In Büchern malen und schreiben – darf man das? Die Landtiere als Ausmalbuch?

In Büchern malen und schreiben – darf man das? Die Landtiere als Ausmalbuch?

Gerade unter bibliophilen Menschen ist die Frage, ob man in Bücher malen oder schreiben darf, oft eine empfindliche. Auch ich habe damit Schwierigkeiten.

Bei Büchern, mit welchen ich arbeite, finde ich es inzwischen nicht mehr problematisch, mir Anstreichungen zu machen und Anmerkungen in die Marginalien zu schreiben (irgendwie sind sie ja schließlich auch genau dazu da). Als (Kunst-)Historikerin schätze ich den Wert, den die Spuren mancher Vorbesitzer eines Buches haben. Sie erzählen oft viel über den/die Besitzer, geben Auskunft über Provenienzen, Bildungskanon, Nutzungsverhalten, die Bedeutung des Buches in persönlichen, gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen. Kurz: sie sind hoch spannende und oft ertragreiche Untersuchungsobjekte. Auch macht es mir tatsächlich riesigen Spaß, die Handschriften längst vergangener Menschen und Zeiten zu entziffern.

Bei den Bilderbüchern meiner Tochter fühlt es sich dennoch manchmal etwas anders an. Ich denke dann gelegentlich solche Sachen wie: Was, wenn ihr in ein paar Monaten nicht mehr gefällt, was sie heute hineinmalt? Was, wenn das Buch später einer anderen Generation vererbt wird oder in die Verlagsbibliothek übergeht? Im nächsten Moment denke ich wiederum, das sei doch alles Quatsch. Immerhin ist es in diesem Moment ihr Buch und so viel Freiheit möchte ich ihr doch geben, dass sie ihre Sachen selbst gestalten kann und auf ihre Weise benutzen kann. Bei anderen Dingen bin ich ja auch weit weniger zimperlich. Warum also soll sie bei Büchern für mich einen Unterschied machen? Meist versuche ich trotzdem ihr zu erklären, warum ich das nicht machen würde. Ich werde ihr aber nicht den Stift aus der Hand nehmen. Wenn es in ihrem Regal steht, ist es ihr Buch.

Ich erzähle euch das, weil ich inzwischen schon mehrmals mit der Frage bzw. dem Gedanken konfrontiert wurde, man könnte die Bilder in unserem Landtierebuch von Susanne Haun und Gerd Knappe ja auch von den Kindern ausmalen lassen.
Im ersten Moment erschien mir der Gedanke absurd. Ich würde auch heute nicht auf die Idee kommen, einem Kind vorzuschlagen, die Bilder auszumalen. Jedes der Bilder von Susanne Haun ist ein in sich abgeschlossenes und stimmiges Kunstwerk. Das Landtierebuch ist auch eigentlich kein pädagogisches Mittel, sondern ein Gesamtkunstwerk aus Bildkunst und Poesie für Kinder und Erwachsene. Auch weiß ich, wie wichtig die weißen Flächen in den Bildern Susanne Hauns sind, weil es die Linien sind, aus welchen so viele ihrer Bilder ihr Leben beziehen und die brauchen Raum sich zu entfalten!
ABER: Wenn nun ein Kind von sich aus auf die Idee kommt, im Landtierebuch zu malen? Dann ist das wohl einfach sein Weg, sich die Bilder, das Schriftbild, das Buch anzueignen. Dann erzählt das etwas darüber, was das Buch dem Kind bedeutet und wie es das Buch wahrnimmt. Und das, muss ich sagen, ist – bei aller bibliophilen Verklemmtheit meinerseits – doch ziemlich cool!

Wenn eines zum anderen führt, wenn sich Dialoge entwickeln, wenn aus einzelnen Gedankenmomenten metamorphierende Pfade werden und sich Knackpunkte entwickeln, denen man nachgehen und auf den Grund fassen möchte, dann habe ich das Gefühl, mit meiner Arbeit etwas richtig gemacht zu haben. Der folgende Text ist ein Teil eines solchen Prozesses. Er ist als Reaktion auf den KunstSalon im Atelier Susanne Hauns und den letzten Beitrag in diesem Blog entstanden. Ich danke dem Autor Gerd Knappe herzlich dafür, dass er einige seiner Gedanken über die Möglichkeiten und Grenzen geschriebener Worte in dieser Form für uns erfahrbar gemacht hat sowie für die Erlaubnis, sie hier zu veröffentlichen.

