Big plans, good plans

Big plans, good plans

Lang, lang ist’s her, doch in diesem Sommer und Herbst freuen wir uns wieder auf diverse Veranstaltungen und besonders darauf, möglichst viele von euch bei diesen Gelegenheiten hoffentlich wohlbehalten und munter wiederzusehen. Kommt vorbei! 🙂

Bis bald!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Kennt ihr das Projekt „Die 49“ von ZEIT ONLINE? Ein spannendes Projekt mit welchem die Redaktion des Onlinemagazins die Verteilung bestimmter statistischer Marker (z.B. Alter, Wohnort, Bildungshintergrund, …) innerhalb der deutschen Gesellschaft anhand einer vergleichsweise winzigen Gruppe von 49 Menschen nachvollzogen hat und diese nun über einen längeren Zeitraum begleitet und miteinander ins Gespräch bringt.

Es ist ein miniaturisiertes Gesellschaftsexperiment, bei welchem wir alle live zuschauen können und es hat das Potenzial ein echter Augen- Kopf- und Weltbildöffner zu werden. Ich jedenfalls finde es richtig spannend!

Der Wunsch, ein möglichst breites Bild unserer Gesellschaft und aller Menschen darin zu zeigen, wohnt auch unserem neuen Bilderbuch STADTSPAZIERGANG von Karoline E. Löffler und besonders unserer dazugehörenden Aktion „Spaziere in dein Bilderbuch“ inne. Wir wollen die uns alle umgebenden Verschiedenheiten und Gemeinsamkeiten abbilden, und so ein Bilderbuch mit hohem Identifikations- und gleichzeitig hohem Entdeckungs- und Gesprächspotenzial schaffen, dass ganz dicht am echten Leben ist und dafür brauchen wir euch!

Ihr alle, ob groß, ob klein, jung oder alt seid eingeladen, dabei zu sein.

Gemeinsam machen wir die Bilderbuchwelt bunt wie das Leben selbst!

Hier geht’s zur Kampagnenseite, auf welcher ihr alles findet, was es braucht um mitzumachen. Wir freuen uns auf euch und wir freuen uns auch, wenn ihr alle eure Lieben einladet ebenfalls dabei zu sein!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Beitragsbild: o. T., Collage von Karoline E. Löffler, Titelbild des Bilderbuchs „Stadtspaziergang“ von Karoline E. Löffler, Eichhörnchenverlag.

Wer von euch hat gestern Abend „Die Literaturagenten“ auf radioeins gehört?

Es war eine richtig gute Sendung zum Bücherfrühling (initiiert von Börsenverein Berlin-Brandenburg, radioeins und Berliner Zeitung) in Berlin und Brandenburg, in der auch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer als eines von 10 super-spannend klingenden Büchern vorgestellt wurde! 🙂

Die Kinderbuchbesprechungen von Wiebke Keuneke inkl. İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer findet ihr ab Minute 35. Wir empfehlen euch aber unbedingt die ganze Sendung zu genießen!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Beitragsbild: (c) Eichhörnchenverlag.

Heute beginnt die Aktion Bücherfrühling vom Landesverband Berlin-Brandenburg des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, radioeins und Berliner Zeitung.

Zahlreiche Berliner und Brandenburger Buchhandlungen und Verlage beteiligen sich mit verschiedenen Beiträgen und Veranstaltungen an der Aktion. Der Veranstaltungskalender ist hier einsehbar.

Nicht zuletzt ist der Bücherfrühling außerdem ein schönes Abbild der weiten Verlagslandschaft Berlins und Brandenburgs.

Alle teilnehmenden Verlag haben wir euch darum hier aufgelistet. Viel Spaß beim Stöbern und Frühjahrslektüren finden!

