Vom Nachklingen und Vorfreuen

Vom Nachklingen und Vorfreuen

Liebe Leser*innen,

in der letzten Woche war ich kurz – nicht ganz geplant, sondern vielmehr von allem anderen überrannt – vom Radar dieses Blogs verschwunden, vollkommen vom Schulfreifestival in Damelack absorbiert… und obwohl ich mir eigentlich vorgenommen habe, so etwas nicht ohne Ankündigung zu tun, war es dann irgendwie (zumindest für mich) doch nicht ganz so schlimm, denn wir haben vorgelesen… Der Eichhörnchenverlag hatte einige eigene und einige nicht selbst publizierte Kinder- und Jugendbücher eingepackt, die ausgeliehen werden durften und auch wurden  und hat eben auch selbst vorgelesen und das war sehr schön! …und weil es beim Vorlesen auch darauf ankommt, das Andere einfach einmal liegen zu lassen und ganz bei der Geschichte und den Zuhörer*innen zu sein, hat der Blog nun eben eine Woche pausiert.

Dafür haben wir in dieser Woche umso schönere Neuigkeiten von unserem aktuellsten Projekt!

Am Dienstag letzter Woche kam der Plot für unseren ersten Adventskalender Advent am Waldesrand von Maike Schuchardt bei uns an.

Ein Plot ist ein letzter Prüfdruck von der Druckerei, der die Möglichkeit geben soll, ein letztes Mal die Richtigkeit der Druckdaten zu überprüfen, bevor das Ganze dann in die Produktion übernommen wird. Der Plot wird nicht auf dem letztendlichen Material gedruckt, es reicht hierfür ganz einfaches Kopierpapier. Auch die Farben können in Nuancen abweichen und in unserem Fall sind auch noch die Stanzlinien, die nachher natürlich nicht mitgedruckt werden, in Magenta dargestellt. Vielmehr geht es darum, evtl. übersehene Rechtschreibfehler zu entdecken oder – wie in unserem Fall – darum, zu überprüfen, dass die Türchen tatsächlich so übereinander liegen, wie wir uns das vorgestellt haben

Dieser letzte Prüfschritt am Papier, nachdem man natürlich am Rechner schon 100 Mal darauf geschaut hat, ist immernoch immens wichtig und ja, wir haben tatsächlich noch einen winzigen Fehler im Text auf der Rückseite entdeckt, der aber schnell behoben wurde und inzwischen ist der Kalender längst im Druck!

Das technisch Besondere an unserem Kalender ist übrigens, dass sich in seinem Innern noch einmal das vollständige Kalenderbild einschließlich aller Tagesüberraschungen verbirgt und nach dem Ende der Adventszeit herausgetrennt und als Kunstdruck gerahmt oder sonstwie freudespendend bewahrt werden kann. Wie es zu dieser Idee kam, wird in einem anderen Artikel verraten werden müssen. 😉

Wer sich jetzt – wie wir – auch schon riesig auf den Kalender vorfreut, kann ihn hier in unserem Onlineshop vorbestellen.

Bis dahin gibt es hier außerdem noch zwei kleine Eindrücke. Was genau sich hinter den Türchen verbirgt, wird aber selbstverständlich noch nicht verraten! 🙂

… dann geht das Schulfrei-Festival in Damelack los.

Wer kommt uns besuchen, lässt sich von uns vorlesen oder liest selbst ein Wenig?

Unsere wandernde Bibliothekskiste ist inzwischen zumindest funktionstüchtig und steht jetzt im Atelier unserer Künstlerin Maike Schuchardt. Mal sehen, ob sie es noch schafft uns etwas buntes draufzuzaubern!

Wir freuen uns auf euch!

 

Hier noch eine kleine Galerie vom jüngsten Werdegang der Kiste. Zum Schluss wurde geschliffen und da ist es doch noch mal staubig geworden… 🙂

Am Dienstag dieser Woche durfte ich in Begleitung Susanne Hauns die Buchhandlung am Schäfersee in Berlin-Reinickendorf kennenlernen. Mein Dank gilt der Buchhändlerin und Inhaberin der Buchhandlung am Schäfersee Tanja Bethke, die sich bei dieser Gelegenheit viel Zeit für ein Gespräch mit uns genommen hat und mir dabei gute und wichtige Einblicke in den Buchhandlungsalltag gegeben hat sowie ihrer Kollegin, die derweil all die anderen Gäste und Kunden versorgte!