 

BilderBuchSalon

von Gerd Knappe

 

BilderBuchSalon

Beim Kunstsalon im weddinger Atelier von Susanne Haun,
in dem Nina Alice Schuchardt ihren Eichhörnchenverlag vorstellte
und beide mit ihren Gästen über ‚Das Kunstwerk im Bilderbuch‘ sprachen,
fragte eine Frau, für wen und welche Altersgruppe ich meine Texte denke.

Was konnte ich schon sagen, als dass ich für Jung und Alt gleichermaßen schreibe,
wenn ich für Kinder schreibe, es nur schwieriger wird.

Kinder haben ein ganzheitliches Weltbild, was Entwachsene getrennt sehen,
gehört für Kinder zusammen.

In Überlieferungen der Völker,
sitzen Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Greise
zusammen beim Erzähler,
folgen seinen Worten und Gesten,
und erfahren, was Worte sagen,
was Erzählung sein kann,
erleben sich und die Geschichte miteinander,
auf dem Hintergrund ihrer Erfahrung.
Mit ihr wächst die Einsicht
und das Verständnis für das,
was Worte sagen, zeigen, sind.

Die Natur gehört sich selbst.
Wie könnten Worte sie beschreiben?
Die geschriebenen Worte gehören dem Beschriebenen.
Das ist es, was einen SchreiberErzähler essentiell ausmacht.

Erst geschieht etwas mit ihm. Dann spricht etwas aus ihm.
Aus Geschehen Gesehenem Gesprochenem Geschichte werden kann.

Der Natur folgend, versucht er Leben in seiner Vielfalt,
mit einfachen Worten, das Erfahrbare zu zeigen.

Das Schwierigste dabei, ohne Absicht zu sein,
so dass sich die Sache selbst zeigen kann.

Erfahrung macht Erfahrung,
von einem Menschsein ins Nächste.
Mit dem Flügelschlag eines Schmetterlings
beginnt es immer wieder.

Ein Schreiber hat 26 Buchstaben. Ein Maler nutzt die Farbtöne der Welt.
Was ständig im Wandel ist, dem kann man sich nur annähern.

Fällt einem ein Wortspiel ein,
bleibt es im Vergleich zur Erfahrung klein.

Im KunstSalon von Susanne Haun wurde ich letzte Woche gefragt, was wichtiger sei im Landtierebuch, die Texte oder die Bilder. Die fragende Gästin fühlte sich offenbar selbst besonders in der Musik zu Hause und so kamen wir schnell darauf, dass es solche Rangfragen und Wettstreite zwischen allen Künsten immer wieder zu geben scheint. In der Kunstgeschichte ist da besonders der, schon in antiker Literatur (Historia naturalis von Plinius d. Ä.) behandelte und in der frühen Neuzeit weiter kultivierte, Paragone der Schlüsselbegriff für einen Wett- oder Rangstreit zwischen den Künsten, in Bezug auf das Verhältnis der bildenden Künste untereinander – besonders der Malerei und Bildhauerei – und auch in Bezug auf das Verhältnis zwischen den bildenden Künsten und den artes liberales. Ich kann hierzu nur immer wieder die wunderbare Wagenbachübersetzung der Proemien der Vite Giorgio Vasaris* empfehlen. In Bezug auf den Paragone zwischen der Malerei, Bildhauerei und Architektur zieht Vasari den versöhnlichen Schluss, dass alle drei den gleichen Vater, nämlich den Disegno zur Wurzel hätten und daher auch gleichwertig seien.
Ich habe die Vite Vasaris schon während meines Abiturs gelesen und vielleicht haben sie mich geprägt, denn ich vertrete grundsätzlich einen ähnlich egalitären Standpunkt in Bezug auf alle Kunstformen, wie Vasari ihn mit seinem Disegno-Begriff für die drei bildenden Künste (Malerei, Bildhauerei und Architektur) schafft. Ich glaube nicht, dass irgendeine Kunstform mehr wert oder wichtiger sei als eine andere. Ich weiß aber auch, dass ich persönlich zu einigen Formen leichter Zugang finde, als zu anderen. So fällt es mir zum Beispiel leichter über Susanne Hauns Bilder nachzudenken und auch zu schreiben als über Gerd Knappes Texte. Manchmal fehlen mir auch schlicht die passenden Begriffe, um meine Gedanken in Bezug auf bestimmte Texte präzise auszudrücken. Auf diesem Blog aber entsteht so ein Ungleichgewicht, dem ich mit der neuen Rubrik Zeit für Zeilen ein Gegengewicht geben möchte. Hier werde ich besondere Texte und Textpassagen aus dem Hause Eichhörnchenverlag und anderswo vorstellen und auch einige meiner Gedanken zu diesen formulieren. Den Anfang macht natürlich ein Text von Gerd Knappe, genauer die vorletzte Zeile aus dem Bilderbuch Landtiere.

