Unterwegs im Frühling

Unterwegs im Frühling

Der Frühling ist da und wir wagen uns nach vielen kalten Tagen nach draußen. Bei gleich zwei tollen Veranstaltungen wollen wir mit vielen kleinen und großen Leser*innen unsere neuen Bücher, ebenso wie die Klassiker, entdecken und freuen uns schon wahnsinnig auf den Austausch. 

Auch in diesem Jahr zieht es uns wieder in die sächsische Hauptstadt Leipzig zum wichtigsten Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche, der Leipziger Buchmesse. Vom 19. bis 22. März sind wir in Halle 3, Stand B302 zu finden. Wie schon die Jahre zuvor teilen wir uns auch 2026 den Stand mit den tollen Kolleginnen von neunmalklug Verlag. Vorbeikommen lohnt sich also gleich doppelt.

Gerade wieder zurück gibt es am 27. März um 16:30 Uhr eine Buchvorstellung und Lesung mit unserer Buchautorin Carla Pohl selbst in der Stadtbibliothek in Kyritz. Die perfekte Gelegenheit, die beiden neuen Werke AUS DEM TAGEBUCH EINER FOTOGRAFIN  I und II kennenzulernen und ganz viel über die Entstehung und den Hintergrund der Bücher und über Carla Pohls Arbeit zu erfahren. 

Und als wäre das alles nicht genug, werden wir in diesem Jahr zum ersten Mal bei der Leseflair Buchmesse „Regio“ in Braunschweig dabei sein. Am 28.03. ab 10:00 Uhr sind wir im Kultur- und Kommunikationszentrum Brunsviga zu finden. Die Messe ist Teil der Leseflair Frühjahrslese, bei der eine Woche lang (regionale) Literatur im Vordergrund steht.

In unseren beiden neuen Bilderbüchern AUS DEM TAGEBUCH EINER FOTOGRAFIN. TEIL I und TEIL II begleitet die Fotografin Carla Pohl zwölf Frauen in ihrem beruflichen Alltag. Ein guter Grund für uns, einen Blick auf die Darstellung von Berufen in Kinderbüchern zu werfen, denn: Lernt man einen Menschen neu kennen, wird oft schon am Anfang eines Gesprächs gefragt: “Und was machst du so?”  Das meint fast immer, die berufliche Tätigkeit, und nicht, welche Hobbys man beispielsweise hat.

Die Wahl des Berufs ist ein wichtiges Merkmal, wenn wir versuchen, uns ein Bild von jemandem zu machen. Auch mein jüngstes Kind stellt momentan jedem, den es kennt und noch nicht kennt, die Frage: “Was willst du werden, wenn du groß bist?” Kinder können also schon sehr früh den Beruf als Teil der Erwachsenenwelt wahrnehmen und erahnen, dass auch sie einmal ein Teil dieser Welt werden und damit ebenfalls einen Beruf ergreifen werden. 

Es ist daher nicht verwunderlich, dass es allerhand Bücher gibt, die sich mit Berufen beschäftigen. Darunter sind Portraits, in denen ein bestimmter Beruf vorgestellt wird und das Kind einen Einblick in dieses Arbeitsfeld bekommt. In diesen Büchern sind bestimmte Berufe deutlich verbreiteter als andere, zum Beispiel Polizistin, Bauer oder Tierärztin. 

In der Kinderbuchreihe “Little People, Big Dreams” werden bekannte Menschen aus aller Welt und deren beruflicher Werdegang gezeigt, und welche große Bedeutung die Ergreifung dieses Berufes für die dargestellten Personen hatte. Das Buch “Marie Curie” zeigt zum Beispiel auf, wie herausragend es für eine Frau ihrer Zeit war, zu studieren, und beleuchtet die große Bedeutung der Entdeckung der Elemente Radium und Polonium und der Radioaktivität durch Marie Curie, für die sie schließlich den Nobelpreis bekam. Das Bilderbuch “Mein Opa ist der Schäfermax” bringt Kindern den nicht so weit bekannten Beruf des Schäfers nahe.