Ich freue mich sehr, dass die Buchhandlung am Schäfersee nun all unsere Bücher im Sortiment hat, kann sie aber auch über die Bilderbuchliebe hinaus allen Buchliebhaber*innen empfehlen. Zwar kann ich nicht behaupten, dass ich Zeit gehabt hätte, mich durch das große Angebot zu stöbern, aber einen kleinen Eindruck konnte ich doch gewinnen. Neben aktuellen Empfehlungen aus dem Bereich der Belletristik habe ich mich über die ein oder andere Brockhaus-Ausgabe in den Regalen gefreut und auch einige meiner aktuellen Kinderbuchlieblinge entdeckt, während Susanne im Bereich der Kunstgeschichtsliteratur fündig geworden ist. Es hätte sicher noch mehr zu entdecken gegeben.

Außerdem habe ich einen sehr angenehmen Eindruck von der schönen Einrichtung mitgenommen. Besonders die massiven Holzregale, die die Bücher gut präsentieren haben mir gefallen.

Tanja Bethke, Susanne Haun und Nina A. Schuchardt in der Buchhandlung am Schäfersee (c) Buchhandlung am Schäfersee.

Ich freue mich darüber hinaus sehr, dass sich aus unserer Begegnung in der Buchhandlung am Schäfersee auch gleich noch eine Gelegenheit zu einer Ausstellung in der Bibliothek am Schäfersee ergeben hat. Vom 26.11.2018 bis zum 4.1.2019 werden nun einige unserer Originalillustrationen in der Bibliothek am Schäfersee zu sehen sein und wir freuen uns schon sehr darauf, bei dieser Gelegenheit vielen neuen und altbekannten Gesichtern zu begegnen! Die Vernissage feiern wir am 26.11 um 17 Uhr.

Die Arbeiten an unserer neuen wandernden Verlagsbibliothek, die wir euch beim Schulfrei-Festival im September zum ersten Mal präsentieren werden, gehen langsam aber stetig voran. (und sind auch schon etwas weiter, als es auf diesen Bildern den Anschein hat 😉 )

Als Erstes sollte die alte Acrylfarbe entfernt werden. Dafür habe ich mich entschieden mit einem Heißluftföhn und einem Spachtel zu arbeiten. Bei dieser Methode wird die Farbe Stück für Stück erwärmt, bis sie Blasen aufwirft und dann mit dem Spachtel entfernt. Das ist langwierig, führt aber zu einem ganz ansehnlichen Ergebnis. Die Alternative wäre für mich gewesen, die Farbe abzuschleifen. Diese Methode wäre sicher schneller gewesen, weil dann aber der ganze Farbstaub letztendlich in meiner Nase und überhaupt in Luft und Umwelt gelandet wäre, habe ich mich dagegen entschieden. Acrylfarben sind im wesentlichen Kunststoffe, die nicht in die Umwelt, weder in Luft noch Wasser oder Erde gehören, sie sollten wegen der entstehenden giftigen Gase auch nicht im Feuer landen. Der beste Weg, Farb- und Lackreste aller Art zu entsorgen, ist die städtische Sondermüllentsorgungsstelle!

Bei meiner Arbeit an der Kiste habe ich auf dem Kistenboden eine überraschende Entdeckung gemacht, von welcher heute berichtet werden soll. Ich hatte eben erst mit der Farbentfernung begonnen, da zeichnete sich ein Muster und kurz darauf ein ganzer Löwenkopf ab. Schwach aber lesbar hatte ich zum Schluss ein ganzes Firmenlogo samt Firmen bzw. Produktnamen, Symboltieren (zwei Löwenköpfe) und Adresse vor mir. Meine Freude darüber, hier ein Objekt mit (lesbarer!) Geschichte vor mir zu haben war groß und natürlich waren sogleich Forschergeist und Forscherlust geweckt. Provenienzrecherche gehört nämlich, wie ich finde, zu den spannendsten und oft auch befriedigendsten Tätigkeitsfeldern auf dem Gebiet der (Kunst-)Geschichte und ein Firmenname ist ein hervorragender Anhaltspunkt.