Natürlich bleibe ich weiterhin Teil der Eichhörnchenverlagsfamilie, aber die nächsten Monate werde ich weniger aktiv am Verlagsgeschehen teilnehmen und mich dafür um einen weiteren kleinen Testleser für unsere Bilderbücher kümmern. Ich freue mich auf dieses neue Abenteuer, denn wie das Vogelpaar Tui und Tiu in unserem dritten Bilderbuch wusste ich, dass dieses kleine Würmchen noch fehlt in meinem Leben und es noch viel schöner machen wird. Gespannt werde ich trotzdem alles Neue verfolgen, was im Verlag in diesem Jahr noch ansteht. Freuen können wir uns zum Beispiel auf ein neues Werk von Karoline E. Löffler, die uns auf einen ganz besonderen Stadtspaziergang mitnimmt.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Liebe Katharina, ich danke dir für die gute Zeit, die vielen Impulse und die leichteren Schultern, die ich habe, seit du wieder ein Teil der Verlagsfamilie bist und ich freue mich auf den Weg, den wir in Zukunft noch gemeinsam gehen werden. Für den Moment wünsche ich dir eine fabelhafte und aufregend-schöne Zeit mit deiner Herz- und Bauchfamilie und sende euch Good Vibes aus der Ferne. Bis bald!

Nina A. Schuchardt

Titelbild: Babybauch in Samt (c) Joseph Bergner.

Unsere IDA geht ihren eigenen Weg durch die Welt und kann dabei ganz auf sich vertrauen. Um Kindern diese Möglichkeit zu geben, ist zuallererst ein gewaltfreies Aufwachsen nötig, für das wir als Eltern, Umfeld und Gesellschaft Sorge tragen. Um auf die Wichtigkeit einer gewaltfreien Erziehung hinzuweisen, gibt es in Deutschland seit 2004 den Tag der gewaltfreien Erziehung, der immer am 30. April begangen wird. Der Tag dient dazu, daran zu erinnern, dass Gewalt an Kindern niemals eine Lösung ist und soll den Kleinsten und Hilflosesten eine Lobby geben. (1)

Laut des UNICEF-Berichts “A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents” erleben weltweit bereits rund drei Viertel der zwei- bis vierjährigen Kinder weltweit, das sind ungefähr 300 Millionen Mädchen und Jungen, körperliche oder verbale Gewalt durch ihre Erziehungsberechtigten in ihrem eigenen zu Hause. (2)

Um diese Situation zu verbessern, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen 1989 die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, welche mittlerweile von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet wurde. Die Konvention gilt für alle Kinder bis 18 Jahren und schreibt unter anderem das Recht auf den Schutz des Lebens und der Unversehrtheit, aber auch Respekt und Förderung von Begabungen fest. (3)

In Deutschland gibt es aktuell Bestrebungen, die Kinderrechte zu stärken und diese im Grundgesetz zu verankern. Denn obwohl Kinder auch Trägerinnen und Träger aller Grundrechte und gleichzeitig besonders schutzbedürftig sind, ist dies aus dem Verfassungstext bisher nicht explizit ersichtlich. Deshalb gibt es schon lange Diskussionen darüber, Rechte von Kindern im Grundgesetz festzuschreiben und somit sichtbar zu machen. An der aktuellen Umsetzung gibt es aber auch Kritik: Politiker*innen, Jurist*innen, Kinderschutzorganisationen und Wissenschaftler*innen halten die geplanten Formulierungen für zu ungenau und kritisieren, sie enthalten unnötige Wiederholungen. Manche gehen sogar davon aus, dass der vorliegende Entwurf den Kinderschutz schmälere und hinter geltendes Recht zurückfalle. Konservative Kreise schätzen indes die Gefahren höher ein als den Nutzen und sind grundsätzlich gegen eine Änderung des Grundgesetzes. (4)

Die UN-Kinderrechtskonvention gilt verbindlich mit dem Rang eines einfachen Bundesgesetzes seit 1992 in Deutschland. (5) Erst im Jahr 2000 wurde in Deutschland das „Recht auf eine gewaltfreie Erziehung“ festgeschrieben, vorher waren Schläge als „Erziehungsmaßnahme“ nicht verboten. (3) Insgesamt hat sich in Deutschland die Einstellung zu Gewalt in der Erziehung im Sinne der Gewaltfreiheit positiv verändert und sich ein gewisser Konsens zur gewaltfreien Erziehung herausgebildet. Das belegen auch Studien, in denen Eltern gewaltfreie Erziehung als ihren Erziehungsstil benennen, sagt die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes, Cordula Lasner-Tietze. (6)

