Neustadt(Dosse) zum Veranstaltungsort und zurück ein! Eine kurze Mail an kontakt@eichhoernchenverlag.de (Nina A. Schuchardt) genügt.

WUNDERKAMMER so nennt sich unser neuestes Bilderbuch und gibt damit einen Fingerzeig, wie wir dieses und auch unsere anderen Bilderbücher grundsätzlich begreifen; nämlich als mobile und handhabbare Ausstellungsräume.

Kunst-und Wunderkammern bezeichnen die seit der Neuzeit (Renaissance) gepflegten Kunst-, Naturalien- und Kuriositätensammlungen fürstlicher oder zumindest reicher Häuser. Diese Sammlungen waren nicht öffentlich, sondern nur kleinen privaten Kreisen zugänglich und dienten wesentlich der fürstlichen Selbstrepräsentation als umfassend interessiert, gebildet und reich. Sie waren auch Horte des Wissens und der Schaulust besonders mit Blick auf die dort gesammelten Exotika.

SCHAULUST und Entdeckerlust sind die Stichworte, die uns bewogen haben, die kleine Sammlung von Acryllasurgemälden von Jesko Donst als Wunderkammer (Kleine Vogel-Wunderkammer) zu bezeichnen, wenn sie auch wahrlich keine Exotika oder Kuriositäten zeigt. Sie mutet dennoch so an, weil wir uns so selten die Zeit nehmen, unsere unmittelbare Umgebung genau zu betrachten und in ihrer ganzen kleinteiligen Pracht zu schätzen…

Manche dieser frühen fürstlichen Sammlungen wurden ab dem 18. Jhdt. langsam der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und gingen später in Museumssammlungen über. Sie können als Wurzeln unserer heutigen Museen betrachtet werden, auch wenn diese sich in der Regel viel stärker spezialisieren, systematisieren und nach konkreten Sammlungsgebieten separieren.

Seither hat sich vieles getan. Es gibt unterschiedlichste Sammlungsanliegen und Konzepte, es gibt weiterhin private Sammlungen, zu welchen der öffentliche Zugang mehr oder weniger beschränkt ist, aber eben auch öffentliche Museen und Galerien. Unter den Museen gibt es solche, die hohe Eintrittspreise verlangen und solche die kostenlos besucht werden können, manche stellen umfängliche museumspädagogische Programme auf die Beine und manche nicht. Manche sind Museumsneubauten, manche arbeiten mit der vorgefundenen Architektur, die vielleicht einmal einen ganz anderen Zweck hatte… Manche Ausstellungsräume sind hochflexibel, andere praktisch unveränderlich, manche Ausstellungen setzen auf die weiße Wand, um ihre Exponate vermeintlich ganz für sich wirken zu lassen, andere fördern bewusst die Betrachtung im architektonisch/historischen Kontext. Ja, schon die Entscheidung ob beispielsweise Bilder eines neben dem anderen und mit welchem Abstand zueinander gezeigt werden, kann einen großen Unterschied machen. Kurzum es gibt mit der Museums- und allgemeinen (Kunst-)Präsentationsgeschichte ein gigantisches historisches Wissensfeld, welches zu betrachten viel Freude machen kann und aus welchem zu schöpfen und zu verwerfen für jede neue Ausstellung ein Schatz ist, genauso wie sich auch jede neue Ausstellung diesem historischen Fundus mit all ihren Rückgriffen und Neuerungen hinzufügt.

Ich habe mir vorgenommen, mich mit dieser Thematik in nächster Zeit wieder einmal genauer auseinander zu setzten, auch weil ich glaube, dass dieses (historische) Wissen in die Gestaltungen unserer Bücher produktiv einfließen wird.

Leider habe ich schon festgestellt, dass manche Quellen, die mir zu diesem Thema einmal vorlagen, nicht mehr in meinem Besitz sind und mein privates Bücherregal hier nicht wirklich viel hergibt, zunächst also erstmal eine Literaturrecherche meinerseits stattfinden muss. Vielleicht hat ja aber auch jemand unter euch ein paar tolle Tipps? Ich würde mich sehr freuen, davon zu hören und auch von euren eigenen Erfahrungen und Erwartungen in Bezug auf Ausstellungen und Ausstellungsgestaltungen!

