Ich bin dann mal weg…

Ich bin dann mal weg…

Natürlich bleibe ich weiterhin Teil der Eichhörnchenverlagsfamilie, aber die nächsten Monate werde ich weniger aktiv am Verlagsgeschehen teilnehmen und mich dafür um einen weiteren kleinen Testleser für unsere Bilderbücher kümmern. Ich freue mich auf dieses neue Abenteuer, denn wie das Vogelpaar Tui und Tiu in unserem dritten Bilderbuch wusste ich, dass dieses kleine Würmchen noch fehlt in meinem Leben und es noch viel schöner machen wird. Gespannt werde ich trotzdem alles Neue verfolgen, was im Verlag in diesem Jahr noch ansteht. Freuen können wir uns zum Beispiel auf ein neues Werk von Karoline E. Löffler, die uns auf einen ganz besonderen Stadtspaziergang mitnimmt.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Liebe Katharina, ich danke dir für die gute Zeit, die vielen Impulse und die leichteren Schultern, die ich habe, seit du wieder ein Teil der Verlagsfamilie bist und ich freue mich auf den Weg, den wir in Zukunft noch gemeinsam gehen werden. Für den Moment wünsche ich dir eine fabelhafte und aufregend-schöne Zeit mit deiner Herz- und Bauchfamilie und sende euch Good Vibes aus der Ferne. Bis bald!

Nina A. Schuchardt

Titelbild: Babybauch in Samt (c) Joseph Bergner.

Unsere IDA geht ihren eigenen Weg durch die Welt und kann dabei ganz auf sich vertrauen. Um Kindern diese Möglichkeit zu geben, ist zuallererst ein gewaltfreies Aufwachsen nötig, für das wir als Eltern, Umfeld und Gesellschaft Sorge tragen. Um auf die Wichtigkeit einer gewaltfreien Erziehung hinzuweisen, gibt es in Deutschland seit 2004 den Tag der gewaltfreien Erziehung, der immer am 30. April begangen wird. Der Tag dient dazu, daran zu erinnern, dass Gewalt an Kindern niemals eine Lösung ist und soll den Kleinsten und Hilflosesten eine Lobby geben. (1)

Laut des UNICEF-Berichts “A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents” erleben weltweit bereits rund drei Viertel der zwei- bis vierjährigen Kinder weltweit, das sind ungefähr 300 Millionen Mädchen und Jungen, körperliche oder verbale Gewalt durch ihre Erziehungsberechtigten in ihrem eigenen zu Hause. (2)

Um diese Situation zu verbessern, hat die Vollversammlung der Vereinten Nationen 1989 die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet, welche mittlerweile von fast allen Staaten der Erde unterzeichnet wurde. Die Konvention gilt für alle Kinder bis 18 Jahren und schreibt unter anderem das Recht auf den Schutz des Lebens und der Unversehrtheit, aber auch Respekt und Förderung von Begabungen fest. (3)

In Deutschland gibt es aktuell Bestrebungen, die Kinderrechte zu stärken und diese im Grundgesetz zu verankern. Denn obwohl Kinder auch Trägerinnen und Träger aller Grundrechte und gleichzeitig besonders schutzbedürftig sind, ist dies aus dem Verfassungstext bisher nicht explizit ersichtlich. Deshalb gibt es schon lange Diskussionen darüber, Rechte von Kindern im Grundgesetz festzuschreiben und somit sichtbar zu machen. An der aktuellen Umsetzung gibt es aber auch Kritik: Politiker*innen, Jurist*innen, Kinderschutzorganisationen und Wissenschaftler*innen halten die geplanten Formulierungen für zu ungenau und kritisieren, sie enthalten unnötige Wiederholungen. Manche gehen sogar davon aus, dass der vorliegende Entwurf den Kinderschutz schmälere und hinter geltendes Recht zurückfalle. Konservative Kreise schätzen indes die Gefahren höher ein als den Nutzen und sind grundsätzlich gegen eine Änderung des Grundgesetzes. (4)

Die UN-Kinderrechtskonvention gilt verbindlich mit dem Rang eines einfachen Bundesgesetzes seit 1992 in Deutschland. (5) Erst im Jahr 2000 wurde in Deutschland das „Recht auf eine gewaltfreie Erziehung“ festgeschrieben, vorher waren Schläge als „Erziehungsmaßnahme“ nicht verboten. (3) Insgesamt hat sich in Deutschland die Einstellung zu Gewalt in der Erziehung im Sinne der Gewaltfreiheit positiv verändert und sich ein gewisser Konsens zur gewaltfreien Erziehung herausgebildet. Das belegen auch Studien, in denen Eltern gewaltfreie Erziehung als ihren Erziehungsstil benennen, sagt die Geschäftsführerin des Deutschen Kinderschutzbundes, Cordula Lasner-Tietze. (6)