Anders als vor 30 oder 40 Jahren sehen viele Eltern ihre Kinder heute als eigenständige Persönlichkeiten, die Vertrauen, Sicherheit und Freiheit erleben sollen, so Lasner-Tietze, und die „Erwachsene an ihrer Seite haben, die die Welt erklären und das Kind Erfahrungen machen kann, indem es mit Neugier und Lust die Welt entdecken kann.“ (6) Obwohl körperliche Gewalt abnimmt, verstärken sich dafür andere Faktoren, die auch zu Gewalt zählen. Heute steht mehr die psychische Gewalt im Vordergrund, die den Eltern oft nicht bewusst ist und auch Eltern trifft, die besonders engagiert sind, damit aber auch sehr viel Druck auf ihre Kinder ausüben, wie die Erziehungswissenschaftlerin Alexandra Langmeyer vom Deutschen Jugendinstitut bemerkt. (6)

Insgesamt ist Deutschland auf einem guten Weg, trotzdem gibt es noch viel zu tun, denn immer noch machen viele deutsche Kinder Gewalterfahrungen. Laut einer Kriminalstatistik für das Jahr 2019 werden etwa fünf bis zehn Prozent der Kinder von ihren Eltern schwerwiegend und relativ häufig körperlich bestraft. Die Corona-Pandemie verstärkt dies, da sie Familien in die Isolation zwingt, Spannungen verschärft und somit mehr Konfliktpotenzial schafft, welches in Gewalt enden kann. Gleichzeitig ist die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe derzeit stark eingeschränkt. (7)

Nehmen wir also den heutigen Tag als Anlass, noch stärker auf uns und die Welt um uns herumzuschauen, zu unterstützen und zu helfen, um allen Kindern eine liebevolle, gewaltfreie Kindheit zu ermöglichen.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen:

(1) Helena: Tag der gewaltfreien Erziehung: Jeder Klaps ist einer zu viel!, 2018, unter:  https://www.ma-gazin.de/tag-der-gewaltfreien-erziehung/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(2) Unicef: A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents, November 2017, unter: https://data.unicef.org/resources/a-familiar-face/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(3) Jugendstiftung Baden-Württemberg: Kinder haben Rechte!, unter: https://www.menschenrechte.jugendnetz.de/menschenrechte/kinderrechte/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(4) Otto, Jeanette: Kinderrechte im Grundgesetz. Hört! Uns! Zu!, 21.04.2021, In: Zeit Nr. 17/2021, unter: https://www.zeit.de/2021/17/kinderrechte-grundgesetz-gesetzesentwurf-kinderschutz-rechtsschutz-familie, (letzter Aufruf: 29.04.2021).

(5) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Kinderrechte ins Grundgesetz, 22.01.2021, unter: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(6) Wagner, Albrecht: Tag der gewaltfreien Erziehung: Das Problem heißt heute psychischer Druck, 30. April 2018, unter: https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/tag-der-gewaltfreien-erziehung-100.html (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(7) Langosch, Nele: Mehr Gewalt gegen Kinder und Mütter in der Corona-Zeit?, 21.08.2020, unter: https://www.baby-und-familie.de/Coronavirus/Mehr-Gewalt-gegen-Kinder-und-Muetter-in-der-Corona-Zeit-558405.html (letzter Aufruf: 14.04.2021).

Titelbild: Vienna 2010-11-20 ‚Kinderrechte‘ Smart Mob 025, 20 November 2010, Österreich, Wien, Stephansplatz, Attribution: Wolfgang H. Wögerer, Vienna, Austria, unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vienna_2010-11-20_%27Kinderrechte%27_Smart_Mob_026.jpg, (letzter Aufruf: 29.04.2021).

Heute ist Welttag des Buches und das ist uns natürlich ein besonderer Feiertag!

Ich (Nina A. Schuchardt) durfte unserer Regionalzeitung der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zu diesem Anlass von dem Wunder des Lesenlernens, das ich im vergangenen Jahr in unserem Haus erleben konnte, berichten. Die ständige Erreichbarkeit und vielfältige Nutzung von Büchern in unserer persönlichen Lebens- und Arbeitswelt hat dabei eine entscheidende Rolle gespielt. Den Artikel könnt ihr hier lesen.

