Was darf man mit Büchern machen?

Was darf man mit Büchern machen?

Nachdem wir im Blog schon einen genaueren Blick auf die Kunst der Buchrücken geworfen haben, geht es im heutigen Beitrag um die Frage, was man eigentlich alles mit seinen Büchern machen darf.

Nicht nur Literaturblogs, auch eine Vielzahl von Foren von Bücherliebhabern befassen sich mit dem Thema und es wird heiß diskutiert. Ich lege meine Bücher zum Beispiel gern auch mal mit dem Buchrücken nach oben, wenn ich gerade kein Lesezeichen zur Hand habe. Das kommt öfter vor, da meine Bücher überall in der Wohnung verteilt rumliegen, ich meistens mehrere gleichzeitig lese und manchmal auch mein Kind die Bücher anschaut und das Lesezeichen dann am spannendsten findet. Für meine Kollegin Nina ist das der Horror. Dafür hat sie seit ihrer Bachelorarbeit überhaupt keine Probleme mehr, in Bücher Notizen zu machen, was für mich ein Graus ist.

Eine Ausnahme bilden hier nur Bücher, die ich verschenke und in die ich auf der ersten Seite eine Widmung für den oder die Beschenkte schreibe. Bei Büchern vom Flohmarkt sind diese manchmal auf der ersten Seite eingetragenen Widmungen eine tolle Sache, um zu erfahren, warum das Buch ausgesucht wurde und wer es geschenkt bekommen hat und geben dem erworbenen Buch eine ganz persönliche Note.

Bei Kinderbüchern und Pappebüchern gelten für mich noch etwas andere Maßstäbe. Die Kinder haben noch mal einen anderen Umgang mit Büchern. Die Seiten können manchmal (noch) nicht so ordentlich umgeblättert werden, wie wir Erwachsenen es tun. Das Seitenblättern, knicken, rascheln gehören zum Erlebnis des Bücheranschauens dazu. Auch das Zeichnen in Bücher kann großen Spaß machen. Gut, dass Pappebücher so strapazierfähig sind und unser Buch İDA’NIN YOLU / IDAS WEG sogar ganz explizit zum Reinmalen und Mitgestalten gedacht ist.

Schaut man in die Historie, so war der Umgang mit Büchern lange Zeit sehr sorgfältig, da es meist nur wenige oder sogar nur ein Exemplar eines Buches gab und die Abschrift und Illustration enorm viel Zeit und Aufwand in Anspruch genommen hat. Dementsprechend wurden diese dann auch behandelt. Auch waren die Bücher zumeist sehr groß und schwer und somit sehr unhandlich und nicht so leicht zu transportieren. Gelesen wurden sie nur von einem kleinen Teil der Bevölkerung und das zumeist in Bibliotheken oder Leseräumen zu Studienzwecken, erst im zweiten Schritt rein fürs Vergnügen. Taschenbücher, die den Transport enorm erleichterten, wurden erst Mitte des 20. Jahrhunderts erfunden.

Wie seht ihr das? Was müssen eure Bücher alles aushalten? Oder sehen sie nach dem Lesen noch fast aus wie neu? Wir sind gespannt und wünschen ein schönes Wochenende!

Beitragsautorin: Katharina Schulze

Quellen

Kalkowski, Uwe: Über den Umgang mit Büchern., 3. Oktober 2019, unter: https://kaffeehaussitzer.de/ueber-den-umgang-mit-buechern/, letzter Aufruf: 16.03.2021.

Rieger, Madelaine: Der Umgang mit Büchern., 22. März 2018, unter: https://blackndbeautiful.wordpress.com/2018/03/22/umgang-mit-buechern/, letzter Aufruf: 16.03.2021.

Titelbild: Bücher mit leichten Abnutzungserscheinungen, (c) Fotografie: Joseph Bergner.

4 thoughts on “Was darf man mit Büchern machen?

  • Susanne Haun sagt:

    Liebe Katharina, liebe Nina,
    je oller und beschriebener meine Bücher, die ich teilweise sogar neu gekauft habe, sind, desto lieber sind sie mir. Gelesen ist erst, wenn bunte Fähnchen aus dem Buchblock ragen und mit dem Textmarker markiert und Notizen mit jeglichem Stift geschrieben sind.
    Mit dem Buchrücken nach oben findet ihr bei mir höchst selten Bücher, da ich zu jedem Buch gleich Postits und mehrer verschiedene Stifte lege.
    Liebe Grüße sendet euch, Susanne

    • Nina sagt:

      😀 Wunderbar! Vielen Dank für diesen bunten Einblick in dein Leseverhalten, liebe Susanne. Ich stimme zu. Mit manchen Büchern muss man einfach richtig „arbeiten“ und die sehen dann auch entsprechend aus, aber haben eben auch etwas zu sagen gehabt… ABER DIE ARMEN BÜCHER! 😉 Wobei: Richtig bunt werden meine Bücher auch eher selten.
      Liebe Grüße sendet dir
      Nina

  • Madelaine sagt:

    Vielen Dank für die Verlinkung.
    Es freut mich sehr, dass der Beitrag noch immer aktuell ist. 🙂

    • Nina sagt:

      Liebe Madelaine,
      das ist doch selbstverständlich! 🙂
      Ich habe auch gleich ein neues Wort gelernt: Der Begriff „Leserillen“ war mir bisher nicht geläufig.
      Herzliche Grüße sendet
      Nina

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