Außerdem gibt es Wimmelbücher wie “Ein Wimmelbuch der Berufe”, die über Bilder Einblicke in die Berufe geben. Durch den Wimmelbuchcharakter ist es möglich, eine Vielzahl von Berufen gleichzeitig aufzuzeigen. In unserem Beispiel sind neben Tierärztin und Bauarbeiter zum Beispiel auch Musiker dargestellt. Im Buch “Coronavirus”, illustriert von Axel Scheffler, werden vor allem solche Berufe gezeigt, die während der Pandemiezeit besonders wichtig für die Gesellschaft waren, auch wenn diese sonst nicht besonders viel Aufmerksamkeit erfahren, wie Verkäufer, Krankenpfleger oder Paketdienstleister. 

Medien, und damit auch (Bilder-)Bücher, haben einen nicht unerheblichen Einfluss darauf, welche Berufe Kinder als junge Erwachsene ergreifen. Die Studie “Medien und Berufsvorstellungen von Kindern: Eine experimentelle Studie zum Einfluss von Kinderbüchern auf das Berufsspektrum von Kindergartenkindern” untersucht, ob Medien Einfluss auf das Wissen und die Vorstellungen von Berufen haben und ob kindgerechte Medien schon im sehr jungen Alter das Kindern bekannte Berufsspektrum erweitern können. Die Bandbreite an Kindern bekannten Berufen ist insgesamt klein und zeigt zwischen Jungen und Mädchen noch einmal Unterschiede. Die möglichen Berufsfelder für Mädchen erscheinen in der Wahrnehmung kleiner. Spitzenreiter sind laut einer Erhebung der Frankfurter Allgemeinen Zeitung bei den Mädchen Tierärztin, bei den Jungen Polizist. Aber auch Pilot, Lehrer, Arzt, Feuerwehrmensch, Astronaut, Fußballer und Schauspieler sind unter Jungen beliebt, ebenso wie Prinzessin unter Mädchen, wobei es sich hier ja kaum um einen Beruf im klassischen Sinne handelt.
Dass die meisten Menschen diese Berufe dann doch nicht ergreifen, hat viele Gründe. So beeinflussen der soziale Hintergrund der Familie und die Bildungsbiografie der Eltern die späteren Zukunftsaussichten der Kinder immer noch sehr stark. Auch ob ein Beruf innerhalb der Familie und später im Freundeskreis mit Anerkennung verbunden ist, nimmt Einfluss auf die Entscheidung. Schließlich kristallisieren sich außerdem immer mehr eigene Neigungen und Fähigkeiten heraus und die Kinder schätzen Berufe und ihre Herausforderungen realistischer ein. 

Beitragsautorin: Katharina Schulze-Bergner

Quellen

Brüggemann, Tim; Gehrau, Volker; Handrup, Jutta: Medien und Berufsvorstellungen von Kindern: Eine experimentelle Studie zum Einfluss von Kinderbüchern auf das Berufsspektrum von Kindergartenkindern, Diskurs Kindheits- und Jugendforschung Heft 2-2015, S. 203-220, unter:  https://elibrary.utb.de/doi/pdf/10.3224/diskurs.v10i2.19419 (letzter Aufruf: 26.09.2025).

FAZ Redaktion: Die Berufswünsche der Kinder: https://stellenmarkt.faz.net/karriere-lounge/berufsorientierung/die-berufswuensche-der-kinder/ (letzter Aufruf: 26.09.2025) .

Sonntag, Agnes: Wenn ich groß bin …, 01.05.2022, unter: https://www.spiegel.de/tests/kinder-und-jugendbuecher-ueber-berufe-wenn-ich-gross-bin-a-de8753d7-631a-4157-bb2d-c1a08f08b81b (letzter Aufruf: 24.09.2025).  letzter Aufruf: 26.09.2025)

Kinderbücher

Berlin.Tille, Peter; Prölss, Siegfried: Mein Opa ist der Schäfermax, 1987, VEB Postreiterverlag Halle.

Göbel, Doro; Knorr, Peter: Was machen die da?. Eine Wimmelbilder-Geschichte über Berufe, Beltz&Gelberg, 2013.

Sánchez Vergara, Maria Isabel; Frau Isa: Marie Curie (Little people, big dreams), 9. Auflage 2023, Insel Verlag. 

Scheffler, Axel: Coronavirus. Ein Buch für Kinder. 2020, Beltz&Gelberg.