Einige Gedanken, die ich euch aus unseren Erfahrungen zusammengefasst habe, könnt ihr außerdem hier nachlesen:

8 Tipps wie dein Umgang mit Büchern deinem Kind das Lesenlernen erleichtert:

Vorlesen! → Vorlesen ist schön. Die vertraute Nähe beim Vorlesen und die dabei gemeinsam verbrachte Zeit sind unheimlich wertvoll. Außerdem bereitet das Vorlesen Kindern den Weg, auf dem sie später selber entdecken können, dass das Lesen von Büchern Spaß macht und erleichtert das spätere Lesenlernen. „Vorlesen schafft ein uneinholbares Startkapital für das Lesenlernen“ zu diesem Fazit kommt die Vorlesestudie 2018 von Stiftung Lesen, DIE ZEIT und Deutsche Bahn Stiftung. Das Vorlesen wirkt dabei gespächs- und bindungsfördernd, aber auch direkt sprachfördernd, indem es zum Beispiel den Wortschatz erweitert. Das Vorlesen sollte dabei auch nicht erst ab einem bestimmten Alter beginnen. Schon das gemeinsame Betrachten erster Pappebilderbücher im Säuglingsalter macht Spaß und legt die ersten Grundsteine.


2. Das eigene Lesen nicht verstecken → Wenn du selber liest und Bücher dir etwas bedeuten darf dein Kind das auch gerne wissen. Vielleicht wird dein Kind dich auch manchmal fragen, was du da gerade liest oder warum das jetzt spannender für dich ist, als z.B. Lego bauen oder Malen. Dann erzähle doch ein bisschen von den Inhalten deiner Lektüre und warum dich diese interessiert.


3. Bücher benutzen → Lesen, nachschlagen, verschenken. Was machst du mit deinen Büchern? Zeig deinem Kind, dass Bücher mehr sind als nur Papier mit Farbe. Es stecken Geschichten und Informationen darin und manchmal auch Zeichen besonderer Verbundenheit, wenn ich zum Beispiel ein bestimmtes Buch einer besonderen Person schenke. Sehr wichtig finde ich, Bücher als Sachbücher und Nachschlagewerke sichtbar zu machen und dafür auch den längeren Weg zum Bücherregal zu gehen, statt mit dem Smartphone zu googeln. Dein Kind wird lernen, dass Bücher Gebrauchsgegenstände sind, die es benutzen darf und soll und keine empfindsame Deko und es wird lernen, dass es sich in Büchern aktiv Wissen aneignen kann und davon nachhaltig profitieren. Getreu dem Motto: Mann muss nicht alles Wissen, man muss nur wissen, wo es steht.


4. Alte Bücher erreichbar halten → Es gibt immer wieder Momente, in denen es auch für größere Kinder schön ist, noch einmal in ihre alten Bilderbücher zu schauen und sich an diese ersten Geschichten zu erinnern. Die alten, halb erinnerten Geschichten lassen sich auch von Leseanfänger*innen leicht lesen, weil die Erinnerung einen Teil der Lesearbeit abnehmen kann. Außerdem sind Pappebücher und Bücher für kleinere Kinder in der Regel in leicht lesbarer Schrift gesetzt und haben einen überschaubaren Umfang. Nach der Lektüre hat man aber trotzdem schon ein ganzes Buch geschafft und das ist toll!


5. Selber auswählen lassen → Manche Kinder haben keine Lust zu Lesen, weil sie bestimmte Bücher lesen sollen, die die Erwachsenen toll finden, weil man zum Beispiel so viel darin lernen kann. Das funktioniert selten und es ist auch ein bisschen kurz gedacht. Auch die scheinbar nur dem Lesevergnügen dienenden Geschichten vermitteln oft viel Wissen und wichtige Kernkompetenzen. Empathie zum Beispiel kann kaum ein Sachbuch vermitteln, eine mitreißende Geschichte aber schon. Grundsätzlich gilt darum: Es gibt keine schlechte Lektüre, solange das Kind daran Interesse und Freude hat. Dreht doch den Spieß aus Punkt 2 einmal um und fragt, was genau das Kind an der Lektüre der Wahl so gut findet.