Dieses steht in unserer Kiste:

[Löwenkopf] REMY’S [Löwenkopf]

REISSTÄRKE

DÜSSELDORF HEERDT

 

Dank einer winzigen Internetrecherche weiß ich bereits jetzt, dass unsere Kiste wohl schon gut 50 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat (Dieses lässt sich aus unten stehendem Zitat vorläufig folgern. Natürlich sollte diese Quelle unbedingt noch hinterfragt und nach Möglichkeit noch andere Belege für die Schließung der Firma im Jahr 1971 gefunden werden. Sollten keine Firmenunterlagen aufgetrieben werden können, sind historische Adressen- und Branchenverzeichnisse gute Hinweisgeber.) und habe diverse Ideen, wie meine Provinienzrecherche weiter gehen könnte.

  1. Interview der Vorbesitzerin (welche meine Mutter ist…)
  2. Recherche und Sichtung spezifischer Literatur z. B. Weber, Friedrich: Die Remy’s Reisstärke A.G. in Heerdt und ihr Untergang in den Kriegswirren 1940 – 1945. Düsseldorf 2005.
  3. Kontaktaufnahme Bürgerverein Heerdt
  4. Suche nach und Kontaktaufnahme mit Erben und Nachkommen der Firmeninhaber
  5. Recherche der Entwicklung des Logos -> wie hat es sich über das Bestehen der Firma hinweg verändert und welche Rückschlüsse kann ich daraus auf unsere Kiste ziehen?
  6. Sichtung historischer Düsseldorfer Adressen- und Branchenverzeichnisse
  7. evtl. Sichtung lokaler Zeitungen und Zeitschriften der fraglichen Zeit -> vielleicht wurden hier Anzeigen mit dem Logo geschaltet? Einige Postkarten und Briefmarke mit dem werbenden Logo (in einer anderen Variante, als der mit vorliegenden) der Firma habe ich bereits im Netz gefunden…

„1881 Remy’s Reisstärke produziert auf der Wiesenstraße Wäschestärke und Puddingpulver. Das moderne Werk hat eigene Strom- und Wasserversorgung, Reisturm, Wasserturm. Das Fabrikgebäude wurde 1942 durch Kriegseinwirkung zerstört, die Firma wurde 1971 aufgelöst.“ (gefunden auf: http://your-web.de/buergerverein-heerdt/historisches.html [Stand: 09.08.2018])

 

Ein Wenig hat diese Arbeit etwas von Detektivrecherche, wie sie im Buche steht, nicht wahr? Darum macht sie Spaß! 🙂

Ich hoffe sehr, ich werde demnächst etwas Zeit finden, der Geschichte unserer zukünftigen wandernden Kinderbuchbibliothek genauer nachzugehen! Ich habe große Lust dazu.

Vögel. So heißt unser nächstes Buchprojekt – vorläufig jedenfalls. Ohne zu übertreiben, kann ich aber jetzt schon sagen, dass es so wundervoll werden wird, dass mein Herz höher schlägt, wenn ich nur daran denke.

Vögel, das wird auch für den Eichhörnchenverlag in vielerlei Hinsicht ein Novum und etwas Besonderes werden, denn es ist unser erstes Buch ohne Worte. Manche Eltern haben schon den Wunsch nach mehr Bilderbüchern und Pappebüchern ohne Worte und Textvorgaben an uns herangetragen. Der ausschlaggebende Grund dafür, dass dieses neue Buch von Jesko Donst nun ausschließlich Bilder zeigen wird, war dieser gelegentlich geäußerte Wunsch allerdings nicht. Eher eine Bestätigung.

Im Falle der Vogelmalerei von Jesko Donst schien es schlicht richtig, nicht zu versuchen, einen Text dazu zu konstruieren. Eigentlich stellte sich die Frage kaum. Die Bilder sind raumgreifend, eigensinnig auch, sodass es schwerfällt sich vorzustellen, sie würden eine dauerhafte Partnerschaft mit einem literarischen Pendant eingehen, wie es bei den Landtieren geschehen konnte. Es wirkt, als müssten sie in dieser Form immer in ewiger Konkurrenz bleiben. Dagegen besteht kein Zweifel daran, dass sie doch voller Poesie stecken. Diese Poesie aber wird sich in jedem Betrachter und bei jeder Betrachtung von Neuem einen eigenen Ausdruck suchen, vielleicht in Emotionalität, vielleicht in Neugier oder Bewunderung, vielleicht auch in Worten.