Der Wald ist nicht nur ein Biotop und Lebensraum vieler Lebewesen, sondern fasziniert Menschen und bietet Raum für viele Gedanken und Vorstellungen. So ist es nicht verwunderlich, dass der Wald auch in allerhand Kinderbüchern eine wichtige Rolle spielt und so das beliebte Thema an die nächste Generation weitergegeben wird. 

Dafür sind vielfältige Erklärbücher bestens geeignet, die es für unterschiedliche Altersklassen und in unterschiedlicher Ausführlichkeit gibt. In der Bibliothek des Eichhörnchenverlags gibt es zum Beispiel Mein kleiner Wald von Katrin Wiehle, ein Pappe-Naturbuch, in dem Tiere und Pflanzen mit einfachen Worten entdeckt werden können. 

Beliebt sind auch Bücher, in denen die Geschichte eines Wildtieres erzählt wird, wie Wildschwein Walter, Owl Babies oder Sieh dich um, der Fuchs geht rum.  In diesen wird gern mit bestimmten Eigenschaften der Tiere gespielt. Die Tiere dienen als Identifikationsfläche für die Kinder. Sie können mit dem Tier zusammen ein Abenteuer erleben oder eine in ihrem eigenen Leben relevante Angst durchleben und überwinden. In Owl Babies warten zum Beispiel die drei Eulenkinder auf ihre Mutter, die sich auf Futtersuche gemacht hat, und überlegen sich dabei allerhand Szenarien, warum die Mutter nicht zurück zu ihnen kommen könnte. Am Ende der Geschichte sind alle wieder glücklich vereint.

In Der Grüffelo wird der Wald zu Beginn als gefährlicher Ort dargestellt, in dem ein gar wildes Tier sein Unwesen treibt, bevor dieses überlistet wird und der Wald am Ende gar nicht mehr angsteinflößend erscheint. Auch hier geht es um die Überwindung von Angst, wobei der Wald als gruseliger, gefährlicher Ort an bekannte Märchen erinnert.

Auch bei uns im Verlag gibt es den Wald in einigen Büchern zu entdecken. Im zweisprachigen Mitmachbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer Bachmann ist der Wald der Lebensraum von Reh Ida und ihrer Familie und bildet den Ausgangspunkt einer Reise, die Ida durch den Wald, zu anderen Wildtieren und schließlich zu sich selbst führt. In FELLFREUNDE von Irina Maslennikova ist der Wald ebenfalls Teil eines Sehnsuchtsorts, abseits der lauten, vollen städtischen Welt, in welchem man man selbst sein kann und gesellschaftliche Konventionen unwichtig werden. 

Das jüngst im Eichhörnchenverlag erschienene Bilderbuch IN DEN WALD von Rüdiger Tillmann lässt uns den Wald entdecken, als würden wir direkt in ihn hineingehen. Immer mehr Details werden sichtbar, immer tiefer hinein nehmen uns die Tiere, bis wir selbst die Kleinsten von ihnen bestaunen können. 

Rüdiger Tillmann widmet sich in seiner Arbeit fast ausschließlich der Darstellung des Waldes mit all seinen Gesichtern und nutzt dazu Tusche und Feder. Außerdem arbeitet Tillmann als Illustrator, Cartoonist und Comiczeichner. Wer mehr über Rüdiger Tillmanns Arbeiten erfahren möchte, schaut gern hier.

Beitragsautorin: Katharina Schulze-Bergner

Quellen

Gezer Bachmann, Fulya: İda’nin Yolu/ Idas Weg. 2020, Eichhörnchenverlag. 

Maslennikova, Irina: Fellfreunde. 2025, Eichhörnchenverlag.

Shaw, Elisabeth: Wildschwein Walter. 1988, Der Kinderbuchverlag Berlin. 

Scheffler, Axel; Donaldson, Julia: Der Grüffelo. 2002, Beltz & Gelberg.

Tillmann, Rüdiger: In der Wald. 2025, Eichhörnchenverlag. 

Waddell, Martin; Benson, Patrick: Owl Babies. 1992, Walker Books.

Walbrecker, Dirk; Ball Sara: Sieh dich um der Fuchs geht rum, 1990, Sellier Verlag. 

Wiehle, Katrin: Mein kleiner Wald, 2013 Beltz & Gelberg. 

In diesem Jahr wird es noch drei neue Bücher im Eichhörnchenverlag geben, und in einem davon wagen wir uns an (oder in) einen sagenumwobenen Ort, der gerade in Deutschland die Gemüter der Menschen schon lange bewegt – den Wald.