6. Vandalismus aushalten→ Viele von uns können es nur sehr schwer aushalten, wenn in Büchern gemalt, geschrieben, Seiten geknickt oder gar eingerissen werden. Ich persönlich sehe so etwas inzwischen recht entspannt. Ich habe eingesehen, dass es wirklich kein Drama ist, eine gerissene Seite auch mal ganz einfach mit einem Stück Klebestreifen zu flicken, weil der Gebrauchswert des Buches erhalten bleibt und verstanden, dass besonders das Malen in Büchern für Kinder eben auch ein Aneignungsprozess ist. Trotzdem ist es ok, wenn mir ein Buch sehr wichtig ist oder besonders viel bedeutet entsprechende Einschränkungen zu formulieren: „Bitte geh mit diesem Buch sehr vorsichtig um, denn es bedeutet mir sehr viel. Bitte schau es dir nur in Ruhe am Tisch an und lass die Stifte irgendwo anders liegen.“
Kindern, die sehr gern in Büchern malen, kann man auch gut mal ein Blankoheft oder ein Blankobuch anbieten, in denen sie ganz nach Herzenslust gestalten können. Außerdem gibt es einige tolle Mitmachbücher zu kaufen.


7. Vorlesen! → Dein Kind kann jetzt selber lesen? Wunderbar! Höre trotzdem nicht auf vorzulesen. Es ist immer noch schön, es sich mit einer vertrauten Person gemütlich zu machen und einer Geschichte zu lauschen. Es ist immer noch schön gemeinsam der Liebe zu spannenden, schönen oder aufregenden Büchern zu frönen. Es wird immer noch dem Wortschatz deines Kindes und vielleicht ja auch deinen eigenen erweitern und wenn ihr manchmal über das Gelesene sprecht, wird es auch euer reflektierendes Denken üben. Kurzum lest vor, so oft und so lange ihr könnt, denn es ist wunderschön und es ist gut für euch!


8. Vorlesen lassen und genießen → Irgendwann kann es sein, dass ihr nun manchmal selbst vorgelesen bekommt. Bleibt geduldig und entspannt, wenn das am Anfang noch etwas holperig klingt. Gerade zu Beginn müssen nicht alle Wörter beim lauten Lesen perfekt ausgesprochen sein und wenn die ersten eigenen Wörter geschrieben werden (Lesen und Schreiben sind eng miteinander verknüpft), muss auch die Rechtschreibung nicht stimmen. Wichtiger ist es, die Konstruktion von Wörtern aus Lauten grundsätzlich kennenzulernen und die Handkoordination zu üben. Darum lieber erst mal weniger korrigieren und Fehler auch mal unkommentiert stehen lassen. Kurzum: Lehnt euch zurück und genießt die Zuwendung, die euch nun zurückgeschenkt wird und wenn mal einer müde wird, könnt ihr euch in Zukunft mit dem Lesen abwechseln. Wie schön!


Buchtipps:

Pappebuch: „Landtiere“ von Gerd Knappe und Susanne Haun, Eichhörnchenverlag, 14,90 €. (ausschließlich in Großbuchstaben gesetzt, einfacher und leicht verständlicher Wortschatz, Gedichte).


Materialien zum selbstständigen Lesenlernen: „Lies mal“-Hefte (Nr. 0 – 8) von Peter Wachendorf, Jandorf Verlag, 3,30 € bzw. 3,90 € pro Heft. (intuitiv verständliches Lernmaterial zum selbstständigen Arbeiten für Vor- und Grundschulkinder).


Spannende Geschichten für Leseanfänger*innen: Erstlesebücher aus der Reihe „Leselöwen“, Loewe Verlag, 5,00 € – 7,95 €. (leicht lesbarer Satz in Fibelschrift und mit Leserätseln). und Erstlesebücher aus dem Moritz Verlag, ca. 10,00 €. (leicht lesbare Schrift, sehr schöne und spannende Geschichten).


Mitmachbücher zum kreativ werden: „İda’nin Yolu / Idas Weg“ von Fulya Gezer, Eichhörnchenverlag, 16,00 €. und „Mach dieses Bilderbuch fertig“ von Keri Smith, Verlag Antje Kunstmann, 15,00 €. (Machen Spaß und zeigen, dass Bücher mehr können, als nur gelesen zu werden).

Alles, was euch Spaß macht!

Beitragsautorin: Nina A. Schuchardt

Beitragsbild: Vorlesen im Garten mit Nina A. Schuchardt und Kind. Buch im Bild: “Ein Zebra unterm Bett” von Markus Orths und Kerstin Meyer aus dem Moritz Verlag. (c) privat.