Kann man nicht zwingen

„Kann man nicht zwingen“ ist der vorletzte Satz auf der letzten Seite des Bilderbuchs Landtiere. Der ganzen Strophe auf dieser Seite ist nebenstehend das Bild eines Pferdes sowie zweier Menschen/Bauersleute zugeordnet.

Der vollständige Textentwurf Gerd Knappes zum Thema Pferd umfasste ursprünglich vier Strophen von je vier bis sechzehn Versen Länge. Gekürzt wurde in Absprache mit dem Autor, um den textlichen Umfang der Landtiere so zu gestalten, dass er auch für Babys und Kleinkinder voll erfahrbar und erinnerbar bleibt.

Einen lyrischen Text zu kürzen ist keine leichte und auch keine sehr angenehme Aufgabe. Sie beinhaltet auch immer eine Frage nach Deutungshoheit. Ist der Autor/Künstler Herr über sein Werk? Wessen Aufgabe ist es zu interpretieren, zu präsentieren und zu vermitteln? Was und wie gekürzt wird, folgt dann auch vielen verschiedenen Kriterien, die hier nicht alle ausgebreitet, aber doch kurz erwähnt werden sollen.

„Pferd“ 2. Strophe (c) Gerd Knappe. Landtiere. 2017, S. 19.

Ein Vers, dessen Kürzung bzw. Streichung nie zur Debatte stand, war „Kann man nicht zwingen“. Er gibt einer persönlichen Überzeugung Ausdruck, nach welcher die Grundlage jeden Miteinanders der achtsame Umgang miteinander sein sollte, nach welcher die Akzeptanz der Andersartigkeit eines Gegenübers die Basis jedes Gesprächs ist und nach welcher im Zweifel auch ausgehalten werden muss, wenn einmal kein Konsens, keine Einigung erzielt werden kann. Achtsamkeit, wie sie hier beschrieben ist, ist auch Teil dessen, was bei einer Vorlesesituation mit Kindern entstehen kann. Unter anderem deshalb ist der genannte Vers ein Höhepunkt des Buches.
Er ist aber auch, wenn man eher auf der sprachstrukturellen Ebene schaut, der entscheidende Wendepunkt des Gedichts und besonders dieser Strophe. Bis dahin sind die Verse der Strophe nach dem wiederkehrenden Schema

„Kann man“ + Aktion

aufgebaut. Das Pferd ist dabei stets passiv. Etwas wird mit ihm getan, wodurch es gleichzeitig eine Anzahl an Attributen erhält und definiert wird (z. B. reitbar). Dem gegenüber gibt es ein nicht näher beschriebenes (menschliches) Pendant als aktiven Part (Akteur). Mit dem fünften Vers der Strophe sehe ich das Schema langsam aufbrechen. „Seine Freude an etwas haben“ das kann man auch aus der Ferne und sogar unbemerkt, zum Beispiel als stiller Beobachter. Es ist nicht zwingend ein Eingriff in die Freiheit des Pferdes. Der auch strukturell wunderschöne Vers 6 (Kann man wenn man kann) führt darauf den ersten deutlichen Zweifel an der, durch die stete Wiederholung des „Kann man“ postulierten, Potenz des Akteurs ein, aber erst Vers 7 bricht sie vollständig auf. Das bisher verfolgte Schema

„Kann man“ + Aktion

wird von einer Negation gebrochen, die zum Dreh- und Angelpunkt des ganzen Gedichts wird und auch erst den Weg zum versöhnlichen Vers 8, dem Abschlussvers ebnet.