Diejenigen Leser*innen, die diesen Blog schon etwas länger verfolgen, wissen bereits, dass hier eine Kunsthistorikerin schreibt, deren Liebe zur Literatur wie der Bildkunst gleichermaßen groß sind, der aber der Zugang zu und der Umgang mit einem bildkünstlerischen Werk grundsätzlich leichter fällt. Ohne hier also einen Paragone (Wettstreit der Künste) eröffnen zu wollen, soll doch folgende Vermutung und persönliche Erfahrung geäußert werden:

Beim Vorlesen oder gemeinsamen Betrachten von Bilderbüchern mit Kindern – was beides intensive, kommunikative und auch verbal, also vom Wort geprägte kommunikative Prozesse sind – verlangt ein Bilderbuch ohne Worte der vorlesenden Person unter Umständen sehr viel mehr Engagement und Wachheit ab, aber es eröffnet auch einen weiteren Raum, der mit Zugewandtheit gefüllt werden kann. Das eigene Zuhören wird wichtiger werden.

Vögel wird ein Bilderbuch ohne Worte …und dann wieder doch nicht. Eine Besonderheit der Bilder Jesko Donsts ist das große Spektrum verschiedener Pflanzen und Tiere, die sie abbilden und selbstverständlich in sich vereinen. Weil es dabei bestimmt für viele die ein oder andere Entdeckung zu machen gibt, werden wir für die größeren Neugierigen ein Begleitbuch zum Buch herausbringen. Ein weiteres Novum also. Dieses Begleitbuch wird die Bilder als einfache schwarz-weiß Skizzen oder Umrisszeichnungen wiederholen, wobei die verschiedenen Arten jedoch mit ihren Namen beschriftet sein werden. Dieses Begleitbuch ist sicher nicht unbedingt dazu gedacht, stets parallel zum eigentlichen Buch Vögel konsultiert zu werden, es soll aber die Möglichkeit geben, den Lebewesen ihre Namen zuzuordnen, und sie so vielleicht auch nahbarer und wiedererkennbar zu machen.

Eisvögel. Acryllasur von (c) Jesko Donst.

Jesko Donst verfügt über ein immenses Wissen in Bezug auf die in Deutschland lebende Flora und Fauna. Es ist ein besonderes Vergnügen, zu entdecken wie er dieses in seinen Bildern unterbringt. Eine der Vorgaben von Verlagsseite für die Bilder des Bilderbuchs Vögel war darum der Wunsch, er möge sich auch allein auf die Darstellung dieser heimischen Flora und Fauna beschränken, ja nur darstellen, was in der Natur auch als zusammengehörig beobachtet werden könnte und auf die Unterbringung eventueller Exotika (so zu sehen unter anderem in seinem wunderschönen Pirol-Gemälde) zu verzichten. Zwei Gedanken spielten dabei eine Rolle. Zum einen stelle ich fest, dass der Reiz der insbesondere in der Kunst in der Darstellung bestimmter Exotika oft gefunden werden kann – zum Beispiel die Bewunderung ungewöhnlicher Pracht, der neugierige Voyeurismus am Unbekannten – von Jesko Donst ganz mühelos auch im grau-braunen Spatz vor der Haustür gefunden wird. Zum anderen sollte sich den Kindern, die dieses Buch in die Hand bekommen die Möglichkeit eröffnen, selbst gemachte Erfahrungen und Beobachtungen hierin widergespiegelt zu finden, oder aus ihnen Neugier für ihre eigenen Ausflüge zu schöpfen. Und let’s face it, die meisten unserer Bücher bleiben doch in Deutschland oder zumindest in Mitteleuropa. Es ist überhaupt auch meine persönliche Überzeugung, dass eine der Stärken des Künstlers darin liegt, dass er es schafft die überbordende Schönheit, die maßlose Opulenz und auch das Geheimnisvolle, was wir sonst so oft nur noch in der Darstellung des Exotischen wahrnehmen, weil es uns (visuell) aufhorchen und aus dem Tritt geraten lässt, im greifbaren Nahen und Alltäglichen herauszustellen.