Anders als vor 30 oder 40 Jahren sehen viele Eltern ihre Kinder heute als eigenständige Persönlichkeiten, die Vertrauen, Sicherheit und Freiheit erleben sollen, so Lasner-Tietze, und die „Erwachsene an ihrer Seite haben, die die Welt erklären und das Kind Erfahrungen machen kann, indem es mit Neugier und Lust die Welt entdecken kann.“ (6) Obwohl körperliche Gewalt abnimmt, verstärken sich dafür andere Faktoren, die auch zu Gewalt zählen. Heute steht mehr die psychische Gewalt im Vordergrund, die den Eltern oft nicht bewusst ist und auch Eltern trifft, die besonders engagiert sind, damit aber auch sehr viel Druck auf ihre Kinder ausüben, wie die Erziehungswissenschaftlerin Alexandra Langmeyer vom Deutschen Jugendinstitut bemerkt. (6)

Insgesamt ist Deutschland auf einem guten Weg, trotzdem gibt es noch viel zu tun, denn immer noch machen viele deutsche Kinder Gewalterfahrungen. Laut einer Kriminalstatistik für das Jahr 2019 werden etwa fünf bis zehn Prozent der Kinder von ihren Eltern schwerwiegend und relativ häufig körperlich bestraft. Die Corona-Pandemie verstärkt dies, da sie Familien in die Isolation zwingt, Spannungen verschärft und somit mehr Konfliktpotenzial schafft, welches in Gewalt enden kann. Gleichzeitig ist die Arbeit der Kinder- und Jugendhilfe derzeit stark eingeschränkt. (7)

Nehmen wir also den heutigen Tag als Anlass, noch stärker auf uns und die Welt um uns herumzuschauen, zu unterstützen und zu helfen, um allen Kindern eine liebevolle, gewaltfreie Kindheit zu ermöglichen.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen:

(1) Helena: Tag der gewaltfreien Erziehung: Jeder Klaps ist einer zu viel!, 2018, unter:  https://www.ma-gazin.de/tag-der-gewaltfreien-erziehung/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(2) Unicef: A Familiar Face. Violence in the lives of children and adolescents, November 2017, unter: https://data.unicef.org/resources/a-familiar-face/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(3) Jugendstiftung Baden-Württemberg: Kinder haben Rechte!, unter: https://www.menschenrechte.jugendnetz.de/menschenrechte/kinderrechte/ (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(4) Otto, Jeanette: Kinderrechte im Grundgesetz. Hört! Uns! Zu!, 21.04.2021, In: Zeit Nr. 17/2021, unter: https://www.zeit.de/2021/17/kinderrechte-grundgesetz-gesetzesentwurf-kinderschutz-rechtsschutz-familie, (letzter Aufruf: 29.04.2021).

(5) Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Kinderrechte ins Grundgesetz, 22.01.2021, unter: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/kinder-und-jugend/kinderrechte/kinderrechte-ins-grundgesetz (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(6) Wagner, Albrecht: Tag der gewaltfreien Erziehung: Das Problem heißt heute psychischer Druck, 30. April 2018, unter: https://www.mdr.de/wissen/mensch-alltag/tag-der-gewaltfreien-erziehung-100.html (letzter Aufruf: 14.04.2021).

(7) Langosch, Nele: Mehr Gewalt gegen Kinder und Mütter in der Corona-Zeit?, 21.08.2020, unter: https://www.baby-und-familie.de/Coronavirus/Mehr-Gewalt-gegen-Kinder-und-Muetter-in-der-Corona-Zeit-558405.html (letzter Aufruf: 14.04.2021).

Titelbild: Vienna 2010-11-20 ‚Kinderrechte‘ Smart Mob 025, 20 November 2010, Österreich, Wien, Stephansplatz, Attribution: Wolfgang H. Wögerer, Vienna, Austria, unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Vienna_2010-11-20_%27Kinderrechte%27_Smart_Mob_026.jpg, (letzter Aufruf: 29.04.2021).

Wie es sich für eine Mitarbeiterin des Eichhörnchenverlags gehört, wohnt schon seit einiger Zeit ein Eichhörnchen in unserem Hinterhof und treibt auf den Dächern und in den Kastanienbäumen allerlei lustigen Schabernack. Sehr zur Freude meines Kindes. Dass wir spontan das Frühstück unterbrechen und das „Eichi“ aus dem Fenster heraus beobachten, gehört mittlerweile zu unserem Alltag. In dieser Woche nun haben wir festgestellt, dass unser tierischer Nachbar anscheinend einen neuen Mitbewohner hat, denn es klettern jetzt zwei von ihnen durch die Bäume. Oder eine Mitbewohnerin. Vielleicht gibt es bald Eichhörnchenbabys.

Wer mehr über den tierischen Mitbewohner meiner Kollegin und Verlagsgründerin Nina A. Schuchardt erfahren möchte, kann hier Mad Eye Artemis Moody kennenlernen.

Im Frühjahr bis Herbst kann es einem passieren, dass man einen Eichhörnchen-Nestling , manchmal auch ein ausgewachsenes Eichhörnchen findet, das hilfsbedürftig scheint. Sollte euch das passieren, vor allem, wenn das Tier verletzt, stark ausgekühlt oder von der Mutter nicht mehr aufgenommen erscheint, könnt ihr euch an die Eichhörnchenhilfe wenden.

PS: Mehr über Tiere in der Stadt gibt es im großartigen Podcast Beats & Bones vom Museum für Naturkunde Berlin auf die Ohren. Hört doch mal rein!