Kann man nicht zwingen
„Kann man“ + Negation + Aktion

Der letzte Vers des Gedichts wechselt darauf konsequenterweise die Perspektive und beschreibt das Wesen des Pferdes wieder vom Pferd her und nicht aus einer Außenperspektive heraus. Damit schließt er auch den Bogen zur ersten Strophe (Die auf der vorangehenden Seite bei einem anderen Pferdebild steht und dem*der Leser*in folglich eigentlich bereits bekannt ist.), welche ebenfalls auf „zum Laufen geboren“ endet und vollständig der pferdenahen Perspektive folgt.
Zwischen den Versen 6 und 7 gab es ursprünglich übrigens noch einen anderen Vers:

„Kann man wenn man kann
[Kann man schlachten]
Kann man nicht zwingen“

Ich finde, auch in diesem Vers liegt viel Wahrheit. Man kann ihn gut auf die gelegentliche Unmöglichkeit Konflikte aufzulösen beziehen, die sich in manchen Begegnungen und Beziehungen ergeben kann. Auch ist er ein sehr deutliches Signal für die dramatische Zuspitzung, die sich in diesem Abschnitt des Gedichts ereignet, um gleich darauf aufgelöst zu werden. Es liegt aber offenkundig auch viel Brutalität darin. Vielleicht ist der*die ein oder andere ganz froh, die Gute-Nacht-Geschichte nicht mit einer Erklärung des Wortes „schlachten“ abschließen zu müssen?

Zum Abschluss noch dies: Meine kleine Testhörerin hat sehr schnell gespürt, dass es mit dem Satz „Kann man nicht zwingen“ eine besondere Bewandtnis hat und dass er sich eben nicht allein auf das Pferd, sondern auch auf sie bezieht. „Man kann mich nicht zwingen!“ darf von mir aus gern bei ihr hängen bleiben. Jedoch, natürlich stimmt das nicht. Eigentlich heißt es „Man darf mich nicht zwingen!“. Die Macht zum Zwang haben wir Erwachsenen nämlich doch über unsere Kinder. Es ist gut, wenn uns ein Bilderbuch gelegentlich daran erinnert, dass es eine Macht ist, die uns vor allem dann stärkt, wenn wir sie nicht gebrauchen.

 

*Vasari, Giorgio: Kunstgeschichte und Kunsttheorie. Eine Einführung in die Lebensbeschreibungen berühmter Künstler. Neu übersetzt und kommentiert. Verlag Klaus Wagenbach. Berlin 2004.

 

Am Dienstagabend dieser Woche durfte ich als referierender Gast den 15. KunstSalon bei Susanne Haun mitgestalten. Sie hat, wie folgt, auf ihrem Blog darüber berichtet. Mir bleibt dem kaum etwas hinzuzufügen, außer einem herzlichen Dankeschön an alle Gäste dieses Abends. Vielen Dank! Die facettenreiche Diskussion in der großen Runde, wie auch die vielen kleineren Gespräche am Rande haben mir große Freude gemacht und zahlreiche Impulse mit auf den Weg gegeben.

Dank für die Einladung geht außerdem an Susanne Haun, die eine wunderbare Salonnière ist. Ich freue mich auf ein sicher wiederum spannendes Programm ihres KunstSalons im neuen Jahr!

Susanne Haun

Das Kunstwerk im Bilderbuch – Bericht vom 15. KunstSalon am Dienstag – Gast Nina Alice Schuchardt bei Susanne Haun

Posted in Salon by Susanne Haun on 15. November 2017

 

Ruhe vor dem Sturm - KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke

Ruhe vor dem Sturm – KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun (c) Foto von M.Fanke.