In Rüdiger Tillmanns Bilderbuch IN DEN WALD betreten wir einen Buchenwald, in welchem der Mensch für einen Moment unsichtbar ist. Allen anderen Lebensformen gehört die Bühne. Wir Betrachtenden dürfen ihnen zuschauen und so tief durchatmen, dass wir fast schon die Frische des grünen Blätterdachs riechen können.

Der Wald als Faszinosum und Sehnsuchtsort. Damit reiht sich dieses Bilderbuch in eine lange Tradition der Waldrezeption in Deutschland ein.

Viele Jahrhunderte war der undurchdringliche Wald, der große Teile Deutschlands und Zentraleuropas bedeckte, ein als gefährlich geltender Ort. Im Mittelalter wähnte man den Wald als das Zuhause von allerlei Fabelwesen und Dämonen. Außerdem gab es in den dunklen, dichten Wäldern wilde Tiere, die durchaus eine Gefahr für den Menschen darstellen konnten. Und auch Räuberbanden bot das Dickicht allerhand Platz für verbrecherische Tätigkeiten. 

Dieses Bild des schaurigen Waldes mit seinen schaurigen Sümpfen geht auch auf den altrömischen Historiker Cornelius Tacitus zurück, der über die Wildheit der Wälder Germaniens berichtete, ohne sie selbst je gesehen zu haben. 

Gleichzeitig war der Wald aber auch ein wichtiger Rohstofflieferant. Neben dem sehr wichtigen Holz, zum Heizen und als Grundmaterial für Häuser und Möbel, waren auch die im Wald lebenden Tiere sowie Pflanzen und Tiere wichtige Erzeugnisse des Waldes. In “Geschichte des Waldes” von Botaniker Hansjörg Küster wird der Wald schon zur Zeit der Germanen als stark von der Bewirtschaftung durch den Menschen geprägt beschrieben. 

In der Romantik durchlebte der Wald einen Bedeutungswandel und war vom Ende des 18. Jahrhunderts bis weit in das 19. Jahrhundert hinein ein weit verbreitetes Motiv. Maler und Dichter der Zeit machten den Wald zu einem Sehnsuchtsort, in welchem alles noch heil und ursprünglich war und der Mensch mit der Natur in Verbindung treten konnte. Er stand für Beständigkeit in einer sich wandelnden Welt. 

Durch den Ausbau der Städte und die Industrielle Revolution schien dieser Raum für den Menschen verloren gegangen zu sein. Ein Schlüsselbegriff wurde dabei der Begriff der Waldeinsamkeit, die der Schriftsteller Ludwig Tieck im Kunstmärchen “Der blonde Eckbert” prägte. Diese Waldbegeisterung fällt zusammen mit einer rapiden Abnahme der Waldfläche, denn durch die industrielle Revolution wurde Holz in vorher nicht gekanntem Ausmaß benötigt. Daher hatten die Romantiker auch eine große Angst vor dem Waldsterben, denn damit würden eben auch kulturelle Traditionen noch weiter verloren gehen. Die Romantisierung des Waldes war zuerst unter städtischen Intellektuellen verbreitet, die diesen Erinnerungsort zwar besuchten, nicht aber Seite an Seite mit ihm lebten wie die Landbevölkerung. Im frühen 20. Jahrhundert hatte sich der Wald als Symbol der Eintracht von Mensch und Natur dann auch immer mehr in der Arbeiterschaft durchgesetzt und wurde nun zu einem Lebensgefühl aller sozialen Schichten. 

Auch die Nationalsozialisten zeigen eine starke Begeisterung für den Wald und überhöhen “den deutschen Wald” und “die deutsche Eiche” im Sinne völkisch-rassistischer Ziele. Sie sahen sich als Nachkommen eines Waldvolkes der Germanen. Die Beständigkeit des Waldes sollte dabei an die angebliche lange Linie dieses Volkes erinnern. Auch Natur- und Waldschutz wurden propagiert und kamen einem Schutz des Volkes gleich. Nach 1945 verlor der Wald als politisches Symbol an Bedeutung. 