Wir wünschen ein tierisch gutes Wochenende!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Titelbild: Sonnenscheinsusi: Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) im Baum, LSG „Landschaftsteil Fördeufer Mürwik-Solitüde“ (genauer Twedter Mark) in Flensburg, 17 April 2016, unter: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Eichh%C3%B6rnchen-Mutter_im_Baum.jpg (letzter Aufruf: 15.04.2021).

Jedes Jahr am 2. April ist Internationaler Kinderbuchtag und das schon seit über 50 Jahren. Das Datum wurde nach dem Geburtstag vom Kinderbuchautor Hans Christian Andersen ausgewählt, der am 2. April 1805 in Odense in Dänemark zur Welt kam und der Welt Werke wie „Die kleine Meerjungfrau“ geschenkt hat.

Ins Leben gerufen wurde der Internationale Kinderbuchtag 1967 durch das International Board on Books for Young People (IBBY), einer gemeinnützigen Organisation, die Kindern und Jugendlichen weltweit Interesse an Literatur vermitteln möchte. Gegründet wurde es 1953 Zürich, Schweiz durch die deutsche Journalisten Jella Lepmann (1891–1970) und umfasst inzwischen mehr als 60 Sektionen in verschiedenen Ländern. Der heutige Sitz ist in Basel. IBBY verfügt über einen offiziellen Status sowohl bei der UNESCO als auch bei UNICEF und nimmt so Einfluss auf politische Entscheidungen im Kinder- und Jugendbuchbereich und agiert als Sprecher in diesem Sektor. (1)

Jedes Jahr steht der Internationale Kinderbuchtag unter einem anderen Motto, welches von der nationalen Sektionen des IBBY ausgewählt wird. Diese Sektion bestimmt einen einheimischen Kinderbuchautor, der eine Botschaft an die Kinder der Welt richtet und wählt ebenfalls einen Illustrator, der das jährliche Plakat gestaltet. In Deutschland wird diese vom Arbeitskreis für Jugendliteratur e. V. mit Sitz in München übernommen.

Blick in das Mitmachbilderbuch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG von Fulya Gezer in der Bearbeitung von Karoline E. Löffler, (c) Fotografie: Eichhörnchenverlag.

Dieses Jahr heißt das Motto „The Music of Words“ – „Worte sind Trommelschläge und Flöten auf Papier“. Schirmherrschaft und inhaltliche Ausrichtung werden von der US-amerikanischen IBBY-Sektion übernommen. Das jedes Jahr eigens für den Tag gestaltete Plakat stammt vom brasilianischen Illustrator Roger Mello, die dazugehörige Botschaft an die Kinder der Welt von der kubanisch-amerikanischen Lyrikerin Margarita Engle. (2)

Der Tag soll die Freude am Lesen bei Kindern unterstützen und darauf aufmerksam machen, wie wichtig Lesen und der Zugang zu Büchern für Kinder sind. Denn leider ist weltweit ein freier Zugang zu Literatur nicht selbstverständlich. (3) Generell setzt sich deshalb IBBY für die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinder- und Jugendbüchern ein, was durch das Internationale Abkommen über die Rechte von Kindern 1990 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Dafür ist eine gute Infrastruktur nötig, also Verlage, Druckereien usw., weshalb auch die Veröffentlichung und Verbreitung von Kinderbücher in den Mittelpunkt gestellt werden soll, ebenso wie die Förderung von Autor:innen und Künstler:innen. (1)

Übrigens: die drei meist verkauften Kinderbücher sind: „Der Hobbit“ von J. R. R. Tolkin, „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry und „Anne auf Green Gabels“ von Lucy Maud Montgomery. (3)

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1) Giese, Sven: Internationaler Kinderbuchtag – International Children’s Book Day 2021, 15. Januar 2021, unter: https://www.kuriose-feiertage.de/internationaler-kinderbuchtag/ (letzter Aufruf: 01.04.2021).

2) Internationaler Kinderbuchtag: Weltweites Fest für die Kinder- und Jugendliteratur 2021 unter Patenschaft von USBBY, 11.02.2021, unter: https://www.jugendliteratur.org/news/internationaler-kinderbuchtag-494/?page_id=1 (letzter Aufruf: 01.04.2021).

3) Internationaler Kinderbuchtag, 02.04.2020, unter: https://www.zdf.de/kinder/logo/internationaler-kinderbuchtag-100.html (letzter Aufruf: 01.04.2021).

Nachdem wir im Blog schon einen genaueren Blick auf die Kunst der Buchrücken geworfen haben, geht es im heutigen Beitrag um die Frage, was man eigentlich alles mit seinen Büchern machen darf.

Nicht nur Literaturblogs, auch eine Vielzahl von Foren von Bücherliebhabern befassen sich mit dem Thema und es wird heiß diskutiert. Ich lege meine Bücher zum Beispiel gern auch mal mit dem Buchrücken nach oben, wenn ich gerade kein Lesezeichen zur Hand habe. Das kommt öfter vor, da meine Bücher überall in der Wohnung verteilt rumliegen, ich meistens mehrere gleichzeitig lese und manchmal auch mein Kind die Bücher anschaut und das Lesezeichen dann am spannendsten findet. Für meine Kollegin Nina ist das der Horror. Dafür hat sie seit ihrer Bachelorarbeit überhaupt keine Probleme mehr, in Bücher Notizen zu machen, was für mich ein Graus ist.