Wenn wir an diesem Wochenende nicht auf einem wirklich wunderbar anklingenden Weihnachtsmarkt wären (siehe unten!), dann wären wir auf jeden Fall auf Gut Dölitz, wo am 2. Adventssonntag um 16:00 Uhr eine neue Ausstellung der zauberhaften Bilder Jesko Donsts eröffnet.

Zur Erinnerung: Jesko Donst ist der Maler, der seine herausragende Beobachtungsgabe und seine ebenso präzise wie berührende Wiedergabe tierischen und pflanzlichen Lebens auch unserem nächsten Bilderbuch schenkt.

Die originalen Bilder für dieses neue Buch, das voraussichtlich den Titel „Vögel“ tragen wird, sind inzwischen fertiggestellt und können in der Ausstellung betrachtet werden. Die Journalistin Silke Voß schrieb am 13. Oktober im Nordkurier am Wochenende trefflich, sein „ganzes Künstlerherz“ habe Jesko Donst in diese Bilder gegeben und ja, das Verlegerinnen Herz hüpft. Aus diesem Grund ist die Ausstellung ein absoluter Geheimtipp, der auch eine weitere Anreise lohnt und euch allen dringend empfohlen sei!

 

Ausstellungseröffnung Jesko Donst – Malerei und Illustration

9. Dezember, 16 Uhr

Dölitz 62

17179 Dölitz, Mecklenburg-Vorpommern

Nordkurier am Wochenende, S. 20. 13./14. Oktober 2018, alle Artikel von Silke Voß.

Wer es, mit dem Wissen, dass die Ausstellung in Dölitz noch den ganzen Dezember hindurch zu besichtigen ist, an diesem Wochenende „nur“ bis nach Brandenburg schafft, den hoffen wir unbedingt auf dem Weihnachtsmarkt in der Patent-Papierfabrik Hohenofen zu sehen! Hier findet ihr hervorragende Künstler*innen, Kunsthandwerker*innen und Handwerksleute und ihre Werke zahlreich versammelt. Wir sind auch dabei und haben ein paar wunderbare Geschenke für eure Kleinsten und auch etwas größeren Lieblingsmenschen dabei und wir freuen uns, wenn ihr vorbeischaut, auf einen Plausch stehen bleibt und uns von euren sonstigen Entdeckungen auf dem Markt berichtet!

 

Weihnachtsmarkt in der Patent-Papierfabrik Hohenofen

8. Dezember, 11 – 18 Uhr

9. Dezember, 11 – 18 Uhr

Neustädter Straße 25

16845 Sieversdorf-Hohenofen

 

Am nächsten Wochenende lassen wir es ordentlich krachen!

Am Samstag und Sonntag (24. und 25. November) erwarten wir euch von 10 bis 18 Uhr bei der BuchBerlin in bester Gesellschaft unter vielen, vielen anderen wunderbaren Ausstellern und am Montag machen wir einfach weiter!

 

 

Der Eichhörnchenverlag zeigt vom 26. November 2018 bis 3. Januar 2019 die Originalbilder aus den Bilderbüchern LANDTIERE und MONSTERKINDER in der Bibliothek am Schäfersee (Stadtteilbibliothek Reinickendorf).

Die Ausstellung ist für kunst- und geschichteninteressierte Kinder und Erwachsene gleichermaßen gedacht, was auch in der Hängung der Bilder wiederum Ausdruck finden wird.

Die Künstlerinnen Susanne Haun und Niki Amann sowie die Verlegerin Nina A. Schuchardt werden zur Eröffnung anwesend sein und einen Einblick in ihre Arbeit geben.

Die ausstellungsbegleitende Lesung und der Workshop am 11. Dezember 2018 sind bereits ausgebucht. Die Ausstellungseröffnung ist daher die beste Gelegenheit miteinander ins Gespräch und ins Staunen zu kommen.

Der Eintritt ist frei.

 

Öffnungszeiten:

Mo. und Fr. 11 – 19 Uhr

Di. – Do. 11 – 17 Uhr

 

Bibliothek am Schäfersee

Stargardtstraße 11-13

13407 Berlin-Reinickendorf

 

Die Ausstellung BilderBuchBanden ist eine Kooperation von Eichhörnchenverlag, Bibliothek am Schäfersee und Buchhandlung am Schäfersee.