Vögel, das sind auch die Protagonisten vieler meiner alten Bilderbücher, später Kindersachbücher und ähnlichem, die mich in einen besonderen Bann gezogen haben und ich weiß, dass ich damit nicht allein bin.

(Vögel zu beobachten, ist folgerichtig nun auch eine Freude, die ich in meinem Erwachsenenleben für mich wiederentdeckt habe, und die ich mit meinem Kleinkind wunderbar teilen kann. Uns beiden hüpft das Herz, wenn zum Beispiel der Gimpel auf unserem Hof zu Besuch kommt und gemeinsam bewundern wir auch die Farbpracht von Eisvogel und Buntspecht.)

Besondere Erinnerungen habe ich aus meiner Kindheit an das Pappebuch Piepmatz wie heißt du von J. Hessler (Helingsche Verlagsanstalt Leipzig, o. D.). Dieses erste unter meinen Vogelbüchern, ist eines, an welches ich mit viel Liebe zurückdenke, auch wegen seiner schönen Zeichnungen und es hat bestimmt einen Grundstein für mein weiteres Interesse an der natürlichen Welt und der Vogelwelt im Besonderen gelegt.

Mit Blick auf die Form der Darstellungen, auf die Bildsprache allerdings, kenne ich kein Bilderbuch, das mit unserem geplanten Bilderbuch Vögel von Jesko Donst vergleichbar ist. Jesko Donsts Stil, der angefüllt ist mit Zurschaustellung von Pracht und Schönheit, mit akribischer innerer Notwendigkeit zur Detaildarstellung und jahrelanger Erfahrung in der Beobachtung des natürlichen Lebens ebenso wie der langen Geschichte künstlerischer Techniken und Ausdrucksformen, ist einzigartig. Vor allem aber, liegt in jedem seiner Bilder seine tief empfundene Liebe zu der natürlichen Welt, zu allen Lebewesen im Allgemeinen und Vögeln im Besonderen offen vor uns. Aus diesem Grund schätzen wir uns unerhört glücklich, dass wir diesen Künstler für ein Bilderbuchprojekt gewinnen konnten und können kaum die Füße stillhalten, bis es im nächsten Jahr dann endlich erscheint!

Das Pappebilderbuch Vögel von Jesko Donst wird 2019 im Eichhörnchenverlag erscheinen und auf vier Doppelseiten und dem Umschlag je ein von den vier Jahreszeiten inspiriertes und von verschiedenen Vögeln und diversen anderen Lebensformen bevölkertes Arrangement oder eine Landschaft zeigen.

Wir hoffen, ihr freut euch bereits ein Wenig mit uns!

Hier entsteht eine Wunderkiste…

Nachdem wir in den letzten Wochen bei der Landpartie und am vergangenen Wochenende beim Berliner Bilderbuchfest – was sehr schön war und ruhig auch für das nächste Jahr schon wieder vorgemerkt werden kann! – viele schöne Momente und Erfahrungen mit dem „Leben im Stand“ und vor allem mit vielen tollen großen und kleinen Leser*innen und Geschichtenliebhaber*innen sammeln durften, planen wir nun schon unseren nächsten Auftritt am 6. bis 9. September 2018 beim Schulfrei-Festival in Damelack.

 

Wir hoffen zu dieser Gelegenheit mit den Organisator*innen des Schulfrei-Festivals ein großes Zelt beschaffen zu können, in welchem wir nicht nur eine Kunstausstellung für Kinder, sondern für die Dauer des Festivals auch eine kuschelige Lese- und Vorleseecke einrichten möchten.
Die Kiste im Bild spielt bei diesen Plänen eine entscheidende Rolle. Aus diesem noch etwas pflegebedürftigen Dachbodenschatz entsteht in den kommenden Wochen Eichhörnchenverlags wandernde Bibliothek eine Art mobiler Bücherschrank. Sie soll uns gefüllt mit Kinder- und Jugendbüchern zum Ausleihen für die Dauer des Festivals nach Damelack begleiten und auch sonst fortan die Wege des Verlags mitbeschreiten, manchmal kurzfristig für die Dauer weniger Tage – wie zum Schulfrei-Festival – manchmal als längerfristige Installation über mehrere Monate hinweg an einem Ort.
Den Fortschritt unserer Arbeiten an der Kiste könnt ihr in den kommenden Wochen auf unseren diversen Kanälen z. B. auf Instagram begleiten. Wir hoffen am Ende erwartet uns eine richtig schöne und auch ein Wenig magische Geschichtenwunderbox! Drückt uns die Daumen! 🙂