Eine Ausnahme bilden hier nur Bücher, die ich verschenke und in die ich auf der ersten Seite eine Widmung für den oder die Beschenkte schreibe. Bei Büchern vom Flohmarkt sind diese manchmal auf der ersten Seite eingetragenen Widmungen eine tolle Sache, um zu erfahren, warum das Buch ausgesucht wurde und wer es geschenkt bekommen hat und geben dem erworbenen Buch eine ganz persönliche Note.

Bei Kinderbüchern und Pappebüchern gelten für mich noch etwas andere Maßstäbe. Die Kinder haben noch mal einen anderen Umgang mit Büchern. Die Seiten können manchmal (noch) nicht so ordentlich umgeblättert werden, wie wir Erwachsenen es tun. Das Seitenblättern, knicken, rascheln gehören zum Erlebnis des Bücheranschauens dazu. Auch das Zeichnen in Bücher kann großen Spaß machen. Gut, dass Pappebücher so strapazierfähig sind und unser Buch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG sogar ganz explizit zum Reinmalen und Mitgestalten gedacht ist.

Schaut man in die Historie, so war der Umgang mit Büchern lange Zeit sehr sorgfältig, da es meist nur wenige oder sogar nur ein Exemplar eines Buches gab und die Abschrift und Illustration enorm viel Zeit und Aufwand in Anspruch genommen hat. Dementsprechend wurden diese dann auch behandelt. Auch waren die Bücher zumeist sehr groß und schwer und somit sehr unhandlich und nicht so leicht zu transportieren. Gelesen wurden sie nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung und das zumeist in Bibliotheken oder Leseräumen zu Studienzwecken, erst im zweiten Schritt rein fürs Vergnügen. Taschenbücher, die den Transport enorm erleichterten, wurden erst Mitte des 20. Jahrhunderts erfunden.

Wie seht ihr das? Was müssen eure Bücher alles aushalten? Oder sehen sie nach dem Lesen noch fast aus wie neu? Wir sind gespannt und wünschen ein schönes Wochenende!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

Kalkowski, Uwe: Über den Umgang mit Büchern., 3. Oktober 2019, unter: https://kaffeehaussitzer.de/ueber-den-umgang-mit-buechern/, letzter Aufruf: 16.03.2021.

Rieger, Madelaine: Der Umgang mit Büchern., 22. März 2018, unter: https://blackndbeautiful.wordpress.com/2018/03/22/umgang-mit-buechern/, letzter Aufruf: 16.03.2021.

Titelbild: Bücher mit leichten Abnutzungserscheinungen, (c) Fotografie: Joseph Bergner.

Neben dem Glück, an der Entstehung Bücher des Eichhörnchenverlages beteiligt zu sein, habe ich auch einen kleinen Testleser zu Hause, der mit mir immer wieder unsere alten und neuen Lieblinge anschaut. Seit einiger Zeit nun erlebt mein Kind Bücher auch auf eine viel bewusstere Weise und genießt nicht nur die Farben und den Spaß beim Umblättern, sondern entdeckt auch ganz konkrete Tiere und Gegenstände darin.

Es bereitet mir große Freude, meinem Kind dabei zuzusehen, wie es sich mehr und mehr die Welt der Bücher erschließt und manchmal schon vertieft irgendwo in der Wohnung sitzt und konzentriert in einem Buch blättert. Die gelesenen Worte ergeben auf einmal Sinn und werden manchmal direkt in die Tat umgesetzt wie bei den MONSTERKINDERN: „Zwei kleine Monster kuscheln“. Und manchmal müssen wir nach dem Betrachten der LANDTIERE auch direkt die Oma anrufen, denn da gibt es tatsächlich einen Hund, der so ähnlich aussieht wie der von Oma.

Es ist auch immer wieder interessant, wenn wir ein neues Buch haben oder eines aus dem Bestand zum ersten Mal oder nach langer Zeit wieder anschauen zu beobachten, welche Dinge am faszinierendsten sind und am meisten begeistern. Für mich gänzlich unverständlich ist die frühe Liebe meines Kindes zu Autos. Gern sucht es diese in allen Büchern oder Zeitschriften und ist schon sehr enttäuscht, wenn in einem Buch keine zu sehen sind. Zum Glück fährt auch der KLEINE LÖWE WILLIAM an seinem aufregenden Tag ein kleines Rennen in seinem roten Flitzer. Vielleicht auch einmal ein Thema für ein Buch im Eichhörnchenverlag? Es bleibt spannend.

Wir wünschen euch ein wundervolles Wochenende, genießt das warme Wetter und ein schönes Buch!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Titelbild: Bücherregal, (c) Fotografie: Joseph Bergner.

Er ist oft nicht so aufregend und präsent wie das Titelblatt eines Buches oder die Rückseite, die uns mehr über den Inhalt des Buches verrät, aber das Erste, was wir von einem Buch im Bücherregal sehen und damit nicht minder wichtig: der Buchrücken.