 

Beim gestrigen Kunstsalon kamen viele Besucher, die sich für Ninas Verlagskonzept interessierten. Es entstanden interessante Diskussionen darüber, wie Nina die Künstler und Bilder für ihre Bücher auswählt. Inzwischen hat sie schon einiges an Feedback von Käufern und Buchhandlungen zum Buch Landtiere erhalten. Besonders beeindruckend finde ich, dass sie erhaltene Kritik bedenkt und dann entscheidet, welche sie für gut hält und annimmt und welche für sie und ihr Buch-Konzept nicht passt. Mit ihrer (äußerlich) ruhigen Art arbeitet sie zielstrebig, das zweite Buch Monsterkinder (siehe hier) liegt schon im Probedruck vor und ein drittes Buch ist im Entstehen.  Dabei übernimmt sie ökologische Verantwortung (siehe hier) bei der Produktion ihrer Bücher.

Es gab viele Fragen, auch wie die Künstler*innen für die Bücher „produzieren“ ohne sich selber zu vergessen. Hier kann ich sagen, dass Nina mir Raum beim Erstellen der Illustrationen für das Buch Landtiere gelassen aber doch auch eine Auswahl getroffen, die sie für passend gehalten hat.

Als Überraschungsgast durften Nina und ich Gerd Knappe begrüßen. Er hat die Texte zu den Landtieren geschrieben. Es lohnt sich auf seiner Homepage (siehe hier) zu stöbern und in seine Texte einzutauchen. Er schrieb die Texte, ohne vorher meine Arbeiten gesehen zu haben. Er schrieb so, dass Leser jeden Alters angesprochen sind – die Eltern, die Kinder und die Großeltern sowie Geschwister.

Ich habe in den Buchhandlungen oft als Feedback den Hinweis erhalten, dass das Buch sehr anspruchsvoll ist. Aber darf ein Kinderbuch nicht auch anspruchsvoll sein?

 

Als Kinderbuchverlag sieht sich der Eichhörnchenverlag in einer besonderen Verantwortung. Wir machen Bücher für Kinder, die den größten Teil ihres Lebens erst noch vor sich haben. Wir machen auch Bücher in einer inhaltlichen Qualität und in einem Material, das darauf ausgelegt ist, mehrere Generationen neugieriger Hände zu begleiten. Mit diesen Gedanken geht der Wunsch nach nachhaltigem und schonendem Umgang mit den Ressourcen unseres Planeten einher. Darum liegt unser Konto bei einer grünen Bank und unser Büro läuft mit Ökostrom; darum drucken wir unsere Visitenkarten und Flyer bei der UmweltDruckerei und auch unsere Rechnungen kommen auf recyceltem Papier daher. Manchmal kommt es auch vor, dass unsere Bücher in bereits gebrauchten Umschlägen und Kartons verschickt werden und wenn es doch ein neuer Umschlag ist, dann ist dieser aus recyceltem Karton und kommt ohne Plastik aus.
Dennoch gibt es immer Ecken und Enden, an denen man noch nachhaltiger werden könnte. Tipps sind immer willkommen.

Grashüpfer. 2017 (c) Collage von Susanne Haun.

Ein großer ökologischer Posten sind für uns selbstverständlich unsere Bücher und die Materialien, aus welchen sie hergestellt werden. Ich habe hier schon einmal anhand eines Musterpakets der Druckerei SachsenDruck kurz über die verschiedenen zu bedenkenden Faktoren berichtet. Bei jedem unserer Bücher werden die Karten neu gemischt. Bei jedem entscheiden wir in Ansehung der zugrundeliegenden Kunstwerke neu, welcher Karton, welche Beschichtung infrage kommen. Wie kommen die Kunstwerke am besten zur Geltung? Welcher Karton lässt die Bilder gut wirken? Kommt eine recycelte Variante infrage?
Bei den Landtieren haben wir uns schon länger beraten und auch mit der Druckerei besprochen und letztendlich einen Karton gewählt, der nicht recycelt ist. Auf grauem Karton ist es schlicht nicht möglich, solch eine helles weiß, wie jenes aus welchem die Bilder Susanne Hauns atmen, herzustellen. Die feinen Farbadern der Zeichnungen hätten durch den geringeren Kontrast viel verloren und davon, hätten unsere kleinen und großen Betrachter letztendlich nichts gehabt.
Bei den Monsterkindern von Niki Amann lagen die Dinge anders. Diese Bilder beziehen ihre Kraft aus großen kräftig farbigen Flächen, die auch auf einem etwas dunkleren Karton sehr gut zur Geltung kommen werden. Ich freue mich darum sehr auf unser erstes Buch aus recyceltem FSC-zertifiziertem Karton. Die Monsterkinder erscheinen übrigens am 9. Dezember 2017 pünktlich für den Weihnachtsbaum und können wie die Landtiere über unseren Onlineshop (vor-)bestellt werden.