Wie es sich für eine Mitarbeiterin des Eichhörnchenverlags gehört, wohnt schon seit einiger Zeit ein Eichhörnchen in unserem Hinterhof und treibt auf den Dächern und in den Kastanienbäumen allerlei lustigen Schabernack. Sehr zur Freude meines Kindes. Dass wir spontan das Frühstück unterbrechen und das „Eichi“ aus dem Fenster heraus beobachten, gehört mittlerweile zu unserem Alltag. In dieser Woche nun haben wir festgestellt, dass unser tierischer Nachbar anscheinend einen neuen Mitbewohner hat, denn es klettern jetzt zwei von ihnen durch die Bäume. Oder eine Mitbewohnerin. Vielleicht gibt es bald Eichhörnchenbabys.

Wer mehr über den tierischen Mitbewohner meiner Kollegin und Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt erfahren möchte, kann hier Mad Eye Artemis Moody kennenlernen.

Im Frühjahr bis Herbst kann es einem passieren, dass man einen Eichhörnchen-Nestling , manchmal auch ein ausgewachsenes Eichhörnchen findet, das hilfsbedürftig scheint. Sollte euch das passieren, vor allem, wenn das Tier verletzt, stark ausgekühlt oder von der Mutter nicht mehr aufgenommen erscheint, könnt ihr euch an die Eichhörnchenhilfe wenden.

PS: Mehr über Tiere in der Stadt gibt es im großartigen Podcast Beats & Bones vom Museum für Naturkunde Berlin auf die Ohren. Hört doch mal rein!

Wir wünschen ein tierisch gutes Wochenende!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Titelbild: Sonnenscheinsusi: Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) im Baum, LSG „Landschaftsteil Fördeufer Mürwik-Solitüde“ (genauer Twedter Mark) in Flensburg, 17 April 2016, unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eichh%C3%B6rnchen-Mutter_im_Baum.jpg (letzter Aufruf: 15.04.2021).

Im Eichhörnchenverlag arbeiten wir derzeit an der Erstellung einer digitalen Pressemappe. Katharina Schulze hat dafür ein paar Fragen an die Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt formuliert. Einige davon stellen wir euch nach und nach hier auf dem Blog vor:

Katharina Schulze: Was sind die besonderen Herausforderungen dabei, auf dem Land ein Unternehmen zu führen?

Nina A. Schuchardt: Zunächst einmal: Ich lebe und arbeite gern auf dem Land. Ich mag die Stille und die Einsamkeit hier. Ich schätze die Möglichkeit rausgehen und dabei trotzdem ganz allein sein zu können und ich liebe es, der Natur in all ihren Facetten und ihrem täglichen Wandel zuschauen zu können. Daraus schöpfe ich innere Ruhe und Zufriedenheit, während ich mich bei allen Freuden und Vorteilen des Stadtlebens zu meiner Zeit in Berlin oft wie in einem Stapel Schuhkartons eingesperrt fühlte und unfrei bei dem Gedanken, mit jedem Schritt vor die Tür immer im öffentlichen Raum zu stehen.

Die Herausforderung des Landlebens bezogen auf die Verlagsarbeit und Unternehmensführung besteht eindeutig in der Schwierigkeit mit Kolleg*innen, Partner*innen und Kund*innen in Kontakt zu kommen und zu bleiben. Der regelmäßige persönliche Austausch fehlt ganz klar und das nicht nur in der Pandemie, wenn auch gerade ganz besonders und ist auch nicht per Mail und Telefon zu ersetzen.

In diesem Sinne geht an dieser Stelle ein herzlicher Gruß an alle, die noch auf eine Antwortmail von mir warten. Ihr seid nicht vergessen!

Ich bin dankbar dafür, dass wir zumindest eine Internetverbindung haben, die meistens zuverlässig ist (auch wenn wir in unserer Zeit hier auch schon den ein oder anderen Tag ohne Strom angesammelt haben) und inzwischen auch fast alle mit den Möglichkeiten der Videokonferenz vertraut sind. Das hilft. Trotzdem freue ich mich natürlich, wie so viele andere auch, auf den Moment, wenn echte persönliche Begegnungen wieder möglich sind und werde dem Aspekt der persönlichen Vernetzung als Teil der Verlagsarbeit in Zukunft sicher noch mehr Aufmerksamkeit schenken.