In dieser Miniserie stellen wir euch Motive unserer neuen Postkarten vor. Sie enthält Motive, die nicht oder nur unvollständig in unseren drei Büchern zu finden sind, obwohl sie doch bildschön sind! Hier soll erklärt werden, weshalb dies so ist und auch, weshalb wir sie dennoch unbedingt zeigen wollen.

 

Gerda Kazakou hat im Laufe ihres künstlerischen Wirkens eine faszinierende Technik für sich entwickelt, die ich hier schon einmal vorgestellt habe.

Die Flüchtigkeit ihrer Legearbeiten ist gleichermaßen faszinierend und reizvoll, sie birgt aber auch ein paar Schwierigkeiten, mit welchen wir uns im Laufe der Erstellung des Bilderbuchs Die Geschichte von Tui-Tiu auseinandersetzen mussten. Da Gerda Kazakou ihre Bilder spontan gleich nach ihrer Fertigstellung fotografiert und dafür auf die Mittel und Umstände zurückgreift, die eben gerade zur Hand sind, ist die technische Qualität der Fotografien großen Schwankungen unterworfen. Es macht zum Beispiel einen Unterschied, ob ein Bild im Morgen-, Mittags- oder Abendlicht aufgenommen wurde. Manchmal schleichen sich auch Unschärfen ein, die erst bei der Vergrößerung der Bilder am PC sichtbar werden und die verschiedenen Aufnahmegeräte speichern die Bilder entsprechend ihrer Speichereinstellungen auch in unterschiedlichen Größen ab und limitieren damit das weitere Bearbeitungspotenzial der Bilder.

Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, mit Die Geschichte von Tui-Tiu unser bisher kleinstes Buchformat (13 x 15 cm) zu produzieren. Wir wollten vermeiden, dass die Bilder durch eine Vergrößerung an Schönheit und Strahlkraft verlören.

Die meisten Bilder des Bilderzyklus Die Geschichte von Tui-Tiu sind Querformate. An diese haben wir dann auch das Format des Buches und seine Proportionen angepasst, zwei der Bilder jedoch sind Hochformate. Diese beiden Bilder zeigen Schlüsselmomente der Geschichte. Sie zeigen das Schlüpfen des Vogelkindes Tui-Tiu und den Ausklang der Geschichte in der Betrachtung des Kosmos. Wir konnten und wollten sie nicht außen vorlassen. Wie also umgehen, mit dem anderen Format? Möglichkeit Nr. 1 wäre gewesen, die Bilder als Hochformate in das Querformat des Buches einzusetzen. Dies hätte zum einen bedeutet, sie stark zu verkleinern und dadurch ihre Erfassbarkeit zu schmälern und zum anderen die entsprechenden Buchseiten mit sehr viel bedeutungslosem weiß blank zu lassen. Möglichkeit Nr. 2 war, die Bilder zu beschneiden und auf ihren Bildkern zu beschränken. Wir haben uns für Möglichkeit Nr. 2 entschieden. Leicht gefallen ist die Entscheidung uns nicht. Besonders die Künstlerin hat die Beschneidung der Bilder verständlicherweise nur mit Wehmut ertragen. Zum Glück gab es aber zu diesem Zeitpunkt schon einen Lichtblick am Horizont, denn wir wussten bereits, dass wir Postkarten drucken lassen wollten, die dem vollständigen Format auch dieser beiden Tui-Tiu-Bilder entsprechen würden. So konnten wir mit Vorfreude im Herzen gemeinsam diese Entscheidung treffen.