Der Wald kommt danach in Heimatfilmen vor, die eine heile, oft etwas kitschige Welt zeigen, oder auf verschiedensten Natur- und Jagdbildern, bevor er als Teil der Ökobewegung in den 1980er Jahren im Zuge von Umweltverschmutzung und Waldsterben erneut Aufwind erfährt. 

Auch heute noch suchen Menschen im Wald einen wilden, von der Zivilisation unberührten Ort, der ihnen Erholung und Flucht aus dem Alltag ermöglicht. Dabei ist es vielen Waldbesucher*innen wichtig, möglichst wenig vom Eingreifen des Menschen durch Forstwirtschaft zu sehen, viele sehnen sich auch nach Einsamkeit. Ebenso wird dem Waldbaden eine positive gesundheitliche Wirkung zugeschrieben, wie beispielsweise die Studie „Soziokulturelles Waldmonitoring Bayern – WaMos Bayern“ aus dem Jahr 2020 zeigt. Die Sehnsucht nach dem Wald hält also weiterhin an. Auch der Preis “Das Buch des Jahres 2025” der Stiftung Buchkunst geht mit „Buchenwald – Im Dickicht vom Ettersberg“ von Christian Rothe an ein Werk, in dem sich der Naturraum Wald und Zeitgeschichte überlagern.

Beitragsautorin: Katharina Schulze-Bergner

Quellen

Gaggermeier, Anika; Eisele, Helena: Erholungsort Wald: den Alltag zurücklassen, 21.06.2022, unter: https://www.waldwissen.net/de/lernen-und-vermitteln/oeffentlichkeitsarbeit/erholungsort-wald-den-alltag-zuruecklassen (letzter Aufruf: 30.10.2025). 

Kirchhoff, Thomas: Sehnsucht nach Wald als Wildnis, In: Apuz  Aus Politik und Zeitgeschichte, December 2017, unter: https://www.researchgate.net/profile/Thomas-Kirchhoff-4/publication/321424722_Sehnsucht_nach_Wald_als_Wildnis/links/6499df32b9ed6874a5dce1f6/Sehnsucht-nach-Wald-als-Wildnis.pdf (letzter Aufruf: 09.09.2025).

Lehmann, Albrecht: Natur und Kultur begegnen sich im Wald. Mythos Deutscher Wald: Waldbewusstsein und Waldwissen in Deutschland, 

https://www.buergerundstaat.de/1_01/wald_01.pdf#page=6 (letzter Aufruf: 28.10.2015). 

Redaktion Börsenblatt: „Buchenwald“ erhält den Preis der Stiftung Buchkunst, 5. September 2025, unter: https://www.boersenblatt.net/news/verlage-news/buchenwald-erhaelt-den-preis-der-stiftung-buchkunst-2025-387825 (letzter Aufruf: 16.09.2025).

Rothe, Christian: Buchenwald – Im Dickicht vom Ettersberg, 2025, Hartmann Books.

Sigg, Christa: Der Wald in der Romantik; Seelenvolles Rauschen, Goethe-Institut, März 2021, unter: https://www.goethe.de/ins/ee/de/kul/sup/www/22212658.html (letzter Aufruf: 08.09.2025).

Westfälische Nachrichten: Sehnsuchtsort: Die Romantiker und der Wald, 24.07.2018, unter: https://www.wn.de/welt/kultur/buch/sehnsuchtsort-die-romantiker-und-der-wald-1253625 (letzter Aufruf: 09.09.2025).

Wölker, Anja: Die Deutschen und ihr Wald, 07.07.2020, unter: https://www.planet-wissen.de/natur/landschaften/deutscher_wald/deutscher-wald-sehnsuchtsort-100.html (letzter Aufruf: 09.09.2025).



Titelbild: Reinermann, Friedrich Christian: Die Ruine Kalsmunt bei Wetzlar, 1805, Städel Museum, Frankfurt am Main. 

Bevor festliche Ruhe einkehren kann, wird es im Advent traditionell noch einmal wuselig.

Wir freuen uns, in diesem Jahr auf drei Adventsveranstaltungen in unserer Region vertreten zu sein:

Kommt ihr vorbei?

IN DEN WALD

15,00 inkl. MwSt.

Von der Wiese, durch dichtes Grün IN DEN WALD.

Gemeinsam mit einem Reh betreten wir einen Buchenwald. Jedes Blättern führt uns tiefer zwischen die Bäume. Es raschelt und zwitschert, klettert, wuselt und schleicht um uns herum. Eine Vielzahl unterschiedlichster Tiere entdecken wir und beobachten Seite für Seite ein Stück ihres Lebens.