Wir freuen uns riesig auf euch! Egal ob am Wochenende zur BuchBerlin oder am Montag bei den BilderBuchBanden. Am besten kommt ihr einfach zu beiden Veranstaltungen, denn beide werden richtig gut! 🙂

Die Fotografie ist eine Kunstform, mit der ich mich bisher nicht allzu viel auseinandergesetzt habe. Ja, fast schon könnte man sagen, meine persönliche Aufmerksamkeit hat sie bisher sträflich vernachlässigt…

Dachte ich.

Dieses Jahr hat mir gezeigt, dass diese Wahrnehmung nicht nur nicht stimmt, sondern vor allem auch, dass ich Lust  habe, mich mehr mit dieser Kunstform zu beschäftigen. Von den fotografischen Begegnungen dieses Jahres und den Wegen, die ihnen nun vielleicht folgen, handelt dieser Beitrag.

Im April diesen Jahres war ich in Cork, wo just zu derselben Zeit das Cork Photo 2018 im Gange war, ein Festival für zeitgenössische Fotografie mit Ausstellungen in der ganzen Stadt. Ein Glücksfall! Ein noch größeres Glück war es, dass ich dort die Fotografin Izabela Szczutkowska, die das Festival mitorganisiert hatte, mich in einige der Ausstellungen begleitete und auch den ein oder anderen Verständnisschlüssel für mich bereithielt!

Diese Erfahrung nahm ich mit nach Hause, wo ich kurz darauf eine Ausstellung des Berliner Fotografen Danny Prusseit kuratieren und eröffnen durfte. Zum ersten Mal in meinem Leben eröffnete mir diese Ausstellung zusammen mit den in Cork gesammelten Erfahrungen einen Einblick in die Faszination der Porträtfotografie.

 

 

Den Fotografen und seine Arbeit beschrieb ich in der Laudatio übrigens so:

„Danny Prusseit hat sich auf Porträt- und Landschaftsfotografie spezialisiert. Beide Gattungen finden Sie hier in der Ausstellung. In Danny Prusseits Fall allerdings habe ich den Eindruck, dass die Grenzen zwischen den beiden Bildgattungen in vielen Punkten zu vernachlässigen sind, dass es sich eigentlich um ein und dieselbe Sache handelt. In den Landschaften ist vielleicht ein wenig mehr Selbstspiegel enthalten, aber die Behandlung des Motivs scheint nahezu gleich.

Der Fotograf selbst nennt es die Suche nach Ruhe und Reduktion auf das Wesentliche, die sich unter anderem in seinem Arbeiten in s/w ausdrückt, in immer wiederkehrenden klaren Linien und Kontrasten, klassischen Bildkompositionen und natürlich in der Auswahl und Behandlung der Motive.“

Wenig später durfte ich gleich noch eine andere Fotografieausstellung eröffnen und langsam sickerte die Erkenntnis durch, dass die Fotografie nun doch dabei war, einen größeren Teil meiner Aufmerksamkeit dauerhaft zu beanspruchen.

 

Blick in die Ausstellungseröffnung „Paare“ von Sergej Horovitz. (c) privat.

 

Der Fotograf Sergej Horovitz, dessen Ausstellung es war, beschäftigt sich kaum mit Porträtfotografie, auch nicht mit Landschaften, seine Arbeiten gehen oft eher in die Richtung von Stillleben, aber – was für mich als Hadernde besonders spannend war – er lotet auch grundsätzlich immer wieder die Grenzen und (technischen) Möglichkeiten der Fotografie aus. Über ihn sagte ich unter anderem:

„Die Künstlerpersönlichkeit ist es, die die Möglichkeiten eines Mediums ausloten und auch seine Grenzen sprengen kann.

Diese Tatsache können wir besonders gut an der Serie „Stadtpflanzen“ beobachten. Wer an Sergej Horovitz‘ Bilder herantritt und etwas mit dem Betrachtungswinkel spielt, wird feststellen, dass sie mit Begriffen geprägt sind. Mit diesem Arbeitsschritt sucht der Künstler einerseits die Flächigkeit der Fotografie zu durchbrechen und fügt den Bildern andererseits eine neue Bedeutungsebene hinzu.“

und

„Die Serie „Paare“ mag Ihnen zunächst still und unbelebt erscheinen, aber auch davon lassen sie sich nicht täuschen! Holz – wird Ihnen beim zweiten Gedankengang einfallen – ist ein lebendiges Material, es wird von lebendigen, hochkomplexen Organismen, von Bäumen gewonnen.

Auf den zweiten Blick werden Ihnen vielleicht auch die Tiere auffallen, die auf manchen der Hölzer arrangiert sind und Sie werden ins Grübeln kommen.

In Wirklichkeit, werden Sie feststellen, menschelt die Serie sehr.

Sie werden, wenn Sie mit wachem Blick und Verstand durch die Ausstellung wandern, feststellen, dass der Eindruck, es handle sich bei den Bildern um die immer gleiche Wiederholung des Motivs Paar, ein trügerischer Eindruck ist.

Manche dieser Paare sind tatsächlich eigentlich eins, manche teilen nur eine gemeinsame Geschichte, die sie einander angeglichen hat, manche scheinen nur so, als seien sie einmal eins gewesen, sodass unsere Wahrnehmung ihrer als Paar in dem Moment ihrer Entlarvung in Stücke springen muss.

Der Künstler allein hat sie uns so arrangiert, dass sie als Paar erscheinen. Er hat uns hinters Licht geführt, auch unsere Manipulierbarkeit vorgeführt unsere Urteilskompetenz infrage gestellt. Womit lässt uns das zurück?“

Mich haben diese Erfahrungen mit mehr Lust auf Fotografie zurückgelassen!

Zuletzt habe ich deshalb – wieder einmal – die Autobiografie Helmut Newtons gelesen (sehr unterhaltsam!) und dabei auch festgestellt, dass mein Glaube, ich hätte mich bisher nie mit Fotografie beschäftigt, gar nicht stimmt. Die Autobiografie und auch einen Bildband (Newton, Helmut: Autobiographie. München 2005. (Goldmann), Felix, Zdenek [Hrsg.]: The Best of Helmut Newton. München, Paris, London 1993. (Schirmer/Mosel)) habe ich zu meinem 10. Klasse Abschluss geschenkt bekommen und meine Bekanntschaft mit dem Werk Helmut Newtons reicht schon in meine frühe Kindheit zurück! Bei der weiteren Kontemplation des Themas ist außerdem noch etwas anderes eingefallen. Auch meine allererste Bildbeschreibung und Bildinterpretation schrieb ich über eine Fotografie. Es war dieses Bild von Henri Cartier-Bresson.

 

Henri Cartier-Bresson: FRANCE. Paris. Place de l’Europe. Gare Saint Lazare. 1932.

 

Folgerichtig wird mich mein nächster Museumsbesuch in das Museum für Fotografie in Berlin führen. Ob ich mein Kind mitnehme, weiß ich allerdings noch nicht. Nicht wegen der vielen Aktfotografien aus dem Nachlass Helmut Newtons, da habe ich keine Bedenken, sondern weil das Kind jedwedes Bild in schwarz-weiß rundheraus ablehnt. Sämtliche Bilder in schwarz-weiß seien langweilig bis hässlich, solche Ausstellungen schaut es sich gar nicht erst an…

Hat jemand unter euch Lust, mich zu begleiten?

 

Im Beitragsheader abgebildete Bücher:

Harris, Mark Edward: Gesichter des zwanzigsten Jahrhunderts. Meisterfotografen und ihr Werk. Weingarten 1998. (Weingarten)

Felix, Zdenek [Hrsg.]: The Best of Helmut Newton. München, Paris, London 1993. (Schirmer/Mosel)

Heiting, Manfred [Hrsg.]: Helmut Newton. Work. Köln 2000. (Taschen)

Eigentlich wolle ich den Blog heute nutzen, um euch unser vielfältiges Novemberveranstaltungsprogramm vorzustellen. Das muss jetzt aber kurz ausfallen, denn heute überwiegt die spontane Freude über unsere bei schönstem Sommerwetter soeben eingetroffenen Adventskalender!

Ihr könnt den Bilderadventskalender ADVENT AM WALDESRAND von Maike Schuchardt in unserem Shop bestellen oder direkt bei uns abholen. Er wird euch ein wunderbarer Begleiter durch die Adventszeit sein!

Selbstverständlich haben wir den Kalender auch dabei, wenn wir am 3. und 4. November bei der Spielemesse Spielraum in Dresden, am 24. und 25. November bei der BUCHBERLIN in Berlin und am 26. November bei unserer Ausstellungseröffnung BilderBuchBanden ebenfalls in Berlin sind! Wir freuen uns auf euch!

 

Am Mittwoch nächster Woche ist es wieder soweit. Es ist der 3. Oktober und damit Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus.

Wie schon im letzten Jahr wird sich die Patent-Papierfabrik Hohenofen mit der Bastelkompetenz von muckout in eine Bücherbastelwerkstatt verwandeln, in welcher Kinder ihre eigenen und mitgebrachten Ideen in ganz persönliche Bücher verwandeln können.

Bücherwerkstatt am Türöffnertag 2017 in der Patent-Papierfabrik Hohenofen (c) Sivia Last (muckout).

Außerdem wird erstmalig auch mit alten, ausrangierten Büchern gebastelt, sodass die immer noch so schönen Geschichten und Bilder in buchstäblich neue Formen gebracht werden. Zum Beispiel als kleine Origami-Vogel-Geschwisterchen von Tui-Tiu?

Der Eichhörnchenverlag bringt eine Kunstausstellung für Kinder mit. Gezeigt werden einige Landtiere- und Monsterkinderoriginale, aber auch neue Eichhörnchenbilder und eine multimediale Installation der Tui-Tiu-Bilder! Wir sind schon etwas aufgeregt. 😉

Die Papierfabrik bietet je eine Führung durch das technische Denkmal um 12 und 14 Uhr an und dann erwarten die kleinen und großen Besucher*innen noch eine Mitmachgeschichte, die im Anschluss an die Veranstaltung für alle Besucher*innen zugänglich auf den Websites von Eichhörnchenverlag und muckout veröffentlicht werden wird und eine Tombola.

 

Wir freuen uns auf euch! Anmeldungen nehmen wir gern unter kontakt@eichhoernchenverlag.de entgegen.

Der Eintritt ist frei.

Am Dienstag dieser Woche durfte ich in Begleitung Susanne Hauns die Buchhandlung am Schäfersee in Berlin-Reinickendorf kennenlernen. Mein Dank gilt der Buchhändlerin und Inhaberin der Buchhandlung am Schäfersee Tanja Bethke, die sich bei dieser Gelegenheit viel Zeit für ein Gespräch mit uns genommen hat und mir dabei gute und wichtige Einblicke in den Buchhandlungsalltag gegeben hat sowie ihrer Kollegin, die derweil all die anderen Gäste und Kunden versorgte!

Ich freue mich sehr, dass die Buchhandlung am Schäfersee nun all unsere Bücher im Sortiment hat, kann sie aber auch über die Bilderbuchliebe hinaus allen Buchliebhaber*innen empfehlen. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich Zeit gehabt hätte, mich durch das große Angebot zu stöbern, aber einen kleinen Eindruck konnte ich doch gewinnen. Neben aktuellen Empfehlungen aus dem Bereich der Belletristik habe ich mich über die ein oder andere Brockhaus-Ausgabe in den Regalen gefreut und auch einige meiner aktuellen Kinderbuchlieblinge entdeckt, während Susanne im Bereich der Kunstgeschichtsliteratur fündig geworden ist. Es hätte sicher noch mehr zu entdecken gegeben.

Außerdem habe ich einen sehr angenehmen Eindruck von der schönen Einrichtung mitgenommen. Besonders die massiven Holzregale, die die Bücher gut präsentieren haben mir gefallen.

Tanja Bethke, Susanne Haun und Nina A. Schuchardt in der Buchhandlung am Schäfersee (c) Buchhandlung am Schäfersee.

Ich freue mich darüber hinaus sehr, dass sich aus unserer Begegnung in der Buchhandlung am Schäfersee auch gleich noch eine Gelegenheit zu einer Ausstellung in der Bibliothek am Schäfersee ergeben hat. Vom 26.11.2018 bis zum 4.1.2019 werden nun einige unserer Originalillustrationen in der Bibliothek am Schäfersee zu sehen sein und wir freuen uns schon sehr darauf, bei dieser Gelegenheit vielen neuen und altbekannten Gesichtern zu begegnen! Die Vernissage feiern wir am 26.11 um 17 Uhr.