Im Buch haben sich die beiden Bilder Tui-Tiu im Nest und Tui-Tiu unterm Sternenhimmel ein Stück weit der Illustration der Erzählung untergeordnet, auf den Postkarten erscheinen sie nun als das, was sie eigentlich auch sind: Eigenständige, in sich geschlossene Kompositionen. Es ist schön, dass sie nun auch in dieser Form unser Sortiment bereichern und allen Freunden Tui-Tius zugänglich werden!

 

PS: Liebe Gerda, ein ganzer Schwarm dieser Schönheiten ist übrigens längst, in der Post und auf dem Weg zu dir in ihr Geburtsland Griechenland. Ich hoffe, sie werden dich bald erreichen!

Nina

Seit wir unser neues Postkartensortiment in unseren Onlineshop übernommen haben, hat sich dort einiges verändert. Die bisher herrschende Ordnung, bedingt durch die Übersichtlichkeit der bisherigen Produktpalette (bestehend aus unseren drei Büchern) ist gesprengt. Einige Nachrichten haben uns erreicht, der Shop funktioniere nicht oder einzelne Produkte seien nicht auffindbar… Das ist für uns natürlich sehr unangenehm, insbesondere da der Fortbestand des Verlages ja wesentlich davon abhängt, dass unsere Bücher und sonstigen Produkte Interesse finden und auch gekauft werden!

Die gute Nachricht ist, der Shop funktioniert (und hat immer funktioniert) und es sind auch alle Produkte darin bestellbar! Offenkundig aber hakt es an der Auffindbarkeit derselben beziehungsweise an der intuitiven Bedienung des Shops.

Unser Verhältnis zu unserem Shop war bisher eher von der Notwendigkeit geprägt, überhaupt eine Möglichkeit bereitzustellen, unsere Bücher kaufen zu können, ohne den Weg über eine persönliche E-Mail gehen zu müssen und die Verfügbarkeit unserer Bücher unmissverständlich und jederzeit öffentlich sichtbar darzustellen. Die Optik des Ganzen war dabei zunächst zweitrangig und wohl auch nie ganz zufriedenstellend. Trotzdem gab es bisher immer andere Arbeiten, die schlicht dringender und manchmal auch angenehmer waren. Das wird sich jetzt ändern.

In den nächsten Tagen werden wir uns einer Umgestaltung unserer Webpräsenz widmen. Kernpunkt wird die Zusammenführung unserer bisherigen Präsenzen „Shop“ und „Homepage“ sein. Dadurch soll zum einen der Weg von der Homepage zum Shop erleichtert und zum anderen der Shopfunktion ein bisschen mehr Seele vonseiten der Homepage eingehaucht werden. Auch werden wir unsere Menüpunkte stärker strukturieren und auf ein allgemein dynamischeres Gesamtbild hinarbeiten.

Diese Arbeiten laufen jetzt erst einmal im verborgenen Hintergrund. Sollte es aber in der nächsten Zeit doch einmal dazu kommen, dass eine unserer Seiten kurzfristig nicht erreichbar ist, dann könnt ihr euch in vergnügter Vorfreude die Hände reiben, denn dann wisst ihr, jetzt stecken wir ganz tief im Backend-Dschungel und wenn wir wieder auftauchen, gibt es etwas zu entdecken!

 

Shopmenü. Onlineshop Eichhörnchenverlag.

Bis dahin funktioniert unser gewohnter Shop natürlich weiter und wer sich von dessen derzeitiger Optik verwirrt fühlt, dem sei gesagt, dass es unten auf der Seite ein Menü mit den Kategorien „Bücher“ und „Postkarten“ gibt, die dann doch recht schnell zum Ziel führen. Ansonsten nehmen wir natürlich auch gern jede Frage und Bestellung per Mail (kontakt@eichhoernchenverlag.de) entgegen oder ihr kommt am 1. Juli zum Berliner Bilderbuchfest am Helmholtzplatz vorbei und trefft uns und unser Sortiment persönlich!

Welcher Weg auch immer der angenehmste für euch ist, wir freuen uns auf euch!

Ich werde jetzt ins Backend eintauchen… bis bald!

Nina

In den letzten Wochen wurde langsam und mit vielen Unterbrechungen, aber doch kontinuierlich, eine kleine Aus-Alt-mach-Neu-Aufgabe bewältigt. Ein alter und mit Flechten bewachsener Postkartenständer erhielt ein neues Gesicht.