Ich habe das schöne Glück am 14. November im KunstSalon von Susanne Haun zu Gast sein zu dürfen.

Bei der Kunstbetrachtung und auch im Umgang mit Büchern – sei es im Gestaltungsprozess oder bei der Lektüre/ Betrachtung – ist es stets der Moment, in dem ein Austausch mit einem Menschen ensteht, der jede Mühe wert, der das Ziel gewesen ist.

Das Finden verwandter Gedanken – gelegentlich an unerwarteter Stelle , die Erforschung neuer Perspektiven, Gespräche und Meinungsverschiedenheiten, sind lustvolle und fruchtbare Momente und darum, liebe Susanne, freue ich mich wirklich sehr auf unseren gemeinsamen Abend und jeden Gast, der den Weg in dein Atelier findet!

 

Eine Einladung zum KunstSalon am 14. November zum Thema „Das Kunstwerk im Bilderbuch“ hat Susanne Haun auf ihrem Blog veröffentlicht und kann über diesen Link besucht werden:

Einladung zum 15. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Das Kunstwerk im Bilderbuch – Gast Nina Alice Schuchardt

 

…oder ihr lest einfach im Folgenden weiter:

 

Susanne Haun

Einladung zum 15. KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun – Das Kunstwerk im Bilderbuch – Gast Nina Alice Schuchardt

Posted in Salon, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 4. Oktober 2017

 

Liebe Freundinnen und Freunde meines Kunstsalons!

Der nächste KunstSalon am Dienstag findet am 14. November 2017 um 18 Uhr statt. Insgesamt diskutieren wir nun schon das 15. Mal ausgewählte Themen in meinen Atelierräumen in der Groninger Str. 22, 13347 Berlin.

Als Gast freue ich mich, Nina Alice Schuchardt vom Eichhörnchenverlag (siehe hier) in meinem Atelier begrüßen zu dürfen.

 

Einladung Kunstsalon Nina - Eichhörnchenverlag

Gemeinsam werden wir uns dem Thema „Das Kunstwerk im Bilderbuch“ zuwenden:

Kunst ist Sprache und gute Bilder sprechen deutlicher – auch zu Kindern!

Bildende Kunst ist Kommunikation, die visuell, manchmal auch taktil erfahrbar ist und mittels Farben, Formen, Materialien und Strukturen, Inhalte aufnimmt und vermittelt. Oft gelingt es Werken der bildenden Kunst, ihre großen und kleinen Betrachter emotional zu erreichen, wo Worte nicht weiterkämen. Gleichzeitig ist das Bild unverzichtbarer Übermittler rationaler Informationen, wie in zahlreichen Anleitungen und Lehrbücher nachvollzogen werden kann, die ohne Bilder oft schwer verständlich wären.

Der Eichhörnchenverlag ist ein Buchverlag, der sich aus diesem Grund auf von Künstlern gestaltete Bilderbücher für Babys und Kleinkinder spezialisiert. Liebe- und anspruchsvoll gestaltete Bilderbücher sollen entstehen, die Freude an den Bildern, Worten und Geschichten schenken und den Kindern wie ihren Bezugspersonen Anlass zu entspanntem Miteinander und Kommunikation bieten. Dabei wird besonders darauf Wert gelegt, dass die Bilder in den Büchern selbstständige Erzählungen sind.

Erreichen Kunstwerke auch Kinder in besonderer Weise? Ja. Über die Erfahrungen, die wir mit Kindern und ihrer Sicht auf Kunstwerke gemacht haben, möchten wir sprechen. Auch werden wir der Frage nachgehen, ob Werke der bildenden Kunst bestimmte Kriterien erfüllen müssen, um Kinder anzusprechen und wo die Aufgaben aber auch die Grenzen von Kunstwerken und Bilderbüchern für Kinder liegen.