Was macht gutes Design für Kinder aus und wie haben Menschen verschiedener Zeiten diese Frage beantwortet? Welche Rolle spielen Materialzugänglichkeit, Funktionalität, Zeitgeschmack und die historische Entwicklung von Spiel- und Lernverständnis in diesem Zusammenhang?

Diese und weitere Fragen beleuchtet die aktuelle Ausstellung „Design für Kinder“ im Bröhan Museum in Berlin, welche das große Verlagskind und ich vor Kurzem besuchten.

Die Ausstellung präsentiert Spielzeuge, Spielgeräte und auch Möbel für Kinder innerhalb eines chronologisch sortierten Rundgangs. Eindrücklich zeigt sie das große Spektrum von Designaufgaben für Kinder, von ganz kleinen Dingen (wie Legosteinen) bis zu umfangreichen Spielplatzanlagen. Wir erleben, wie unterschiedlich die Tätigkeiten und Erlebnisse sind, die wir unter dem Sammelbegriff „Spiel“ zusammenfassen können, die von der Betrachtung eines Bilderbuchs, über die Interaktion mit den Händen beim Spiel mit Bausteinen bis zur Einbeziehung des ganzen Körpers, z. B. beim Klettern reichen. Wer genauer hinschaut, kann auch sehen, welche Aufgaben dem kindlichen Spiel zugeschrieben werden. Sollen Kinder vermeintlich frei spielen und ihre eigene Fantasie und Kreativität entwickeln oder werden mit dem Spiel konkrete Anschauungen und praktische Fähigkeiten vermittelt? Beides spiegelt sich in der Gestaltung der Spielzeuge wider.

Das große Verlagskind und ich haben vieles gefunden, was uns in dieser Ausstellung fasziniert hat. Miniaturmodelle von fantastischen Spielplätzen zum Beispiel oder eine kleine Sammlung von Lieblingsspielzeugen von Besucher*innen, die ihre zum Teil sehr bewegenden Geschichten zu diesen Objekten berichteten. Die meiste Zeit haben wir dann allerdings in einem Raum verbracht, welcher sich ganz dem Thema Bausteine widmet. Hier wurde nicht nur eine großzügige Legoecke eingerichtet, die wir ausgiebig genutzt haben, auch eine tolle Sammlung sehr unterschiedlicher Bausteine wird hier präsentiert. Manche davon haben mich wegen ihrer Schönheit oder ihres Materials sehr angesprochen. Vor allem aber fand ich faszinierend, wie am Beispiel der verschiedenen Bausteine, all die oben angesprochenen Beobachtungen zu historischen Entwicklungen, Materialfragen und Aufgabenstellungen an das Spiel deutlich wurden, während gleichzeitig offensichtlich war, dass manche Spielzeuge wie Bausteine und auch Stofftiere trotzdem in ihrem Kern gleich bleiben.

In einem separaten Teil widmet sich die Ausstellung dem Thema Kinderbuch. Hier fanden wir einige wunderbare historische Bilder- und Kinderbücher und zuletzt einen großzügigen und gemütlich eingerichteten Raum mit einer schönen, frei zugänglichen Sammlung aktuellerer Kinderbücher. Die Einladung, zum Abschluss unseres Besuchs noch einmal in Ruhe zu verweilen, haben wir sehr gern angenommen, und während das große Verlagskind direkt ihr mitgebrachtes Buch aus dem Rucksack zog und in den Kissen verschwand, habe ich mich durch die Sammlung gestöbert.

Mit viel Freude habe ich hier auf den Regalen ŞEKİL OYUNU – FORMSPIEL von Fulya Gezer Bachmann und UNTERWEGS von Karoline E. Löffler gefunden und endlich einmal Gelegenheit gehabt, Hannah Höchs PICTURE BOOK und LUDWIG UND DAS NASHORN von Golden Cosmos und Noemi Schneider zu lesen.

Alles in allem hatten wir einen wirklich schönen und spannenden Nachmittag im Bröhan Museum und können euch einen Besuch wärmstens empfehlen!