Im heutigen Blogbeitrag widmen wir uns dieser schmalen Seite eines Buches, an der der Buchblock am Einband befestigt ist.

Journalistin Julia Rothhaas beschreibt den Buchrücken wie folgt: „Denn der Buchrücken ist der Agent zwischen Auge und Kopf, der uns ein Gefühl vermittelt – und nicht nur Titel und Autor nennt. Wir sehen kurz hin und haben auch nach längerer Zeit wieder ein Gespür dafür, wie die Lektüre war. Der Buchrücken ist wie das Loch, in das Alice im Wunderland fällt, die Eingangstür zu den bunten Welten dahinter und den Gefühlen, die wir beim Lesen hatten“.  (1)

Meistens enthält der Buchrücken den Autor, den Titel und den Verlag und ist auf gestalterischer Ebene eher zurückhaltend gestaltet, da an dieser Stelle die Fakten im Vordergrund stehen und das Auffinden des Buches erleichtert werden soll. Aufwändiger, vielleicht sogar mit einem Bild versehen, sind eher weniger Buchrücken, oft einfach wegen des fehlenden Platzes. Bei einer Dilogie, Trilogie oder anderen Mehrteilern, Schubern oder Sammelbandausgaben spielt das Design des Buchrückens eine größere Rolle. Sie sind oft zusammenhängend gestaltet oder sich in einigen Punkten ähnlich, sodass man sie als zusammengehörend ausmachen kann. (2)

Lange Zeit spielte der Buchrücken in der Geschichte des Buches keine Rolle. Im Mittelalter wurden die meist großen und schweren Bücher liegend aufbewahrt, der Rücken wurde sogar oft mit einer Vorrichtung versehen, die es erlaubte, das Buch anzuketten und vor Diebstahl zu schützen. (1) Da der Buchrücken verdeckt war, wurde der jeweilige Titel durch ein Stück Pergament oder Papier gekennzeichnet, welches an einem Band aus dem Buch heraushing. (3)

Mit der Erfindung des Buchdruckes kamen auch immer mehr Bücher in Umlauf und im 16. Jahrhundert reichte der Platz nicht mehr aus, um die Bücher wie bisher liegend aufzubewahren. Die Lektüre wurde aufgerichtet, allerdings erstmal mit dem Rücken nach hinten. „Die Bücher waren zum Schutz armiert, sie trugen Metallschließen“, sagt Andreas Wittenberg, Referatsleiter der Abteilung Historische Drucke der Staatsbibliothek zu Berlin. „Weil man sie daran auch gut aus dem Regal ziehen konnte, wurden sie mit dem Vorderschnitt, also den Seiten, in Richtung Betrachter aufgestellt.“ Die Privatbibliothek entwickelte sich mehr und mehr zum Statussymbol und die Bücher wurden je nach Einrichtung, Geschmack und Geldbeutel vom Buchbinder gebunden, denn man kaufte nur den gedruckten Teil, nicht den Einband dazu. (1)

Der heute verbreitete Schutzumschlag, der das Bücherregal bunt und schön macht, kam erst Ende des 19. Jahrhunderts in Umlauf. Dieser wurde von den Bibliotheken tatsächlich oftmals entsorgt – er diente zu dem Zeitpunkt eben nur zum Schutz beim Transport und noch nicht als Werbemittel. (1)

Langsam wurde es dann doch üblich, in Kloster-, Palast- und in Handbibliotheken die Bücher in den Regalen mit dem Rücken nach vorne aufzubewahren. Bis ins 20. Jahrhundert wurden Buchrücken mehrheitlich aufwendig gestaltet und verziert, zum Beispiel mit Goldprägungen, Silberprägungen, Farbprägungen und Farblosprägungen oder Blindprägungen, handverzierten Ornamenten oder kostbaren Rückenvignetten. (4)

Autor, Titel und Verlag sind die wichtigsten Informationen, die uns der Buchrücken liefert. Wie diese allerdings auf dem Buchrücken angeordnet sind, unterscheidet sich stark voneinander. Eine verbindliche Norm für die Laufrichtung auf einem Buchrücken existiert in Deutschland, Österreich und der Schweiz beispielsweise nicht. (3) Die meisten Bücher im deutschsprachigen Raum werden allerdings von unten nach oben beschriftet, weil die Verlage davon ausgehen, dass der Großteil der Leser Rechtshänder ist und somit ein Buch mit der rechten Hand aus dem Regal nimmt und während der Suche nach einem Buch den Kopf nach links neigt. So sind die Titel im Regal schnell lesbar und der gewünschte Titel schnell gefunden. (5)

Bei englischsprachigen Werken ist es genau andersherum. Im Gegensatz zum linksdrehenden Längstitel wird hier beim rechtsdrehenden Längstitel der Titel von oben nach unten abgebildet. Man muss also bei einem im Regal stehenden Buch den Kopf nach rechts neigen, um den Titel lesen zu können. (4) Sind die Bücher dick genug, kann ihr Titel auch horizontal aufgebracht sein.