Als anschauliche Beispiele wird Nina A. Schuchardt einige aktuelle und kommende Bilderbuchprojekte des Eichhörnchenverlags vorstellen.

Ich freue mich, dass ich als Künstlerin im ersten Buch des Verlags, Landtiere, ISBN 978-3-9818726-0-6, die Collagen erstellt habe. Die original Collagen, sowie andere Tierzeichnungen von mir können beim Salon besichtigt werden.

 

Eichhörnchenverlag_Landtiere_Umschlag (c) Nina Alice Schuchardt

 

Auf der Homepage des Eichhörnchenverlags (siehe hier) ist das Buch wie folgt beschrieben:

“ Das Pilotprojekt des Eichhörnchenverlags hat sich der Landtiere angenommen, eines Klassikers unter den Babybuchthemen.  Die Tiere wurden von Thomas Lemnitzer mit Blick für ihre individuelle Schönheit ohne Plüsch und Pathos, ohne vorhergehendes Herrichten oder nachträgliche Retusche in ihrem alltäglichen Leben fotografiert. Susanne Haun hat diese fotografischen Tierportraits zum Ausgangspunkt ihrer Collagen genommen und zeichnerisch fortgeführt. Mit Rücksicht auf das kindliche Sehen hat sie sich dabei der schönsten und leuchtendsten Farben bedient. Gerd Knappe hat die Wesenhaftigkeit der Tiere in passende Worte gekleidet und ihnen eine, Kinder wie Erwachsene gleichermaßen, ansprechende rhythmische Form gegeben. Die gezeigten Tiere leben im Demeter Landwirtschaftsbetrieb „Biohof an der Alten Jäglitz“, auf dem Biohof Malo, auf privaten Höfen und im Tierpark Kunsterspring in der Ostprignitz in Brandenburg.“

KunstSalon am Dienstag bei Susanne Haun

14. November 2017 um 18 Uhr

Groninger Str. 22, 13347 Berlin

info@susannehaun.de T: 030 43 00 45 72 M 0177 232 80 70

Tram M13, M50 Osramhöfe, U6 Seestraße, Leopoldplatz, U9 Nauener Platz

Einladung (siehe hier) und Programm (siehe hier) im pdf – Format zum Herunterladen und Ausdrucken.

Programm

KunstSalon am Dienstag, 14.11.2017, Thema „Das Kunstwerk im Bilderbuch“

Nina Alice Schuchardt http://www.eichhoernchenverlag.de
Susanne Haun http://www.susannehaun.com

Susanne
Grußwort
Vorstellung von Nina Alice Schuchardt
Vorstellung Susanne Haun

Nina
Vorstellung der Idee des Eichhörnchenverlags
Erfahrungen im Umgang von Kunst mit Kindern

Susanne
Wie beeinflusst ein Illustrationsauftrag die Künstler*in bei der Arbeit?
Abstimmung zwischen Künstler*in, Autor*in, Lektor*in und Verlag

Nina
Wie findet der Verlag Künstler*innen?
Wie kommen die Bücher zu den Kindern?

Susanne
Schlusswort
Denkanstoss: Graphic Novels bzw. Comics sind Kunst-Bilderbücher für Erwachsene!

 

 

Heute ohne viele Worte. Vielen Dank euch allen, die ihr den Eichhörnchenverlag, die Patent-Papierfabrik Hohenofen und muckout zum Türöffner-Tag mit der Sendung mit der Maus besucht habt. Eure Neugier, euer Einfallsreichtum, euer Enthusiasmus und eure Geschichten haben diesen Tag tatsächlich zu einem Bücherfest mit vielen wunderbaren Momenten werden lassen, den wir noch lange in Erinnerung behalten werden. Wir nehmen viele Eindrücke mit und gehen mit Schwung daran, neue Ideen für euch auszubrüten!

Bis bald!

 

Der Geruch neuer Bücher durchzieht unser Haus! Es ist ein schöner Geruch voller Aufregung und dem Gefühl einen großen und wunderbaren Schritt getan zu haben. Es ist ein Geruch, der sehr sehr glücklich macht und ein guter Anlass, wieder einmal danke zu sagen!