Ratet wofür. 😉

Noch ist das schöne Stück mit unseren Programmflyern und einem Ausstellungsflyer bestückt, Postkarten lassen aber nicht mehr lang auf sich warten.

Unser erster Schwung Postkarten wird sich mit Motiven schmücken, die im Zuge der Arbeiten an unseren Büchern, zum Beispiel als Teil der Landtiereserie entstanden sind, aber aus verschiedenen Gründen nicht oder nur unvollständig in den Büchern gelandet sind. Sie alle sind nichtsdestotrotz zu schön, um nicht gesehen zu werden, deshalb freuen wir uns sehr, sie bald im Postkartenformat präsentieren zu können!

Die Geschichten hinter den Motiven können in den nächsten Wochen hier auf dem Blog nachgelesen werden. Die Postkarten selbst, der Postkartenständer, alle unsere Bücher, manches Originalbild sowie Katharina Schulze und Nina A. Schuchardt könnt ihr live und in Farbe am 10. Juni bei der Landpartie in Roddahn erleben. Wir freuen uns auf euch! Um dieselbe Zeit werden die Postkarten natürlich auch im Shop zu finden sein.

Ein sehr herzliches Dankeschön geht an dieser Stelle an den lieben Freund, welcher an der Drehbank die Spitze für unseren Postkartenständer geschaffen hat! Sie symbolisiert in meinen Augen eine Fichte, in welcher das Eichhörnchen klettert!

Die anstehende Lieferung unseres Neulings Die Geschichte von Tui-Tiu von Gerda Kazakou hat für Aufregung gesorgt in der letzten Woche, wenn auch auf ganz andere Weise als noch im letzten Blogeintrag gedacht!

Fast schon in letzter Minute musste uns die Druckerei SachsenDruck in Plauen die termingerechte Lieferung des Buches absagen. Wegen krankheitsbedingter Ausfälle und Reparaturarbeiten kommt es dort offenbar zu Verzögerungen an der Kaschierstrecke. Soetwas kann schon einmal passieren und wir wünschen den Mitarbeiter*innen von SachsenDruck von Herzen alles Gute für eine schnelle Genesung und dass bald wieder alles läuft, wie am Schnürchen!

Der neue Liefertermin ist nun morgen am 24. April und damit dann alles ein Wenig schneller geht, werden jetzt schon einmal die Umschläge für den Weiterversand adressiert. So können die Bücher morgen ohne weitere Verzögerung in eure Hände flattern!

 

Verlosung Die Geschichte von Tui-Tiu

Heute ist übrigens der UNESCO-Welttag des Buches. Wir nehmen das zum Anlass, den ganzen Tag zu schmökern und vorzulesen, was das Zeug hält und auch zwei Exemplare von Die Geschichte von Tui-Tiu unter euch zu verlosen!

An der Verlosung teilnehmen könnt ihr, indem ihr einfach auf Facebook oder Twitter geht und dort unseren Beitrag zur Verlosung teilt, bzw. retweeted oder ihr hinterlasst hier unter diesem Blogbeitrag einen kurzen Kommentar.

Viel Glück!

 

Teilnahmebedingungen:

Die Verlosung von zwei Mal einem Exemplar von „Die Geschichte von Tui-Tiu“ von Gerda Kazakou endet am Sonntag, den 29.04.2018 um 23.59 Uhr. Jede*r, die/der unter dem Blogbeitrag vom 23.03.2018 auf www.eichhoernchenverlag.de/blog/ einen Kommentar hinterlässt, den Facebookpost zur Verlosung teilt oder auf Twitter den Tweet zur Verlosung retweeted, erklärt sich mit den Teilnahmebedingungen einverstanden und kann gewinnen. Es entscheidet das Los. Die Gewinner werden von Nina A. Schuchardt benachrichtigt. Im Falle eines Gewinns wird Nina A. Schuchardt per Mail oder per Direktnachricht eine Lieferanschrift erfragen, an welche das Buch versandt werden kann. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter des Eichhörnchenverlags und deren Familienangehörige sind von der Verlosung ausgeschlossen. Viel Glück!