Ein Vorteil der angelsächsischen Variante ist, dass der Titel auch lesbar ist, wenn das Buch mit der Vorderseite nach oben flach im Regal liegt. Das Cover und der Text auf dem Buchrücken können also gleichzeitig gelesen werden. (5) Außerdem kann diese Variante sinnvoll sein, wenn die Lesbarkeit des Rücktitels wichtig ist wie auch bei buchähnlichen Publikationen wie einem Geschäftsbericht oder Katalog. Auch großformatige Publikationen wie Fotobücher profitieren von dieser Variante. (4)

Wie haben wir das nun im Eichhörnchenverlag gemacht? Da wir (bisher) keine Reihe und nur zwei zusammenhängende Bücher herausgebracht haben, nämlich die KLEINE VOGEL-WUNDERKAMMER plus Begleitbuch, sind unsere Buchrücken unterschiedlich gestaltet und dem Design und dem Format der verschiedenen Bücher angepasst. Was sich allerdings fast immer findet ist unser Logo, dass durch seine Form ziemlich perfekt Platz auf einem Buchrücken findet. Und man weiß immer, wo die Bücher des Eichhörnchenverlags im Regal stehen. Bis auf eine Ausnahme ist immer der Titel des Buches zu lesen, oft auch der Name des/der Künstler*in.

Bei den LANDTIEREN findet sich gar keine Schrift auf dem Buchrücken, da Titel- und Rückseite aus einem weiteren zusammenhängenden Bild von Susanne Haun bestehen und ein Aufdruck dieses Bild eher gestört hätte. Die eindeutige Gestaltung des Buches gibt auch so Auskunft darüber, um welches Buch es sich handelt. Bei einer unserer Neuerscheinungen, dem WINDKIND, haben wir zum ersten Mal mit Goldfolienprägung gearbeitet, die sich auch auf dem Buchrücken wiederfindet und diesen zu etwas ganz Besonderem machen.

Schaut doch auch mal in euer Bücherregal und entdeckt die Feinheiten der Buchrücken. Es gibt erstaunlich viel zu entdecken.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

1) Rothhaas, Julia: Umschlagplatz, 13. November 2015, unter: https://www.sueddeutsche.de/stil/buchruecken-umschlagplatz-1.2734411 (letzter Aufruf: 10.02.2021).

2) Merschmann, Yvonne: Ein schöner Rücken kann entzücken: Buchrücken, 26. August 2018, unter: https://seitenglueck.wordpress.com/2018/08/26/allgemein-ein-schoener-ruecken-kann-entzuecken-buchruecken/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

3) ZVAB – Zentrales Verzeichnis Antiquarischer Bücher: Rückblickend betrachtet – Von der Schönheit des Buchrückens unter: https://www.zvab.com/antiquarische-buecher/buchruecken.shtml (letzter Aufruf: 10.02.2021).

4) Beinert, Wolfgang: Buchrücken, 14. Mai 2020, unter: https://www.typolexikon.de/buchruecken/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

5) Michalski, Thomas: Haben Sie schon mal über die Ausrichtung von Buchrücken nachgedacht?, 19. März 2012, unter: https://thomas-michalski.de/2012/03/19/haben-sie-schon-mal-uber-die-ausrichtung-von-buchrucken-nachgedacht/ (letzter Aufruf: 10.02.2021).

Titelbild: Bücher des Eichhörnchenverlags. Fotografie: SH, (c) Eichhörnchenverlag.

Kurz vor Weihnachten machen wir mit dem heutigen Blogeintrag mal wieder einen Exkurs in die Kunstgeschichte und beleuchten eine besondere Mutter-Kind-Beziehung und die stillende Maria als Thema der Kunst.

Stillen ist für viele Menschen die erste Erfahrung von Nahrung, Intimität und liebevoller Beziehung. In der christlichen Ikonographie ist das Stillen in Gestalt der »Maria lactans« durch zahllose Andachts- und Gnadenbilder seit dem frühen Mittelalter bekannt. Hier wird die Brustweisung Mariens als klassisches Symbol ihrer Barmherzigkeit verstanden. (1) Das Motiv der Maria mit der unbefangen entblößten Brust mag manche durch seine Freizügigkeit überraschen, es findet sich aber quer durch die Kunst- und auch Religionsgeschichte. (2) Dürer, Cranach, Hans Baldung Grien, Jan van Eyck, Picasso, Gauguin oder Chagall – alle malten sie. Bis ins Heute hinein reichen die Darstellungsformen wie auch das Sinnbild von Correggios Madonna del Latte von Susanne Haun (Titelbild dieses Beitrags) zeigt. Auch in der Bildhauerei war die Maria ein beliebtes Motiv. Im Barock entstanden an Wallfahrtsorten Brunnen mit Marienfiguren, aus deren Brüsten das heilkräftige Wasser sprudelt, dem übernatürliche Kräfte zugesprochen wurden. So etwa Brunnen in Passau-Mariahilf oder in Rengersbrunn im Spessart – dort nennt man das klare Wasser auch „Liebfrauenmilch“. (3)