Die Ausstellung „Design für Kinder“ ist noch bis zum 16. Februar 2025 zu besichtigen. Nutzt die Gelegenheit und schaut vorbei!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Liebe Freund*innen des Eichhörnchenverlags,

2023 war in vielerlei Hinsicht ein schönes Jahr im Eichhörnchenverlag, mit zahlreichen wunderbaren Begegnungen, Ideen und Projekten. Wirtschaftlich betrachtet aber war es ziemlich desaströs. Wir sehen, dass wir nicht mehr lange weitermachen können, wenn wir bzw. unsere Bilderbücher nicht deutlich mehr Menschen bekannt werden.

Wir glauben, dass Projekte wie unseres, die aus Überzeugung und mit Herzblut gegründet werden und die manchmal in ganz kleinen Nischen anfangen, unerlässlich sind, für ein lebendiges kulturelles und gesellschaftliches Miteinander. Und wir sehen, dass wir – innerhalb wie außerhalb der Buchbranche – nicht die Einzigen sind, denen es schwerfällt, in ihren Nischen wirtschaftlich zu bestehen. Gemeinsam mit euch möchten wir das ändern und auf Entdeckungsreise durch die vielen kleinen Dinge und Projekte gehen, die unsere Leben vielfältiger machen!

Ab sofort werden wir darum immer freitags in unseren Instagram-Stories ein Unternehmen/Projekt/Creator vorstellen, die tun, was sich zu entdecken lohnt. Gemeinsam!

  • Was wir unterstützen wollen: Menschen, die echte Herzensangelegenheiten zu ihren Projekten und Unternehmen gemacht haben. Menschen, die es mit diesen Herzensangelegenheiten schwer haben, weil sie einfach noch viel zu wenig Leute erreichen.
  • Was wir nicht unterstützen wollen: Verschwörungstheoretisches und rechte Ideologien.

So funktioniert es: Immer freitags werden wir in unseren Instagram-Stories ein Unternehmen/Projekt/Creator vorstellen, die tun, was sich zu entdecken lohnt und unsere Follower*innen einladen, auch ihnen zu folgen. Anfangen werden wir mit Freunden und Freunden von Freunden, von denen wir schon wissen, dass sie tolle Sachen machen, die ihr aber vielleicht noch nicht kennt. 😉 Alle Unternehmen/Projekte/Creator*innen, die mitmachen wollen, tun das Gleiche.

Ihr habt selber Unternehmen/Projekte oder seid Creator*innen und möchtet dabei sein? Oder ihr kennt Menschen, von deren Arbeit ihr überzeugt seid und denen ihr diese Einladung weiterleiten möchtet? Alle, die Lust haben Teil dieser Aktion zu werden, schreiben uns bitte eine Mail an kontakt@eichhoerchenverlag.de mit Betreff „entdecken und supporten“.

Wir freuen uns auf ein facettenreiches Jahr 2024 mit euch!

Mit herzlichen Grüßen

Nina vom Eichhörnchenverlag

“Siehst du dich in ihr Wesen ein
Lassen sie dich
Wie im Flug sein
Auf ihre Weise
Nicht allein
Sie schweben
Und heben sich
In dich hinein”

So nehmen Gerd Knappe und Susanne Haun uns in ihrem neuen Pappebuch mit in die ausdrucksreiche Welt der Wolken. In Lyrik und Tuschezeichnungen laden sie uns ein, das Wogen und Wandeln über unseren Köpfen zu erkunden und selbst die wildesten Bilder in den Himmelsformationen zu entdecken. 

Mit dem oben gebundenen Buchrücken ist WOLKEN ein ganz eigenes Bilderbuch geworden und zeigt uns einmal mehr, wie sehr es sich lohnt, für jedes Buch neu auszuhandeln, wie die enthaltenen Werke am allerbesten zur Geltung kommen und ein besonders schönes Anschau – und Leseerlebnis möglich machen.

Die Bindung am oberen Rand entstand aus dem Wunsch heraus, möglichst breite Seiten zu gestalten, auf welchen Bild und Text luftig nebeneinander Platz hätten. Die Bindemethode von Pappebüchern bringt es mit sich, dass es spezielle Maschinen braucht und diese wiederum können nur Formate innerhalb bestimmter Parameter bewältigen. Das heißt, ab einer bestimmten Höhe/Breite/Dicke eines geplanten Buches ist das Ende des mit der Maschine machbaren und damit in höherer Stückzahl und bezahlbar produzierbaren erreicht. Im Falle der Bindemaschine bei unseren geschätzten Partnern in der Druckerei SachsenDruck ist es so, dass in der Höhe mehr möglich ist, als in der Breite. So kam es, dass wir Form und Inhalt kurzerhand gedreht haben.