Danke an Susanne Haun, Gerd Knappe und Thomas Lemnitzer, danke an Antje Rother und Katharina Schulze, danke an die (Buch-) Handlungen, die die Landtiere schon in ihr Sortiment aufgenommen haben oder angekündigt haben, dies tun zu wollen (z. B. Die Buchhandlung Steffen in Kyritz) und danke an die Menschen unter euch, die die Landtiere in ihr Haus eingeladen haben oder dies noch tun möchten.
Danke für euer Feedback, eure Reaktionen auf die Poesie Gerd Knappes, auf die Bildsprache Susanne Hauns, auf die Idee hinter der Verlagsgründung. Sie sind vielfältig und wertvoll und sie motivieren und zeigen die weiteren Wege auf.
Danke an die Kinder, die in diese Welt kommen, ihren nächsten Menschen ihre große und bedingungslose Liebe schenken und immer wieder inspirieren.
Danke auch an die wunderbaren Mitarbeiter der Druckerei SachsenDruck in Plauen, die wirklich super freundlich und hilfsbereit sind und an den LKW-Fahrer, der die Bücher gebracht und auch gleich mit uns abgeladen hat. Im wirklich sehr sehr schmalen Neuroddahn ist das nämlich gar nicht so einfach!

Danke an meine Familie. Die biologische, die gewählte, die gewachsene und die Verlagsfamilie!

 

Sehen wir uns am Samstag? Ich freue mich auf euch!

Ausstellungsplakat „Landtiere“, Kunstausstellung für Kinder.

Am 16. September erscheint unser erstes Buch und das wird gefeiert!

Kunst und Kinder, das gehört zusammen! Nicht nur in Büchern, sondern auch in Form von Kunstausstellungen.
Im Rahmen des alljährlich in Kyritz stattfindenden Markt der regionalen Möglichkeiten eröffne ich am 16. September gegen 10:30 Uhr in der Buchhandlung Steffen GmbH am Marktplatz in Kyritz eine kleine Kunstaustellung für Kinder mit den wunderschönen Originalbildern von Susanne Haun aus unserem Bilderbuch „Landtiere“.

Wir freuen uns auf viele kleine und große, geschichten- und bilderdurstige Besucher! Es wird bunt und ich freue mich riesig darauf, euch endlich alle Bilder, die darauf abgebildeten Tiere und ihre Geschichten ganz genau vorzustellen! Die Ausstellung wird vom 16. September bis 30. September in der Buchhandlung zu sehen sein und natürlich könnt ihr dort dann auch das Buch erwerben oder ihr geht auf unseren Onlineshop.

Markt der regionalen Möglichkeiten 2017, Plakat (c) kiri.li.

Der Markt der regionalen Möglichkeiten hat im Übrigen auch noch so manch andere spannende Sache zu bieten! Mit dabei sind zum Beispiel muckout, mit denen wir am 3. Oktober Bücher basteln werden und die Wandelwoche sowie zahlreiche lokal, nachhaltig und ressourcenschonend produzierende Unternehmen und Unternehmungen, Performancekünstler, Gesprächsrunden mit Vertretern aus der Politik, Livemusik und und und…
Kommt einfach unbedingt vorbei!

 

Außerdem freue ich mich wirklich unheimlich, euch sagen zu können, dass der WDR uns in das offizielle Programm des Türöffner-Tags der Sendung mit der Maus aufgenommen hat!


Auch hier gilt: Kommt einfach unbedingt vorbei. Wir freuen uns auf euch!

Es ist so weit. Nicht nur ein murkeliges Formular sondern einen richtigen Onlineshop haben wir für euch eingerichtet. Der füllt sich jetzt mit den schönsten Bilderbüchern und vielleicht auch mit der ein oder anderen weiteren Überraschung! Für den Moment könnt ihr dort ab sofort Landtiere vorbestellen, dass inzwischen in der Druckerei SachsenDruck in Plauen angekommen ist und am 16. September 2017 endlich erscheint!

Werft die Hüte in die Luft und freut euch mit uns! …und wenn die Kopfbedeckung wieder sitzt, lasst uns wissen, wieviele Exemplare ihr braucht. Noch können wir die erste Auflage erhöhen! 😉