Die Idee von der göttlichen Milch in der christlichen Ikonografie geht zurück auf das alte Ägypten und das Motiv der Göttin Isis, die den Horusknaben stillt. Durch ihre Milch nimmt Horus göttliche Kräfte auf. (4) Zahllos sind die Darstellungen der Isis, die ihren Sohn auf dem Schoß hält, mit der linken Hand seinen Kopf stützend, mit der rechten ihm die Brust reichend. Häufig ließen sich Pharaonen selbst an Stelle von Horus abbilden, um an seiner statt an der göttlichen Brust zu trinken und so ihre irdische Macht göttlich zu legitimieren. Die göttliche Milch der Isis mache angeblich aus den Menschen Gottesmenschen. (5) Einen regelrechten Boom erlebte das Motiv im Mittelalter und Maria lactans, die stillende Gottesmutter, wurde zu einem eigenen Genre. (4)

Albrecht Dürer malte Maria und ihren Sohn in besonders liebevoller Weise mit seiner „Maria das Kind stillend“ von 1503. Maria hat auf dem Bild ihre Brust entblößt, der Sohn nuckelt friedlich daran, während er mit der linken Hand an der Kleidung der Mutter herumnestelt. Maria beugt ihr Haupt und lächelt, Dürer zeigt sie mit geöffnetem Mund und Zähnen, auch wenn sich das für die Zeit eigentlich nicht ziemt. Diese Darstellung verstärkt den Eindruck von einer einfachen Frau, die blondgelockt und mit leichtem Doppelkinn keine reine Schönheit ist. Dabei ist die Intimität des Christuskindes mit seiner Mutter auf Dürers Bild dieselbe, die der Betrachter selbst erfahren kann, wenn er die kleine Lindenholztafel betrachtet. Sie ist kleiner als ein DIN-A4-Blatt und man muss ihr ganz nah kommen, um alle Details sehen zu können. Ursprünglich konnte es gedreht werden. Auf der Rückseite ist eine Passage eines Marienhymnus zu lesen, die übersetzt lautet: „Nur die Jungfrau stillte mit ihrer vom Himmel her gefüllten Brust“. (6)

Im Spannungsfeld zwischen Göttlichkeit und Erotik, konkreter und mystischer Figur lebt die berühmte „Madonna von Melun“ des französischen Hofmalers Jean Fouquet, auch „Madonna Sorel“ genannt. Wahrscheinlich verbirgt sich hinter der blassen Gottesmutter die Geliebte Karls VII., Agnès Sorel. Dem hier eher desinteressiert wirkenden Christusknaben bietet sie ihre pralle Brust dar, von Intimität auf diesem Bild keine Spur. Das Gemälde wirkt mehr wie ein Standesporträt, auf dem die Frau ihre körperlichen Vorzüge präsentiert denn wie ein Andachtsbild. Andere Darstellungen zeigen sie bei Jean-Laurent Mosnier als Rokoko-Dame, bei Gauguin als tahitianische Naturschönheit, bei Paula Modersohn-Becker als Frau vom Land, die in ihrer vollkommenen Nacktheit wieder zur Urmutter wird. (4) Ein sehr modern erscheinendes, eigentlich aber barockes Mutterbild ist die Madonna von Theodor van Thuldens: Diese wendet sich nicht dem Kind zu, sondern einem Buch. (7)

Neuere Darstellungen gibt es von Picasso, Gauguin, Chagall, Armin Horovitz oder Michael Fuchs. Auch Susanne Haun als Künstlerin des Eichhörnchenverlages hat sich dem Sujet angenommen und eine Interpretation der Madonna del Latte von Correggio gezeichnet, die auch in der in Kürze erscheinenden Broschüre SUSANNE HAUN |WERKSCHAU 2013-2020 zu bestaunen ist. (8)

Neben der Intimität des Stillens, der engen Verbindung von Mutter und Kind, kommt den Mariendarstellungen noch eine andere Bedeutung zu. Denn Maria ist zugleich himmlische Mutter und irdische Ernährerin. Das Stillen symbolisiert somit auch, dass ihr Sohn ganz Mensch ist – und damit abhängig von Menschenmilch. Das hilflose, auf den Leib Mariens angewiesene Kind ist der menschgewordene Gott. (5)  

In der Antike war es noch vonnöten gewesen, die Göttlichkeit des Menschen Jesus von Nazareth festzuschreiben. Maria kam dabei die Rolle der „Gottesgebärerin“ zu. Diese Sichtweise war bis ins späte Mittelalter hinein selbstverständlich. Neuen Frömmigkeitsbewegungen ab dem 14. Jahrhundert erschien es nun sinnvoll, die andere Seite hervorzuheben. Christi Menschlichkeit wurde wiederentdeckt, um einen unmittelbareren Bezug zu Gott zu finden. Deshalb gewannen Bilder der stillenden Maria an Bedeutung, die nun die enge Beziehung Jesu zu seiner Mutter hervorhoben. (6) Sie zeigen auch die besondere Innigkeit, die in der Beziehung zwischen Mutter und Kind entstehen kann.

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Wir gehen in die Winterpause und sind im Januar wieder mit frischen Ideen, spannenden Blogartikeln und bunten Posts für euch da. Eure Bestellungen packen und versenden wir natürlich weiterhin umgehend, damit euch der Bilderbuchstoff auch im Lockdown nicht ausgeht!