Was als spontane Eingebung entstand, hat sich als richtig gute Idee erwiesen. Wir lieben, wie dieses Buch auf Tisch, Händen und Schoß liegen kann, wenn wir es lesen und gemeinsam betrachten; wie Gerd Knappes Worte darin von Seite zu Seite, von einer von Susanne Haun gezeichneten Wolkenschicht in die nächste fließen; wie es abends auf einer Kommode oder auf dem Bücherregal steht, ein bisschen wie eine liebe Urlaubsfotografie im Bilderrahmen und auch wie ein Fenster in die nächste Gedankenreise.

Es ist kaum zu beschreiben. Man muss es in Händen halten! Und dann? Dann fühlt man die Wolken in den Fingerspitzen und tastet, was eigentlich gar nicht tastbar ist, denn einige Wolken auf diesem Buchcover sind mit einer Strukturlackierung veredelt, die funkelt, wie manches Wölkchen am Himmel, wenn die Morgensonne es streift.

Lieber Gerd Knappe, liebe Susanne Haun, liebe Antje Rother, vielen Dank euch, dass ihr dieses wunderschöne Bilderbuch möglich gemacht habt!

Liebe Bilderbuchenthusiast*innen, wir wünschen euch allen eine fabelhafte Entdeckungsreise mit dem Kopf hoch in den WOLKEN!

Beitragsautorin: Katharina Schulze-Bergner und Nina A. Schuchardt

Eichhörnchenverlag im Interview mit Steven Lundström

An einem lauen Herbstnachmittag, der sich fast noch nach Sommer angefühlt hat, hatten wir die große Freude, im gepflegten Bücherchaos des Verlagsbüros mit Steven Lundström im Rahmen des Literatur Radio Hörbahn über Tierbücher, die Frage, was man Kindern zutrauen kann und vieles mehr zu sprechen.

Das Literatur Radio Hörbahn vereint in weit über 1000 Beiträgen mit Lesungen, Lyrik, Interviews, Literaturkritiken, und Tipps, Hörbuchrezensionen, Essays, Interviews und vielem mehr ein buntes Spektrum für alle Lesehungrigen, die nicht genug von Büchern bekommen können. Zu hören ist es unter literaturradiohoerbahn.com oder bei allen gängigen Podcastanbietern. 

Steven Lundström ist dabei nicht nur Moderator und Sprecher für das Radio, sondern erschafft auch selbst wundervolle Geschichten für Kinder. Mal gereimt als Rätsel oder ungereimt als längere Erzählung. So bezaubern seine Geschichten über Die Pinguingang, von denen bereits der zweite Band erschienen ist, unter anderem auch unser größtes Verlagskind.

Wer mehr erfahren möchte: ab sofort ist unser Interview hier und bei allen gängigen Podcastanbietern verfügbar. Wir wünschen viel Spaß beim Hören!

An Steven Lundström und das Literatur Radio Hörbahn unseren herzlichen Dank für die Gelegenheit unseren Verlag vorzustellen, das schöne Gespräch und die tollen Fragen! Wir freuen uns schon auf unsere nächste Begegnung!

PS: Wer nicht genug von Interviews mit uns bekommen kann: hier könnt ihr ein kleineres Interview hören, das Steven auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse mit uns führte.

Beitragsautorin: Katharina Schulze-Bergner

Wir freuen uns auf eine weitere aufregende BuchBerlin mit euch, vielen wunderbaren Kolleg*innen und einem spannenden Programm!

Ganz besonders glücklich macht uns, dass wir dieses Jahr auch mit einer Lesung vertreten sind.

Am Samstag um 14:00 Uhr lesen Claudia Brüggemann und Nina A. Schuchardt MONSTER & MAUS für euch.

Kommt doch vorbei!

BuchBerlin

in der Arena Berlin

Samstag, den 30.09.2023 von 10 bis 18 Uhr und Sonntag, den 01.10.2023 von 10 bis 17 Uhr.

Wir freuen uns auf euch!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt