Türöffner-Tag mit der Sendung mit der Maus

Türöffner-Tag mit der Sendung mit der Maus

Am Mittwoch nächster Woche ist es wieder soweit. Es ist der 3. Oktober und damit Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus.

Wie schon im letzten Jahr wird sich die Patent-Papierfabrik Hohenofen mit der Bastelkompetenz von muckout in eine Bücherbastelwerkstatt verwandeln, in welcher Kinder ihre eigenen und mitgebrachten Ideen in ganz persönliche Bücher verwandeln können.

Bücherwerkstatt am Türöffnertag 2017 in der Patent-Papierfabrik Hohenofen (c) Sivia Last (muckout).

Außerdem wird erstmalig auch mit alten, ausrangierten Büchern gebastelt, sodass die immer noch so schönen Geschichten und Bilder in buchstäblich neue Formen gebracht werden. Zum Beispiel als kleine Origami-Vogel-Geschwisterchen von Tui-Tiu?

Der Eichhörnchenverlag bringt eine Kunstausstellung für Kinder mit. Gezeigt werden einige Landtiere- und Monsterkinderoriginale, aber auch neue Eichhörnchenbilder und eine multimediale Installation der Tui-Tiu-Bilder! Wir sind schon etwas aufgeregt. 😉

Die Papierfabrik bietet je eine Führung durch das technische Denkmal um 12 und 14 Uhr an und dann erwarten die kleinen und großen Besucher*innen noch eine Mitmachgeschichte, die im Anschluss an die Veranstaltung für alle Besucher*innen zugänglich auf den Websites von Eichhörnchenverlag und muckout veröffentlicht werden wird und eine Tombola.

 

Wir freuen uns auf euch! Anmeldungen nehmen wir gern unter kontakt@eichhoernchenverlag.de entgegen.

Der Eintritt ist frei.

Ihr merkt es schon, die Themen „Kinder machen Bücher“ und „individuelle Bilderbücher“ lassen mich noch nicht los. Ein Beitrag über individualisierte Bilderbücher, in welchen die Helden zum Beispiel die Buchstaben des Kindernamens finden und die man sehr leicht im Internet bestellen und individualisieren kann, liegt schon fast greifbar in der Luft. Seit ich angefangen habe, mich mit diesem Thema zu beschäftigen, sind mir erstaunlich viele solcher Konzepte begegnet. Leider muss ich auch sagen, dass mich bisher keines wirklich überzeugt hat, denn über die Anpassung einer Buchstabenvariation gehen sie eben doch kaum hinaus. Kann man das überhaupt erwarten? Kennt jemand unter euch einen Verlag, der tolle individualisierte Kinderbücher macht? Ich würde mich freuen, davon zu hören!
Das persönlichste Bilderbuch meiner Kindheit habe ich euch hier schon einmal vorgestellt.
Im Verlauf der Woche bin ich außerdem über einen Artikel in der ZEIT gestolpert, der mir viel Freude gemacht hat. Darin wird ein Programm des Carl Hanser Verlags beschrieben, in welchem Kinder Buchmanuskripte testlesen, kommentieren und auch Änderungsvorschläge machen dürfen. Für mich wäre das in meiner Kindheit ein Traum gewesen!
Der Artikel hat mir außerdem noch etwas anderes erneut vor Augen geführt. Beim Babybücher machen, ist der Versuch Feedback zu bekommen nur auf einen, vielleicht sogar den unwichtigeren Teil der Zielgruppe beschränkt. Reaktionen auf unsere Bücher erhalten wir fast ausschließlich von und aus der Sicht von Erwachsenen, kaum aber von Babys und Kleinkindern. Das ist schade.
Andererseits ist natürlich diese erwachsene Kritik unheimlich wertvoll für uns. So können wir uns entwickeln und lernen verschiedene Perspektiven und Bedürfnisse kennen. Trotzdem bleibt diese Kritik, wie so vieles, ein Ausschnitt ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Jetzt gibt es aber noch etwas Leichteres und Herzerwärmendes zu den Themen „Kinder machen Bücher“ und „individuelle Bilderbücher“. Vielen Dank an Silvia Last von muckout, die mir noch diese Bilder aus unserer Bücherwerkstatt am Türöffner-Tag 2017 zur Verfügung gestellt hat. Sie sind so schön, dass ich sie euch auf keinen Fall vorenthalten möchte!

Heute ohne viele Worte. Vielen Dank euch allen, die ihr den Eichhörnchenverlag, die Patent-Papierfabrik Hohenofen und muckout zum Türöffner-Tag mit der Sendung mit der Maus besucht habt. Eure Neugier, euer Einfallsreichtum, euer Enthusiasmus und eure Geschichten haben diesen Tag tatsächlich zu einem Bücherfest mit vielen wunderbaren Momenten werden lassen, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden. Wir nehmen viele Eindrücke mit und gehen mit Schwung daran, neue Ideen für euch auszubrüten!

Bis bald!

 

Vor einiger Zeit sprach eine Mutter mich an: Ihr Sohn habe eine Geschichte geschrieben und auch selbst illustriert. Sein Wunsch sei es nun, sie als Buch zu verlegen, weshalb er sich mittels einer schriftlichen Anfrage an einen bekannten Verlag gewendet habe. Leider habe ihr Sohn aber nicht einmal eine Antwort erhalten, was ihn natürlich traurig macht und ob er nicht einmal bei mir anfragen könnte.
Das hat mich nachdenklich gestimmt. Nein, habe ich gesagt, er braucht mich nicht fragen, ob ich sein Buch verlege, denn es sei eigentlich klar, dass es nicht in das Profil der Eichhörnchenverlags passen würde, ABER er darf natürlich einfach mal vorbeikommen und dann reden wir einmal darüber, was für Möglichkeiten es gibt, Bücher zu machen und zu verlegen. Es gibt nämlich viele Wege, zum eigenen Buch!
Gleichzeitig hat mich das ziemlich nachdenklich und auch etwas traurig gestimmt. Ich weiß, wie wichtig, wie schön das Erfinden, Schreiben, Illustrieren eigener Geschichten für Kinder ist. Wie besonders die ganz eigenen Bücher sind! Die selbstgestalteten und auch die für einen gestalteten! Eines der Pappebücher, die meine Mama für mich gemacht hat, habe ich euch hier schon einmal vorgestellt. In meinem Regal findet sich auch ein alter Hefter mit Geschichten, Gedichten und Träumen, die ich zu Grundschulzeiten mit zweien meiner Freundinnen gesammelt und erdacht habe und irgendwo liegt noch ein Heft, mit einem begonnen Theaterstück und eine Mappe mit Bühnenbildern…
Ich habe zwar nie mit dem Gedanken gespielt, mir tatsächlich einen Verlag zu suchen, aber ich finde, eigentlich sollte jedes Kind die Möglichkeit haben, seinen Geschichten genau die Form zu geben, die ihm richtig erscheint. Dieser Wunsch scheint mit so schön und wertvoll zu sein, dass er auch WICHTIG ist.

Der Türöffner-Tag mit Muckout in der Papierfabrik ist ein Schritt in dieser Richtung, angetrieben mit Geschichtenkraft (kennt hier eigentlich noch jemand Mimmelitt?). Ein Tag, den wir dem Wissen widmen, dass jedes Kind voller unschätzbarer Bilder und Worte steckt und manch eines diese auch rauslassen und zeigen möchte.
Darum basteln wir am 3. Oktober mit euch Bücher. Darum machen wir die Ausstellung, in welcher ihr sehen könnt, auf welchen Wegen Bücher entstehen können. Darum zeigen wir euch, wie Papier entsteht, dass so gern eure Geschichten trägt.
Wir freuen uns auf euch!

Gestern kamen die bestellten Rahmen für die Ausstellung der „Landtiere“ von Susanne Haun an. Heute wird also gerahmt und zum Transport verpackt.
Ich mag diese, wie auch alle anderen Arbeiten, die mit einer Ausstellungsvorbereitung zusammenhängen. Von der Ideen- und Konzeptentwicklung, über die persönlichen Gespräche mit den Künstlern, die Bilderwahl und eben auch das Rahmen, Verpacken und Hängen/Installieren sowie die Vorbereitung des Ausstellungsraumes. All diese Schritte bringen mich den Bildern näher, zeigen oft genug neue Perspektiven und Zugänge auf. Heute bringt mich meine Arbeit zwangsläufig sehr dicht an die Bilder heran, zwingt mich zu genauem Hinsehen, wenn ich zum Beispiel nachsehe, wo ich Staub hinter dem Glas eingeschlossen habe. Viel Zeit und Gelegenheit, auch die strukturellen Details der Bilder zu bedenken, das Farbverhalten auf der Papieroberfläche zu beobachten und über die fotografisch wiedergegebenen Fellverläufe zu sinnieren.
Ich denke auch über die Wahl der Bilderrahmen nach. Susanne Haun benutzt für gewöhnlich weiß gestrichene Holzrahmen mit glatter Oberfläche und sehr einfachem, klarem Profil. Diesmal habe ich aber andere Rahmen bestellt und diese Abweichung fällt mir durchaus ins Auge. Als junger Verlag, dessen erstes Buch erst noch erscheinen wird, war meine Auswahl auch durch das Budget beschränkt, aber ich bin zufrieden mit der Wahl. Ich mag die Anmutung unbehandelter Hölzer und auch wenn ich die bewusst extrem rau gestaltete Oberfläche der Rahmen gewöhnungsbedürftig finde, so kann ich ihr doch auch Sinn abgewinnen. Immerhin, sie rahmen „Landtiere“. Welcher Bauer poliert schon seine Zäune?

Detail, Bilderrahmen.

Zuletzt, wenn das Bild schon im Rahmen ist, putze ich das Glas mit etwas Glasreiniger und einem weichen Tuch, damit keine Schlieren die Betrachtung stören. Das ist eine einfache und wenig anspruchsvolle Arbeit. Heute höre ich dabei ein Hörbuch. Es fällt mir dabei aber noch etwas anderes auf. Diese Bilder, die ich heute alle noch einmal in die Hand nehme, bedeuten mir viel. Indem ich sie in ihre Rahmen lege, die sie schützen und präsentieren sollen, verleihe ich diesem Gefühl Ausdruck. Das ist sehr schön!