Beitragsbild: Antje Rother und Nina A. Schuchardt bei der Arbeit an dem Bilderbuch LANDTIERE von Gerd Knappe und Susanne Haun auf dem Hof des Eichhörnchenverlags. (c) privat.

Jedes Jahr am 2. April ist Internationaler Kinderbuchtag und das schon seit über 50 Jahren. Das Datum wurde nach dem Geburtstag vom Kinderbuchautor Hans Christian Andersen ausgewählt, der am 2. April 1805 in Odense in Dänemark zur Welt kam und der Welt Werke wie „Die kleine Meerjungfrau“ geschenkt hat.

Ins Leben gerufen wurde der Internationale Kinderbuchtag 1967 durch das International Board on Books for Young People (IBBY), einer gemeinnützigen Organisation, die Kindern und Jugendlichen weltweit Interesse an Literatur vermitteln möchte. Gegründet wurde es 1953 Zürich, Schweiz durch die deutsche Journalisten Jella Lepmann (1891–1970) und umfasst inzwischen mehr als 60 Sektionen in verschiedenen Ländern. Der heutige Sitz ist in Basel. IBBY verfügt über einen offiziellen Status sowohl bei der UNESCO als auch bei UNICEF und nimmt so Einfluss auf politische Entscheidungen im Kinder- und Jugendbuchbereich und agiert als Sprecher in diesem Sektor. (1)

Jedes Jahr steht der Internationale Kinderbuchtag unter einem anderen Motto, welches von der nationalen Sektionen des IBBY ausgewählt wird. Diese Sektion bestimmt einen einheimischen Kinderbuchautor, der eine Botschaft an die Kinder der Welt richtet und wählt ebenfalls einen Illustrator, der das jährliche Plakat gestaltet. In Deutschland wird diese vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. mit Sitz in München übernommen.

Blick in das Mitmachbilderbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer in der Bearbeitung von Karoline E. Löffler, (c) Fotografie: Eichhörnchenverlag.

Dieses Jahr heißt das Motto „The Music of Words“ – „Worte sind Trommelschläge und Flöten auf Papier“. Schirmherrschaft und inhaltliche Ausrichtung werden von der US-amerikanischen IBBY-Sektion übernommen. Das jedes Jahr eigens für den Tag gestaltete Plakat stammt vom brasilianischen Illustrator Roger Mello, die dazugehörige Botschaft an die Kinder der Welt von der kubanisch-amerikanischen Lyrikerin Margarita Engle. (2)

Der Tag soll die Freude am Lesen bei Kindern unterstützen und darauf aufmerksam machen, wie wichtig Lesen und der Zugang zu Büchern für Kinder sind. Denn leider ist weltweit ein freier Zugang zu Literatur nicht selbstverständlich. (3) Generell setzt sich deshalb IBBY für die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinder- und Jugendbüchern ein, was durch das Internationale Abkommen über die Rechte von Kindern 1990 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Dafür ist eine gute Infrastruktur nötig, also Verlage, Druckereien usw., weshalb auch die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinderbücher in den Mittelpunkt gestellt werden soll, ebenso wie die Förderung von Autor:innen und Künstler:innen. (1)

Übrigens: die drei meist verkauften Kinderbücher sind: „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkin, „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry und „Anne auf Green Gabels“ von Lucy Maud Montgomery. (3)

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1) Giese, Sven: Internationaler Kinderbuchtag – International Children’s Book Day 2021, 15. Januar 2021, unter: https://www.kuriose-feiertage.de/internationaler-kinderbuchtag/ (letzter Aufruf: 01.04.2021).

2) Internationaler Kinderbuchtag: Weltweites Fest für die Kinder- und Jugendliteratur 2021 unter Patenschaft von USBBY, 11.02.2021, unter: https://www.jugendliteratur.org/news/internationaler-kinderbuchtag-494/?page_id=1 (letzter Aufruf: 01.04.2021).

3) Internationaler Kinderbuchtag, 02.04.2020, unter: https://www.zdf.de/kinder/logo/internationaler-kinderbuchtag-100.html (letzter Aufruf: 01.04.2021).