Hier entsteht eine Wunderkiste…

Nachdem wir in den letzten Wochen bei der Landpartie und am vergangenen Wochenende beim Berliner Bilderbuchfest – was sehr schön war und ruhig auch für das nächste Jahr schon wieder vorgemerkt werden kann! – viele schöne Momente und Erfahrungen mit dem „Leben im Stand“ und vor allem mit vielen tollen großen und kleinen Leser*innen und Geschichtenliebhaber*innen sammeln durften, planen wir nun schon unseren nächsten Auftritt am 6. bis 9. September 2018 beim Schulfrei-Festival in Damelack.

 

Wir hoffen zu dieser Gelegenheit mit den Organisator*innen des Schulfrei-Festivals ein großes Zelt beschaffen zu können, in welchem wir nicht nur eine Kunstausstellung für Kinder, sondern für die Dauer des Festivals auch eine kuschelige Lese- und Vorleseecke einrichten möchten.
Die Kiste im Bild spielt bei diesen Plänen eine entscheidende Rolle. Aus diesem noch etwas pflegebedürftigen Dachbodenschatz entsteht in den kommenden Wochen Eichhörnchenverlags wandernde Bibliothek eine Art mobiler Bücherschrank. Sie soll uns gefüllt mit Kinder- und Jugendbüchern zum Ausleihen für die Dauer des Festivals nach Damelack begleiten und auch sonst fortan die Wege des Verlags mitbeschreiten, manchmal kurzfristig für die Dauer weniger Tage – wie zum Schulfrei-Festival – manchmal als längerfristige Installation über mehrere Monate hinweg an einem Ort.
Den Fortschritt unserer Arbeiten an der Kiste könnt ihr in den kommenden Wochen auf unseren diversen Kanälen z. B. auf Instagram begleiten. Wir hoffen am Ende erwartet uns eine richtig schöne und auch ein Wenig magische Geschichtenwunderbox! Drückt uns die Daumen! 🙂

Wenn Eichhörnchen einen Tapetenwechsel brauchen, dann fahren sie manchmal in eine ungewohnte Stadt und erkunden ein bisher unbekanntes Museum. Diesmal: das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg.

Vor einiger Zeit schon hatte ich von der aktuellen Ausstellung TIERE. Respekt/Harmonie/Unterwerfung im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg gelesen und wollte sie unbedingt besuchen, auch mit Blick auf die Landtiere und meine Ansehung der, oft die Vorzeichen wechselnden aber eben doch wiederkehrenden, Beschäftigung verschiedener zeitgenössischer Künstler (unter ihnen auch Susanne Haun) mit dem Thema und Motiv Tier.

Es hat mich darum sehr gefreut, dass sich in dieser Woche nun die Gelegenheit zu einem Kurztrip ergab.

Die Ausstellung habe ich dann in Begleitung meiner dreijährigen Tochter besucht, was uns beiden viel Freude gemacht hat, auch wenn es für mich bedeutete, die Raumtexte kaum beachten zu können. Gemeinsam haben wir unsere Entdeckungen aus der Ansehung der Exponate heraus gemacht und viel Zeit im Gespräch vor ihnen verbracht. Das Museum kann sich darüber auch freuen, denn nun liegt die Begleitpublikation zur Ausstellung bei mir zu Hause und harrt der theoretischen Nacharbeit. Ich kann die Ausstellung wirklich mit und ohne Kind unbedingt empfehlen. Ich fand sie sehr ansprechend gestaltet, auch mit Blick auf die sicher nicht ganz einfache Zusammenstellung und Platzierung der sehr unterschiedlichen Exponate. Von genussvollem Augenschmaus zu schmerzvoller Gewalt ist das Spektrum der Mensch-Tier-Beziehung groß und wird gut abgebildet und hinterfragt. Durchaus nicht leicht verdaulich und trotzdem wunderschön!

Es gibt im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg natürlich noch einiges anderes zu entdecken. Wir waren später noch in der, ebenfalls bis Anfang März 2018 laufenden, Ausstellung BilderKatzenBilder woher diese Perle stammt, die uns beiden viel Freude gemacht hat und auch bei der Sammlung historischer Instrumente.

Danach waren wir beide dann doch ziemlich platt und fast wäre es auf der Treppe von den Schließfächern ins Foyer noch zu einem kleinen Eklat gekommen (sie wollte nicht mehr laufen und ich wollte nicht mehr tragen…), aber dann haben wir im Stein der Treppenstufen diese wunderbaren Einschlüsse gefunden, sind einfach eine Weile sitzen geblieben und haben neue Kraft geschöpft.