Der Eichhörnchenverlag wünscht euch allen eine frohe Weihnachtszeit. Macht es euch trotz der aktuellen Lage schön und startet gut ins neue Jahr!

PS: Unsere Neuerscheinungen warten nur darauf, euch die Zeit zu Hause zu versüßen.

(c) Titelbild: Susanne Haun: EIGENE INTERPRETATION DER MADONNA DEL LATTE NACH CORREGIO | 2019 | 50 x 65 | Tusche auf Büttenpapier | Zeichnung | WZ–Nr. 2019.11.19.0001.

Quellen

(1) Gras, Claudia: Maria lactans Die Stillende in der Kunst, unter: https://www.altertuemliches.at/termine/ausstellung/maria-lactans-die-stillende-der-kunst (letzter Aufruf: 17.12.2020 )

(2) Wiener Dommuseum: Sonderschau über „Maria lactans“, 12. November 2009, unter: http://www.kath.net/news/24527 (letzter Aufruf:17.12.2020 )

(3) Feldmann, Christian: Sehnsucht nach dem zärtlichen Gott, 11.01.2019, Unter: https://www.dw.com/de/sehnsucht-nach-dem-z%C3%A4rtlichen-gott/a-47047069 (letzter Aufruf: 17.12.2020 )

(4) Kuhn, Nicola: Stillende Frauen in der Kunst: Öffentliches Stillen: erlaubt in Kirchen und Museen, 28.02.2016, unter: https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/stillende-frauen-in-der-kunst-oeffentliches-stillen-erlaubt-in-kirchen-und-museen/13022796.html  (letzter Aufruf: 17.12.2020 )

(5) Danzer, Claudia: Marias Milch – ein unwichtiges, aber witziges Thema der Theologie, 30. April 2018, unter: https://y-nachten.de/2018/04/marias-milch-ein-unwichtiges-witziges-thema-der-theologie/ (letzter Aufruf: 17.12.2020 )

(6) Pollmer-Schmidt, Almut: Bild des Monats: „Maria das Kind stillend“ von Albrecht Dürer, 22.12.2013, unter: https://blog.staedelmuseum.de/bild-des-monats-maria-das-kind-stillend-von-albrecht-durer/ (letzter Aufruf: 17.12.2020 )

(7) Kunst und Kultur: Die Milch der höchsten Mutter. „Maria lactans“ als Thema des Wiener Dommuseums, 23. Dezember 2009, unter: https://www.derstandard.at/story/1259282621343/die-milch-der-hoechsten-mutter (letzter Aufruf: 17.12.2020)

(8) Haun, Susanne: Mein Sinnbild von Correggios Madonna del Latte – Zeichnung von Susanne Haun, 14.September 2020, unter: https://susannehaun.com/2020/09/14/mein-sinnbild-von-correggios-madonna-del-latte-zeichnung-von-susanne-haun/ (letzter Aufruf: 17.12.2020)

Manchmal muss man einfach raus, etwas Neues sehen und die eigenen vier Wände hinter sich lassen. Mich hat es zuletzt in unser Nachbarland Dänemark gezogen.

Dabei hat mich während der Reise nicht nur die große Familienschar samt zwei kleiner Wirbelwinde ordentlich auf Trab gehalten, auch das zauberhafte Meer hat mich wieder einmal komplett in seinen Bann gezogen.

Immer wenn ich an die See fahre, renne ich als erstes einmal die Dünen herunter an den Strand und schaue hinauf auf die große Weite, lausche dem Rauschen der Wellen und lasse mir den Wind um die Nasenspitze wehen. Dann fühle ich mich:

„Schwerelos aufgehoben | Einem Adler Engel gleich“.

Diese schönen Worte hat Gerd Knappe gefunden und zusammen mit Elisa Brückner unser neues Bilderbuch WINDKIND gemacht.

Seid ihr auch so begeistert vom Meer? Schreibt uns gern!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Es ist wieder soweit – die Monster sind los. Am vielleicht gruseligsten Tag des Jahres können sie einem überall begegnen: skurrile und lustige Gestalten wohin das Auge blickt auf der Suche nach süßen Kleinigkeiten und Abenteuern.

Gar nicht so gruselig kommen unsere Monster daher. Besonders sind sie aber allemal und sie lassen uns gern an ihrem kunterbunten Alltag teilhaben. Mit den MONSTERKINDERN wird jeder Tag zur Monsterzeit.

Ein besonders schönes Erlebnis mit unseren Monsterkindern hatten wir beim Türöffner-Tag 2017 in der Patent-Papierfabrik Hohenofen, bei der die Monsterkinder von Niki Amann auch auf der großen Leinwand zu sehen waren. Als ein paar Monate altes Kind mit seinem Vater den Ausstellungsraum betrat, freute es sich so sehr über die bunten Farben und die außergewöhnlichen Figuren, dass es vor Begeisterung kringel-kichernd zu lachen anfing.

Wenn ihr sehen wollt, warum, dann besucht unsere Monsterkinder in ihrer kunterbunten Welt.

Wir wünschen euch allen ein schaurig-schönes Wochenende!

Beitragsautorin: Katharina Schulze